BasisBibel NT+Ps (BB)
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Zur Frage nach Ehe und Ehelosigkeit

Eheleute sollen sich einander nicht entziehen

71Nun aber zu dem,was ihr geschrieben habt:»Für einen Mann ist es am besten,überhaupt keinen Geschlechtsverkehrmit einer Frau zu haben.«2Aber dann lauft ihr Gefahr,in eine verbotene sexuelle Beziehung zu geraten.Deshalb soll jeder Mann seine Ehefrau habenund jede Frau ihren Ehemann.3Der Mann soll seiner Fraudie körperliche Zuwendung schenken,die ihr gebührt. –Und ebenso die Frau ihrem Mann.4Nicht die Frau bestimmt über ihren eigenen Körper,sondern der Mann.Ebenso bestimmtnicht der Mann über seinen eigenen Körper,sondern die Frau.5Entzieht euch einander nicht –außer ihr vereinbart das für eine bestimmte Zeit,um euch ganz dem Gebet7,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. zu widmen.Danach sollt ihr wieder zusammenkommen.Sonst lauft ihr Gefahr,dass der Satan7,5 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. euchdurch eure Begierden auf die Probe stellt!6Das meine ich als Zugeständnis,nicht als Befehl.7Mir wäre es ja lieber,wenn alle Menschen so leben könnten wie ich7,7 ich: Paulus war unverheiratet..Aber jeder hat von Gottseine ihm eigene Gabe bekommen.Der eine diese,der andere jene.

Anweisungen für Unverheiratete und Witwen

8Den Unverheirateten und den Witwen7,8 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. sage ich:Es ist am besten,wenn sie meinem Vorbild7,8 Vorbild: Paulus war unverheiratet. folgen.9Wenn sie aber nicht enthaltsam leben können,sollen sie heiraten!Denn es ist besser zu heiraten,als sich in brennendem Verlangen zu verzehren.

10Dagegen habe ich für die Verheirateteneine klare Anweisung.Sie stammt nicht von mir,sondern vom Herrn7,10 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen.11Wenn sie sich aber schon hat scheiden lassen,soll sie unverheiratet bleiben.Oder sie soll sich wieder mit ihrem Mann aussöhnen.Ebenso wenig darf ein Mann seine Frau fortschicken.

12Den anderen gebe ich einen Ratschlag,ohne dazu eine direkte Anweisung vom Herrn zu haben:Vielleicht hat ein Bruder7,12 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. eine Ehefrau,die nicht zum Glauben7,12 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen ist.Wenn sie bereit ist,die Ehe weiterzuführen,soll er sie nicht fortschicken!13Oder umgekehrt:Eine Frau hat einen Ehemann,der nicht zum Glauben7,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen ist.Wenn er bereit ist,die Ehe weiterzuführen,soll sie den Mann nicht fortschicken!14Der ungläubige Mann wird nämlichdurch die Frau zu einem von uns, zum Heiligen7,14 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus..Und genauso wird die ungläubige Fraudurch den Bruder7,14 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. zur Heiligen7,14 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus..Sonst würden ja auch eure Kinder nicht dazugehören7,14 nicht dazugehören: Wörtlich heißt es in Vers 14: »Sonst wären ja auch eure Kinder Unreine.«.Sie sind aber Heilige7,14 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus..

15Wenn aber der Ungläubige die Scheidung will,soll er sich scheiden lassen.In diesem Fall ist der Bruder7,15 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. oder die Schwester7,15 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. nicht an die Ehe gebunden.Aber eigentlich hat Gott euch dazu berufen,in Frieden7,15 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. miteinander zu leben.16Denn woher willst du wissen, Frau,ob du deinen Mann rettest?Oder woher willst du wissen, Mann,ob du deine Frau rettest?

Die Christen sollen in ihren Lebensumständen bleiben

17Grundsätzlich gilt:Jeder soll sein Leben entsprechend den Gaben führen,die der Herr7,17 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. ihm zugeteilt hat.Und er soll so bleiben,wie er war,als Gott ihn berufen hat.So ordne ich es in allen Gemeinden an.18Wer beschnitten7,18 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. war,als er berufen wurde,soll die Beschneidung7,18 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. nicht rückgängig machen!Wer nicht beschnitten7,18 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. war,als er berufen wurde,soll sich nicht beschneiden7,18 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. lassen!19Es kommt nicht darauf an,ob jemand beschnitten7,19 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. ist oder nicht.Es kommt nur darauf an,Gottes Gebote zu halten.

