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Salomos Tempelbau

61480 Jahre6,1 480 Jahre: Zahl, die sinnbildlich für eine ideale Geschichtsperiode steht: Sie ist das Ergebnis aus 12 mal 40. Dabei ist die Zahl 12 ein Sinnbild für Vollkommenheit, die Zahl 40 für die Dauer einer Generation. waren vergangenseit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten6,1 Auszug aus Ägypten: Die Israeliten wurden von Gott aus Ägypten befreit, vgl. 2. Mose/Exodus 1–15..Salomo regierte bereits vier Jahreals König über Israel.Im Monat Siw6,1 Siw: Name des zweiten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den April/Mai unseres Kalenders. baute er den Tempel für den Herrndas ist der zweite Monat.

2So sah der Tempel6,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … aus,den König Salomo für den Herrn baute:Er war 30 Meter6,2 30 Meter: Wörtlich »60 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang,10 Meter6,2 10 Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit und 15 Meter6,2 15 Meter: Wörtlich »30 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.3An der Vorderseite des Tempels gab es eine Vorhalle.Sie war genauso breit wie der Tempelund fünf Meter6,3 fünf Meter: Wörtlich »10 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang.

4Salomo versah den Tempel mit Fensteröffnungen,die Rahmen und Gitter aus Stein hatten.5Um den Hauptraum und das Allerheiligste6,5 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr … herumbrachte er Absätze entlang der Mauern an.So konnte er rundherum Seitenräume errichten.6Die Balken für die Decken dieser Räumelagen auf den Absätzen der Außenmauer auf.Sie wurden also nicht ins Mauerwerk eingelassen.Deshalb war das untere Stockwerk des Seitenraumsnur zweieinhalb Meter6,6 zweieinhalb Meter: Wörtlich »fünf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit, das mittlere drei Meter6,6 drei Meter: Wörtlich »sechs Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen.und das obere dreieinhalb Meter6,6 dreieinhalb Meter: Wörtlich »sieben Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen..

7Beim Bau des Hauses wurden die Steine so verwendet,wie sie aus dem Steinbruch kamen.Deshalb war auch kein Baulärm zu hören,weder von Hämmern noch Meißelnnoch von anderem Eisenwerkzeug.8Die Tür zum unteren Stockwerk des Seitenraumswar an der rechten Wand des Tempels.Von dort führten Treppen zum mittleren Stockwerkund vom mittleren dann zum dritten Stockwerk.9Dann vollendete Salomo den Bau des Tempels:Er ließ das Dach deckenmit Balken und Brettern aus Zedernholz6,9 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr ….10Zum Abstützen verwendete er ebenfallsBalken aus Zedernholz.Sie lagen im Innern auf Holz auf,auf einer Höhe von zweieinhalb Metern6,10 zweieinhalb Meter: Wörtlich »fünf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen..

11Da kam das Wort des Herrn zu Salomo:12»Richte dich nach meinen Gesetzen,handle nach meinen Rechtsordnungenund befolge alle meine Gebote!Richte dein ganzes Leben danach aus!Dann werde ich das Versprechen6,12 Versprechen: Ein solches Versprechen findet sich in 2. Samuel 7,12-16. erfüllen,das ich deinem Vater David gegeben habe:13Dann werde ich mitten unter den Israeliten wohnen,in dem Tempel6,13 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …, den du baust.Und ich werde mein Volk Israel nicht verlassen!«

Die Innenausstattung des Tempels

14Anschließend vollendete Salomoden Bau des Tempels6,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … im Inneren:15Er verkleidete die Wände des Tempelsmit Brettern aus Zedernholz6,15 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr ….Vom Fußboden bis zu den Deckenbalkenwar innen alles mit Holz verziert.Den Fußboden bedeckte er mit Zypressenholz6,15 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr ….16Von der Rückwand des Tempels aus maß er 10 Meter6,16 10 Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. ab.Dort zog er eine Wand aus Zedernholz ein.Sie reichte vom Fußboden bis zu den Deckenbalken.So baute er im Tempel einen Raum, das Allerheiligste6,16 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr ….17Der Hauptraum des Tempels vor dem Allerheiligstenwar somit etwa 20 Meter6,17 20 Meter: Wörtlich »40 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang.18Das Innere des Hauptraumswar ganz mit Zedernholz ausgekleidet,verziert mit Schnitzereien von Früchten und Blüten.Nirgends war noch Stein zu sehen.19Das Allerheiligste war der Mittelpunkt des Tempels.Dort hinein stellte Salomo die Bundeslade6,19 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn.20Das Allerheiligste war etwa 10 Meter6,20 10 Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang,10 Meter6,20 10 Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit und 10 Meter6,20 10 Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Salomo ließ es mit Blattgold überziehen.Außerdem machte er einen Altar aus Zedernholz.21Auch den übrigen Tempelließ Salomo innen mit Blattgold überziehen.Beim Allerheiligsten brachte er goldene Ketten anund überzog es ganz mit Gold.22Den gesamten Tempel überzog er mit Gold,bis in den letzten Winkel.Auch den ganzen Altar, der zum Allerheiligsten gehört,überzog er mit Gold.

23Im Allerheiligsten6,23 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr … stellte Salomo zwei Kerubim6,23 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … auf.Sie waren aus besonderem Holz6,23 besonderes Holz: Wörtlich »aus Ölholz«. Gemeint ist vermutlich ein sehr harzhaltiges Holz, das sich gut schnitzen lässt. und fünf Meter6,23 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.24Jeder Kerub hatte zwei Flügelund jeder Flügel war zweieinhalb Meter6,24 zweieinhalb Meter: Wörtlich »fünf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang.Insgesamt waren es fünf Meter6,24 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen.von einer Flügelspitze bis zur anderen.25Auch der zweite Kerub war fünf Meter6,25 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Beide waren gleich groß und sahen gleich aus.26Der erste Kerub war fünf Meter6,26 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Genauso hoch war auch der zweite.27Salomo stellte die Kerubimmitten ins Innere des Hauses.Ihre Flügel waren ausgebreitet:Der Flügel des einen berührte die eine Wand,der Flügel des zweiten berührte die andere Wand.In der Mitte berührten sie sich gegenseitig.So standen sie da, Flügel an Flügel.28Auch die Kerubim ließ Salomo mit Gold überziehen.

29Alle Wände des Tempels6,29 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … waren mit Schnitzereien verziert.Im Hauptraum und im Allerheiligsten6,29 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr … gab es überallKerubim6,29 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr …, Palmzweige und Lotusblüten6,29 Lotusblüte: Lotusblüten wurden vor allem in Ägypten als Sinnbild für Leben verstanden..30Innen wie außen ließ Salomo den Fußboden mit Gold überziehen.31Als Eingang zum Allerheiligstenließ er Türen aus besonderem Holz6,31 besonderes Holz: Wörtlich »aus Ölholz«. Gemeint ist vermutlich ein sehr harzhaltiges Holz, das sich gut schnitzen lässt. anfertigen.Sie hatten Pfeiler und Türpfosten,und ihre Rahmen waren nach innen fünffach abgestuft.32Ihre beiden Türflügel waren aus besonderem Holz.Auch sie verzierte Salomo mit Schnitzereienvon Kerubim, Palmzweigen und Lotusblüten.Dann ließ er die Türen mit Gold überziehen.Und auch auf die Kerubim und Palmzweigebrachte er Gold auf.

33Ebenso machte er die Eingangstüren für den Hauptraum:Sie hatten Pfosten aus besonderem Holz6,33 besonderes Holz: Wörtlich »Ölholz«. Gemeint ist vermutlich ein sehr harzhaltiges Holz, das sich gut schnitzen lässt.,und ihr Rahmen war nach innen vierfach abgestuft.34Die beiden Türflügel waren aus Zypressenholz6,34 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr ….Jede Tür hatte zwei Türflügel,die je für sich drehbar waren.35Salomo verzierte sie mit Schnitzereien,mit Kerubim6,35 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr …, Palmzweigen und Lotusblüten6,35 Lotusblüte: Lotusblüten wurden vor allem in Ägypten als Sinnbild für das Leben verstanden..Dann überzog er auch sie mit Gold,das genau an die Schnitzereien angepasst wurde.

36Vor den Tempel6,36 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … baute Salomo eine Mauer.Sie bestand aus drei Lagen Quadersteinen6,36 Quadersteine: An drei oder vier Seiten geglättete Steine, die zur Errichtung von Prachtbauten verwendet wurden.und Balken aus Zedernholz.