20Jeder soll bleiben, was er war,als er berufen wurde!21Warst du ein unfreier Diener7,21 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,als du berufen wurdest,dann störe dich nicht daran!Wenn dir aber die Freilassung angeboten wird –dann nutze ruhig die Gelegenheit.22Denn der unfreie Diener7,22 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,der in die Gemeinschaft mit dem Herrn7,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. berufen wurde,ist ein Freigelassener des Herrn7,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Umgekehrt ist der Freie,der in die Gemeinschaft mit dem Herrn7,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. berufen wurde,ein unfreier Diener7,22 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. von Christus7,22 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .23Gott hat euch zu einem hohen Preis freigekauft.Werdet jetzt nicht unfreie Diener7,23 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. von Menschen!24Brüder und Schwestern7,24 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Bleibt, was ihr wart,jeder und jede von euch,als ihr berufen wurdet.Und lebt entsprechend vor Gott!

Anweisungen für Verlobte

25Zu eurer Fragebezüglich der noch unverheirateten Frauen7,25 noch unverheirateten Frauen: Wörtlich heißt es in Vers 25: »Zu eurer Frage bezüglich der Jungfrauen«.:Ich habe dazu keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn7,25 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Aber ich gebe einen Ratschlag.Da der Herr7,25 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. mich in seiner Gnade7,25 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. berufen hat,könnt ihr mir vertrauen.26Ich halte Folgendes für richtig:Wegen der schwierigen Zeit,in der wir leben,ist es am besten,unverheiratet7,26 unverheiratet: Wörtlich heißt es in Vers 26: »wie eine Jungfrau zu bleiben«. zu bleiben.27Wenn du mit einer Frau verlobt7,27 Verlobung: Durch die Verlobung wurde in biblischer Zeit die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig. bist,dann strebe nicht an,die Verlobung zu lösen.Hast du die Verlobung7,27 Verlobung: Durch die Verlobung wurde in biblischer Zeit die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig. mit einer Frau gelöst,suche keine andere Frau!28Wenn du aber trotzdem heiratest,machst du dich nicht schuldig7,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..Und wenn das Mädchen7,28 Mädchen: Wörtlich heißt es in Vers 28: »Und wenn die Jungfrau heiratet«. heiratet,macht sie sich ebenfalls nicht schuldig7,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..Aber in ihrem irdischen7,28 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. Lebenerwartet sie dann große Bedrängnis.Das möchte ich euch ersparen.

29Aber eins muss ich euch sagen,Brüder und Schwestern7,29 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. :Die Zeit ist knapp.Künftig gilt:Wer eine Frau hat,soll so leben,als hätte er keine.30Wer weint,soll sich nicht von der Trauer gefangen nehmen lassen.Wer sich freut,soll sich nicht in der Freude verlieren.Wer etwas kauft,soll es nicht festhalten wollen.31Und wer die Dinge dieser Welt7,31 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. benutzt,soll gut auf sie verzichten können.Denn die Welt7,31 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. , so wie sie ist, vergeht.

32Ich möchte aber,dass ihr euch keine unnötigen Sorgen macht.Wer unverheiratet ist,macht sich nur Sorgen um die Sache des Herrn7,32 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:Ihm geht es darum,wie er dem Herrn7,32 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. gefallen kann.33Aber wer verheiratet ist,macht sich Sorgen um ganz weltliche7,33 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. Angelegenheiten:Ihm geht es darum,wie er seiner Frau gefallen kann.34Er ist gespalten.

Ebenso ist es bei der Frau:Wenn sie ledig ist oder noch nicht verheiratet7,34 noch nicht verheiratet: Wörtlich heißt es in Vers 34: »Wenn sie ledig ist oder Jungfrau«.,macht sie sich nur Sorgen um die Sache des Herrn7,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:Ihr geht es darum,heilig7,34 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. zu sein –mit Körper und Geist.Dagegen macht sich die verheiratete Frau Sorgen um weltliche7,34 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. Dinge.Ihr geht es darum,ihrem Mann zu gefallen.35Diesen Rat gebe ich euch zu eurem eigenen Besten.Ich will euch damit keine Fesseln anlegen.Im Gegenteil:Ihr sollt ein Leben in Anstand und Würde führen.Und ihr sollt stets für den Herrn7,35 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. da sein,ohne abgelenkt zu werden.

36Nun kann es vorkommen,dass jemand meint,sich seiner Braut gegenüberunehrenhaft zu verhalten –vielleicht weil die Hochzeit längst überfällig istund er entsprechend handeln will.Dann soll er tun,wozu er sich verpflichtet fühlt:Er macht sich dadurch nicht schuldig7,36 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..Sie sollen heiraten!37Ein anderer dagegen bleibt fest bei dem,wofür er sich7,37 sich: Wörtlich heißt es in Vers 37: »in seinem Herzen«. Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. entschieden hat.Er fühlt sich nicht gedrängtund ist frei in seinen Entscheidungen.Er hat bei sich beschlossen:»Ich will meine Braut nicht berühren.«– Er handelt richtig!38Also: Wer seine Braut heiratet,handelt gut.Wer nicht heiratet,handelt noch besser.