37Im vierten Regierungsjahr Salomos, im Monat Siw6,37 Siw: Name des zweiten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den April/Mai unseres Kalenders.,wurde das Fundament für das Haus des Herrn6,37 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gelegt.38Im elften Regierungsjahr vollendete er dieses Haus,im Monat Bul6,38 Bul: Name des achten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den Oktober/November unseres Kalenders., das ist der achte Monat.Alles war so ausgeführt worden wie geplant.Salomo baute insgesamt sieben Jahre am Tempel6,38 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….
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Salomos Palast

71Salomo brauchte 13 Jahre,bis er sein Haus, den Palast, fertig gebaut hatte.2Er baute zunächst das Libanonwaldhaus7,2 Libanonwaldhaus: Größter Teil des Palasts, der für offizielle Veranstaltungen des Königshofs nach ägyptischem Vorbild gebaut wurde. Das Besondere an diesem Saal waren die vielen Säulen aus Zedernholz vom Libanongebirge..Es war etwa 50 Meter7,2 50 Meter: Wörtlich »100 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang,25 Meter7,2 25 Meter: Wörtlich »50 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit und 15 Meter7,2 15 Meter: Wörtlich »30 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Darin standen drei Reihen mit Säulen aus Zedernholz7,2 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr …,auf denen Zedernbalken lagen.3Oberhalb der Säulen gab es Räume,die auch mit Zedernholz ausgekleidet waren.Insgesamt gab es 45 Säulen, 15 in jeder Reihe.4An den Längsseiten waren drei Reihenmit jeweils drei Fensteröffnungen.Diese Fenster lagen einander jeweils gegenüber.5Alle Türen und Fenster waren viereckig.Sie lagen ebenfalls einander gegenüber.6Außerdem baute Salomo eine Vorhalle mit Säulen,die war 25 Meter lang und 15 Meter breit.Davor gab es eine weitere Halleund davor wiederum Säulen und ein Vordach.

7Außerdem errichtete er einen Thronsaal, in dem er Recht sprach.Deshalb wird der Thronsaal auch Gerichtssaal genannt.Dieser Saal war mit Zedernholz7,7 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr … ausgekleidetvom Fußboden bis zu den Deckenbalken.8Salomos Wohnbereich war genauso gebaut.Er befand sich hinter dem Thronsaal, in einem anderen Hof.Für die Tochter des Pharao7,8 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten., die er geheiratet hatte,ließ Salomo ebenfalls einen Wohnbereich einrichten.Ihr Wohnbereich war genauso gebaut wie der Thronsaal.9Alles war aus kostbaren Quadersteinen gebaut,die genau abgemessen waren.Sie waren mit einer Steinsäge zugeschnitten,sorgfältig an der Innen- und Außenseite bearbeitet –alle Steine, vom Fundament bis zum Schlussstein,überall, von der Außenmauer bis zum großen Hof.10Das Fundament bestand aus großen, kostbaren Steinen,die entweder vier oder fünf Meter7,10 vier oder fünf Meter: Wörtlich »zehn und acht Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang waren.11Kostbare, genau abgemessene Steineund Zedernholz7,11 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr … lagen darauf.12Die Außenmauer rings um die Gebäudebestand aus drei Lagen von Steinen,die genau abgemessen waren.Darauf befand sich eine Lage Zedernholzbalken.Genauso war die Außenmauer am Tempel7,12 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn gebautund die Mauer bei der Vorhalle des Tempels.

Salomo beauftragt einen Bronzeschmied

13*7,13 Vers 13-39: In den Versen 13-39 ist der hebräische Text an vielen Stellen nur schwer zu deuten. In Einzelfällen wurden archäologische Funde herangezogen, um den Text anschaulich übersetzen zu können. König Salomo schickte Boten los,um einen Mann namens Hiram aus Tyros7,13 Tyros: Hafenstadt am östlichen Mittelmeer und Hauptstadt der Phönizier, im heutigen Libanon gelegen. Mehr … zu holen.14Der war der Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali7,14 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….Sein Vater war ein Bronzeschmied7,14 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. in Tyros gewesen.Hiram war sehr erfahren.Er hatte den nötigen Verstand und das Fachwissen,um alle Arten von Bronzearbeiten auszuführen.Dieser Mann kam also an den Königshofund führte alle Arbeiten nach Salomos Vorstellung aus.

Die Bronzesäulen vor dem Tempel

15*7,15 Vers 13-39: In den Versen 13-39 ist der hebräische Text an vielen Stellen nur schwer zu deuten. In Einzelfällen wurden archäologische Funde herangezogen, um den Text anschaulich übersetzen zu können. Zuerst goss Hiram zwei Säulen aus Bronze7,15 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet..Die eine war knapp neun Meter7,15 neun Meter: Wörtlich »18 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch,und ihr Umfang betrug sechs Meter7,15 sechs Meter: Wörtlich »zwölf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen..Die zweite Säule war genauso groß.16Dann goss er noch zwei Aufsätze aus Bronze,die oben auf die Säulen gesetzt wurden.Der erste Aufsatz war zweieinhalb Meter7,16 zweieinhalb Meter: Wörtlich »fünf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Der zweite Aufsatz war genauso hoch.17Der Aufsatz oben auf den Säulenwar mit sieben geflochtenen Blütenketten verziert.Der zweite Aufsatz war genauso gestaltet.18Granatäpfel7,18 Granatapfel: Apfelähnliche, orangerote Frucht des Granatapfelbaums, die eine Vielzahl saftig-glasiger Samenkörner enthält. aus Bronze hingen in zwei Reihenan den geflochtenen Blütenketten.Sie bedeckten die oberen Teile der Säulen.19Diese oberen Teile waren zwei Meter hochund hatten die Form einer Lotusblüte7,19 Lotusblüte: Lotusblüten wurden vor allem in Ägypten als Sinnbild für das Leben verstanden..20200 Granatäpfel liefen in Reihen um den oberen Teil.Unten waren die Blütenketten zu sehenund oben befand sich ein runder Abschluss.

21Hiram richtete die Säulen auf,die somit zur Vorhalle des Tempels7,21 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … gehörten.Die rechte Säule nannte er Jachin,das heißt: Er richtet auf.Die linke Säule nannte er Boas,das heißt: mit Kraft.22Die Säulen waren oben wie eine Lotusblüte7,22 Lotusblüte: Lotusblüten wurden vor allem in Ägypten als Sinnbild für das Leben verstanden. geformt.Damit war die Arbeit an den Säulen vollendet.

Das Wasserbecken aus Bronze

23*7,23 Vers 13-39: In den Versen 13-39 ist der hebräische Text an vielen Stellen nur schwer zu deuten. In Einzelfällen wurden archäologische Funde herangezogen, um den Text anschaulich übersetzen zu können. Danach fertigte Hiram das »Meer«7,23 das »Meer«: Wasserbehälter im Tempel und Sinnbild für das Meer mit Süßwasser, das man sich unter der Erde vorstellte. Die Flüsse und Quellen, die sich aus ihm speisen, stehen für die Fruchtbarkeit des Landes. an.Das war ein aus Bronze7,23 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. gegossenes Wasserbecken.Dieses »Meer« hatte einen Durchmesser von fünf Metern7,23 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen.und war kreisrund.Es war zweieinhalb Meter7,23 zweieinhalb Meter: Wörtlich »fünf Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hochund hatte einen Umfang von 15 Metern7,23 15 Meter: Wörtlich »Eine Messschnur von 30 Ellen umspannte es«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen..24Der Rand des »Meeres« war ringsummit Girlanden aus Früchten verziert.Alle fünf Meter7,24 fünf Meter: Wörtlich »zehn Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. war eine Girlandeam Rand des »Meeres« befestigt.Die Früchte hingen in zwei Reihen daran.Das alles war zusammen mit dem »Meer« gegossen worden.26*7,26 Vers 25-26: Die Reihenfolge der Verse folgt der griechischen Übersetzung. Die Wand des »Meeres« war eine Handbreit dickund hatte die Form eines Blütenkelches,etwa so wie eine Lotusblüte7,26 Lotusblüte: Lotusblüten wurden vor allem in Ägypten als Sinnbild für das Leben verstanden..Es fasste 40.000 Liter7,26 40.000 Liter: Wörtlich »2000 Bat«. Ein Bat ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 20–21 l. Wasser.25Das »Meer« stand auf zwölf Rinderstatuen.Drei blickten nach Norden, drei nach Westen,drei nach Süden und drei nach Osten.Ihre Hinterteile waren nach innen gerichtet.Auf ihnen stand das »Meer«.

Die Kesselwagen aus Bronze

27*7,27 Vers 13-39: In den Versen 13-39 ist der hebräische Text an vielen Stellen nur schwer zu deuten. In Einzelfällen wurden archäologische Funde herangezogen, um den Text anschaulich übersetzen zu können. Als Nächstes machte Hiramzehn fahrbare Gestelle aus Bronze7,27 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet..Jedes Gestell war zwei Meter7,27 zwei Meter: Wörtlich »vier Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang,zwei Meter breit und eineinhalb Meter7,27 eineinhalb Meter: Wörtlich »drei Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.28Die Gestelle waren viereckig gearbeitet.Das Rahmengestell bestand aus Eckpfosten,die durch Leisten miteinander verbunden waren.29Die Leisten zwischen den Eckpfostenwaren mit Löwen, Rindern und Kerubim7,29 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … verziert.Ebenso gab es Verzierungen an den Eckpfosten.Unterhalb der Löwen und Rinderhingen Kränze aus gehämmerter Bronze.30Jedes Gestell hatte vier Räder mit Radachsen aus Bronze.Oben an den Eckpfosten gab es Verbindungsstücke,mit denen der Kessel an den Eckpfosten befestigt war.Sie waren gleich mit dem Kessel mitgegossen worden.Jedes der Verbindungsstücke war ebenfalls verziert.

31Als Öffnung für den Kesselwar oben ein Aufsatz angebracht.Er war einen halben Meter7,31 ein halber Meter: Wörtlich »eine Elle«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.Seine runde Öffnung hatte einen Durchmesservon etwa 70 Zentimetern7,31 70 Zentimeter: Wörtlich »eineinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen..Der Aufsatz war ebenfalls verziertund hatte zusätzlich viereckige,nicht runde Zierleisten.32Die vier Räder waren unterhalb der Leisten angebracht.Die Naben der Räder waren mit dem Gestell verbunden.Jedes Rad hatte einen Durchmesservon etwa 70 Zentimetern.33Die Räder sahen aus wie Streitwagenräder7,33 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr ….Ihre Naben, Felgen und Speichenwaren allesamt aus Bronze7,33 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. gegossen.34Die vier Radaufhängungenwaren mit Verbindungsstücken am Gestell befestigt.

35Oben auf dem Gestell gab es eine Halterung.Sie war kreisrund, etwa 20 Zentimeter7,35 20 Zentimeter: Wörtlich »eine halbe Elle«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hochund für den Aufsatz bestimmt.Dort waren Griffe und Leisten angebracht.36Hiram verzierte siemit Kerubim7,36 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr …, Löwen, Palmzweigen und Kränzen –gerade so, wie es der Platz zuließ.

37Auf diese Weise machte er zehn Gestelle.Sie alle waren aus Bronze7,37 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. gegossen,hatten dieselbe Größe und dasselbe Aussehen.38Insgesamt fertigte er zehn Kessel aus Bronze an.Jeder hatte einen Durchmesser von knapp zwei Metern7,38 zwei Meter: Wörtlich »vier Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen.und fasste mehr als 800 Liter7,38 800 Liter: Wörtlich »40 Bat«. Ein Bat ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 20–21 l..Auf jedem Gestell gab es einen Kessel,insgesamt zehn Stück.39Dann stellte er die Kesselwagen auf –jeweils fünf an der rechten Seite des Tempelsund fünf an der linken Seite.Das »Meer«7,39 das »Meer«: Wasserbehälter im Tempel und Sinnbild für das Meer mit Süßwasser, das man sich unter der Erde vorstellte. Die Flüsse und Quellen, die sich aus ihm speisen, stehen für die Fruchtbarkeit des Landes. stellte er auf die rechte Seite,Richtung Süden hin.

Hirams Arbeit kommt zum Abschluss

40Abschließend machte Hiram Töpfe, Schaufeln und Schalen.So wurde die Arbeit am Tempel7,40 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn abgeschlossen,die Hiram für König Salomo auszuführen hatte.41Hiram fertigte die beiden Säulen an,die beiden Aufsätze oben auf den Säulen,die beiden geflochtenen Blütenketten7,41 geflochtene Blütenketten: Der hebräische Text benutzt bei der Beschreibung dieser Verzierungen unklare Begriffe. Geflochtene Blütenketten sind als Verzierungen bei Gegenständen für den Gottesdienst archäologisch belegt. für die Aufsätze42und die 400 Granatäpfel7,42 Granatapfel: Apfelähnliche, orangerote Frucht des Granatapfelbaums, die eine Vielzahl saftig-glasiger Samenkörner enthält. für die beiden Blütenketten.Zwei Reihen Granatäpfel zierten jede Blütenkette,sie bedeckten die beiden Aufsätze oben auf den Säulen.43Außerdem fertigte Hiram die zehn Gestelle an,die zehn Kessel auf den Gestellen,44den bronzenen Kessel, der das »Meer«7,44 das »Meer«: Wasserbehälter im Tempel und Sinnbild für das Meer mit Süßwasser, das man sich unter der Erde vorstellte. Die Flüsse und Quellen, die sich aus ihm speisen, stehen für die Fruchtbarkeit des Landes. genannt wird,die zwölf Rinderstatuen unter dem »Meer«45und die Töpfe, Schaufeln und Schalen.Alle diese Gerätschaftenmachte Hiram im Auftrag von König Salomofür das Haus des Herrn7,45 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..Sie waren aus polierter Bronze7,45 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet..

46Der König ließ alles im Jordantal gießen.Die Gießerei7,46 Gießerei: Zum Schmelzen von Metall grub man Erdlöcher, in die man Erz einfüllte. Darüber entzündete man Feuer, sodass das Metall in den Löchern schmolz. lag zwischen Sukkot7,46 Sukkot: Ort im Jordangraben, im Gebiet des Stammes Gad. und Zaretan.47Für all diese Gerätschaftenbrauchte man eine riesige Menge Bronze.Die Menge war so groß,dass Salomo sie gar nicht erst wiegen ließ.

Die goldenen Gerätschaften für den Tempel

48Danach beauftragte Salomo die Herstellungweiterer Gerätschaften für den Tempel7,48 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn:den goldenen Altar7,48 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr …,den goldenen Tisch für die Schaubrote7,48 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt.,49Leuchter aus feinem Gold mit Blütenornamentenund dazu Dochtscheren7,49 Dochtschere: Speziell geformte Schere zum Kürzen des Dochts. So wurde das Rußen der Lampen verhindert..Je fünf der Leuchterstanden rechts und links vor dem Allerheiligsten7,49 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr ….50Auch die Töpfe, Messer und Schalensowie die Räucherpfannen7,50 Räucherpfanne: Kleines Gefäß, in dem auf glühenden Kohlen Weihrauch verbrannt wurde. Mehr … und -schaufelnwaren aus feinem Gold.Selbst die Türen zum Hauptraum waren aus Gold,und auch die Türangeln im Inneren des Tempels,am Allerheiligsten.

51Damit beendete König Salomo alle Arbeiten,die er am Tempel7,51 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn tun wollte.Er brachte Gold, Silber und weitere Gerätschaftenin die Schatzkammer des Tempels.Schon sein Vater David7,51 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …hatte sie für den Dienst am Tempel bestimmt7,51 für den Dienst am Tempel bestimmt: 2. Samuel 8,11 erzählt, dass König David Gold und Silber, das er im Krieg erbeutet, für den Tempel bestimmt..
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Salomo bringt die Lade Gottes in den Tempel

81König Salomo8,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … plante eine Versammlung in Jerusalem8,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Die Ältesten8,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels sollten kommen,dazu alle Stammesführer und Familienoberhäupter.Er wollte nämlich die Lade8,1 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn heraufholen.Sie war noch in der Stadt Davids8,1 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9., das ist Zion8,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr ….2Und tatsächlich: Alle Israeliten versammelten sichzu einem Fest bei König Salomo in Jerusalem.Das war im Monat Etanim8,2 Etanim: Name des siebten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den September/Oktober unseres Kalenders., dem siebten Monat.3Alle Ältesten Israels kamen.Die Priester8,3 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … trugen die Lade des Herrn.4Dann brachten sie diese hinauf zu Salomo.Gemeinsam mit den Leviten8,4 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …trugen sie auch das Zelt der Begegnung8,4 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. Mehr …,mitsamt den heiligen Gerätschaften8,4 heilige Gerätschaften: Meint Gegenstände, die für den Gottesdienst benötigt werden..5König Salomo und die Israeliten, die gekommen waren,versammelten sich vor der Lade.Dort brachten sie Schafe und Rinder als Opfer dar –so viele, dass man sie nicht zählen konnte.

6So brachten die Priester8,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … die Lade8,6 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrnan ihren Bestimmungsort –in den hinteren Raum des Tempels, ins Allerheiligste8,6 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr ….Sie stellten sie unter die Flügel der Kerubim8,6 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr ….7Denn die Kerubim sollten ihre Flügel ausbreitenüber dem Platz, an dem die Lade stand.So bedeckten sie die Lade von oben her,ebenso die Stangen, mit denen sie getragen wurde.8Doch die Stangen waren so lang,dass ihre Enden aus dem Allerheiligsten herausragten.Im Tempel konnte man sie sehen, aber nicht außerhalb.Bis zum heutigen Tag ist das so.9In der Lade war nichts außer den beiden Steintafeln,die Mose8,9 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … am Horeb8,9 Horeb: Auch »Sinai« genannter Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. hineingelegt hatte.Es waren die Tafeln des Bundes8,9 Tafeln des Bundes: Meint die Tafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote Gottes.,den der Herr mit den Israeliten geschlossen hatte –damals, als sie Ägypten verlassen hatten8,9 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..10Als die Priester wieder aus dem Heiligtum kamen,erfüllte die Wolke8,10 die Wolke: Bild für die Anwesenheit Gottes im Tempel. Beim Auszug aus Ägypten begleitete Gott sein Volk in einer Wolkensäule, vgl. 2. Mose/Exodus 13,21-22. das Haus des Herrn.11Solange diese Wolke da war,konnten die Priester nicht hineingehen und Dienst8,11 Dienst: Die Priester waren für die Opfer im Tempel verantwortlich. tun.Denn die Herrlichkeit8,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrnerfüllte das Haus des Herrn8,11 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..

12Damals sprach Salomo:»Die Sonne8,12 Die Sonne: Dieser Satz steht nur in der griechischen Überlieferung. hat der Herr an den Himmel gesetzt.Doch er selbst wollte im Wolkendunkel wohnen.13So habe ich nun für dich, Herr, dieses Haus8,13 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gebaut:Ein würdiger Ort, an dem du für immer wohnen kannst.«

Salomo weiht den Tempel ein

14Dann drehte sich der König umund segnete8,14 segnen: Der Tempel, den Salomo gebaut hat, war der Ort, an dem Gottes Segen als besondere Zuwendung für alle erfahrbar wurde. alle versammelten Israeliten.Die ganze Versammlung Israels stand auf vor ihm.15Und Salomo8,15 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … sprach:»Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!Was er meinem Vater David8,15 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … versprochen hatte,hat er erfüllt.Er hat getan, was er gesagt hat8,15 was er gesagt hat: Von dieser Zusage erzählt 2. Samuel 7,1-16.:16›Lange Zeit habe ich keine bestimmte Stadt erwählt,seit ich mein Volk aus Ägypten geführt8,16 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. habe.In keiner Stadt sollte mir ein Tempel gebaut werden,damit mein Name8,16 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … nicht bei einem einzigen Stamm8,16 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … wohnt.Aber David habe ich erwählt,um über mein Volk Israel zu herrschen.‹17Mein Vater David hatte einen Herzenswunsch:Er wollte einen Tempel bauenfür den Namen des Herrn, des Gottes von Israel.18Aber der Herr sagte zu meinem Vater David8,18 sagte zu meinem Vater David: Diese Zusage findet sich in 2. Samuel 7,12-13.:›Du hast vor, einen Tempel für meinen Namen zu bauen.Es ist gut, dass du das vorhast.19Aber nicht du wirst diesen Tempel bauen,sondern dein Sohn, dein leiblicher Nachkomme.Er wird für meinen Namen den Tempel bauen.‹20Der Herr hat sein Versprechen erfüllt:Ich bin an die Stelle meines Vaters David getretenund habe den Thron Israels bestiegen.So hatte es der Herr versprochen.Ich habe den Tempel gebautfür den Namen des Herrn, des Gottes Israels.21Dort habe ich einen Raum für die Lade8,21 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … geschaffen,in der die Tafeln des Bundes liegen.Der Herr hat diesen Bund8,21 Bund: 2. Mose/Exodus 19–20 erzählt vom Bund, den Gott mit den Israeliten am Berg Sinai schließt, nachdem er sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. mit unseren Vätern geschlossen,als er sie aus Ägypten geführt8,21 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. hat.«

Salomo betet zu Gott

22Dann trat Salomo8,22 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … vor den Altar8,22 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn.Vor der ganzen Versammlung der Israelitenbreitete er seine Hände zum Himmel aus23und betete8,23 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr …:Herr, Gott Israels!Kein Gott ist wie du,weder oben im Himmel noch unten auf der Erde.Du bewahrst den Bund8,23 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … mit deinen Knechten8,23 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen..Du hältst denen die Treue,die vor dir mit ganzem Herzen8,23 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. ihr Leben führen.24Du hast das Versprechen gehalten,das du deinem Knecht8,24 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen., meinem Vater David8,24 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …, gegeben hast.Hier und heute hat deine Hand erfüllt,was dein Mund versprochen hat.25Herr, Gott Israels, jetzt erfülle auch,was du deinem Knecht sonst noch versprochen hast.Du hast meinem Vater David doch dein Wort gegeben:»Nie soll es dir an einem Nachkommen fehlen,der vor mir8,25 vor mir: Die Formulierung soll die räumliche Nähe zwischen Tempel und Palast zum Ausdruck bringen. auf dem Thron Israels sitzt.Nur sollen deine Söhne stets darauf achten,ihr Leben vor mir zu führen, wie du es getan hast.«26Gott Israels, lass dein Wort jetzt wahr werden,das du deinem Knecht, meinem Vater David, gegeben hast!27Doch sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen?Selbst die unendliche Weite des Himmelskann dich, Gott, nicht fassen!Wie könnte das der Tempel8,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …, den ich gebaut habe?

28Herr, mein Gott, wende dich deinem Knecht8,28 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. zu,höre sein Gebet und sein Flehen!Ich flehe dich an! Höre die Worte des Gebets,das dein Knecht heute vor dir spricht.29Richte deinen Blick Tag und Nacht auf diesen Tempel.Du hast es doch versprochen:»Es soll der Ort sein,an dem mein Name8,29 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … gegenwärtig ist.«Erhöre nun das Gebet,das dein Knecht an diesem Ort spricht!30Erhöre die Bitten,die hier an diesem Ort vorgebracht werden,wenn dein Knecht und dein Volk Israel beten!Höre auf sie in deiner Wohnung oben im Himmel!Höre auf sie und vergib ihnen!

31Höre auf sie in den verschiedenen Notlagen.Höre den, der beschuldigt wird,seinem Nächsten etwas Schlimmes angetan zu haben.Wenn er zu deinem Altar8,31 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … in diesem Tempel8,31 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … kommt,wird man einen Fluch über ihn aussprechen.32Dann höre dir diesen Fluch an und greife ein!Halte Gericht über deine Knechte8,32 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen.:Erkläre den für schuldig, der Schuld hat.Er soll die Folgen seiner Tat zu spüren bekommen.Aber sprich den gerecht, der im Recht ist.Er soll seine gerechte Belohnung empfangen.

33Höre dein Volk Israel,wenn sie nach einer Niederlage zu dir umkehren.Sie haben einen Kampf gegen einen Feind verloren,weil sie sich dir widersetzt haben.Doch dann bekennen sie sich zu dir,sie beten in diesem Tempel8,33 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und bitten dich.34Dann höre du es oben im Himmel!Vergib deinem Volk Israel das Unrecht,das sie getan haben.Lass sie zurückkehren in das Land,das du ihren Vätern gegeben8,34 ihren Vätern gegeben: Gott hat das Land zunächst Abraham, dann seinen Nachkommen und schließlich dem ganzen Volk Israel versprochen; vgl. 1. Mose/Genesis 12,7 und 5. Mose/Deuteronomium 4,20. hast.

35Höre, wenn der Himmel verschlossen ist,wenn kein Regen auf die Erde fällt,weil dein Volk sich dir widersetzt hat.Aber sie wenden sich von ihrem Unrecht ab,weil du sie dazu drängst.Sie beten in Richtung dieses Ortes8,35 dieses Ortes: Meint den Tempel in Jerusalem.und bekennen sich zu dir.36Dann höre du es oben im Himmel.Vergib deinen Knechten8,36 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen., deinem Volk Israel,das Unrecht, das sie getan haben.Zeige ihnen einen guten Weg,auf dem sie gehen können.Lass es wieder auf dein Land regnen,das du deinem Volk zum Erbbesitz8,36 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. gegeben hast.

37Höre sie,wenn irgendeine Not oder Krankheit sie trifft:wenn Hungersnot im Land herrscht,Pest, Getreidebrand oder Mehltau8,37 Getreidebrand, Mehltau: Krankheiten, die Nutzpflanzen befallen und zu schlechten Ernten führen. auftreten,Heuschrecken8,37 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten. Mehr … und Ungeziefer sich ausbreitenoder ein Feind die Stadttore8,37 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. im Land belagert.38Wer immer dann betet,ein einzelner Mensch oder dein ganzes Volk Israel:Höre jedes Gebet und jede Bitte!Denn jeder Mensch weiß,was seinem Herzen Not macht.Er wird seine Hände zum Gebet erhebenund in Richtung dieses Tempels flehen.39Dann hör du es in deiner himmlischen Wohnung!Vergib ihm und greif ein!Gib jedem, wie es sein Tun verdient.Du allein kennst das Herz eines jeden Menschen.40So werden sie voller Ehrfurcht8,40 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dir sein –solange sie in dem Land leben,das du unseren Vorfahren gegeben8,40 unseren Vorfahren gegeben: Gott hat das Land zunächst Abraham, dann seinen Nachkommen und schließlich dem ganzen Volk Israel versprochen; vgl. 1. Mose/Genesis 12,7 und 5. Mose/Deuteronomium 4,20. hast.

41Höre auch den Ausländer,der nicht zu deinem Volk Israel gehört.Er kommt aus einem fernen Land zu dir,weil er von deinem Namen