39Solange ihr Mann lebt,ist eine Frau gebunden.Wenn der Mann stirbt,ist sie frei.Sie kann dann heiraten,wen sie will.Allerdings darf dadurch ihre Verbundenheit mit dem Herrn7,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.nicht beeinträchtigt werden.40Meiner Meinung nach wird sie aber glücklicher sein,wenn sie unverheiratet bleibt.Und ich denke doch,dass auch ich den Geist Gottes7,40 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. habe.
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Zur Frage nach dem Verzehr von Fleisch aus Götzenopfern

Verzicht auf das Fleisch aus Götzenopfern um der Mitchristen willen

81Nun zu einer anderen Frage:Es geht um das Fleisch von Tieren,die als Opfer8,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. für Götzen geschlachtet wurden.Wir sind uns sicher einig,dass wir alle die richtige Einsicht haben.Aber die Einsicht allein macht überheblich.Nur die Liebe baut die Gemeinde auf.2Wer meint,etwas richtig erkannt zu haben,hat noch lange nicht erkannt,was er eigentlich erkennen sollte.3Aber wer Gott liebt,der darf sich von ihm angenommen wissen8,3 darf sich von ihm angenommen wissen: Wörtlich heißt es in Vers 3: »der ist von ihm erkannt.«.

4Zurück zu unserer Frage:Darf man das Fleisch von Tieren essen,die als Opfer für Götzen geschlachtet wurden?Wir sind uns einig:»Es gibt überhaupt keine Götzen in dieser Welt8,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. Wir sind uns ebenfalls einig:»Es gibt keinen Gott außer dem Einen.«5Natürlich gibt es sogenannte Götterim Himmel8,5 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. wie auf der Erde.Tatsächlich sind es sogar viele solcher Götter und Herren.6Aber für uns gilt:»Nur einer ist Gott: der Vater.Alles hat in ihm seinen Ursprungund er ist das Ziel unseres Lebens.Und nur einer ist der Herr: Jesus8,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus8,6 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Alles ist durch ihn entstandenund durch ihn haben wir das Leben.«

7Aber diese Einsicht teilen noch nicht alle.Nach alter Gewohnheit glauben sie:Wir verehren die Götzen,wenn wir das Fleisch von Tieren essen,die für sie geopfert8,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. wurden.Und weil sie in ihrer Überzeugung nicht sicher sind,belastet sie das.8Was wir essen, wird uns nicht vor Gottes Gericht8,8 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. bringen:Es bringt uns keinen Nachteil,wenn wir etwas Bestimmtes nicht essen.Und umgekehrt haben wir auch keinen Vorteil,wenn wir es essen.9Gebt aber acht!Die Freiheit,die ihr in Anspruch nehmt,darf die Schwachen nicht zu Fall bringen!10Stell dir vor:Du liegst8,10 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. gerade in einem Götzentempel zu Tisch8,10 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. ,wie es ja deiner Einsicht entspricht.Und dabei sieht dich jemand,der selbst unsicher in seiner Überzeugung ist.Wird ihn das nicht geradezu ermutigen,auch an einem solchen Mahl teilzunehmen,das er für Götzendienst hält?11Dann geht der Unsicheredurch deine Einsicht zugrunde –der Bruder8,11 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,für den Christus8,11 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gestorben ist.12So tut ihr euren Brüdern und Schwestern8,12 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. Unrecht und verunsichert sie noch mehr.Und damit tut ihr Christus8,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Unrecht.13Mein Essen kann alsomeinen Bruder zu etwas verleiten,was er für falsch hält.Wenn das so ist,will ich nie wieder Fleisch essen!Denn ich will meinen Bruder nichtzu irgendetwas verleiten.
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Paulus als Vorbild: Verzicht auf Ansprüche

91Seht mich an9,1 Seht mich an: »Seht mich an« ist erläuternder Zusatz.:Bin ich denn nicht frei in meinem Handeln?Bin ich etwa kein Apostel9,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. ?Habe ich nicht auchJesus9,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , unseren Herrn9,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., gesehen?Seid ihr nicht mein Werk,geschaffen aus der Verbundenheit mit dem Herrn9,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.?2Wenn ich auch für andere kein Apostel9,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. bin,so bin ich es doch wenigstens für euch.Denn ihr seid das Siegel9,2 Siegel: Stempel zum Eindruck eines Zeichens in weiche Masse, z. B. in ein Stück Siegellack.,das bestätigt:Aufgrund meiner Verbundenheit mit dem Herrn9,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.bin ich Apostel9,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. .

3Das ist meine Antwort an die Leute,die sich als Richter über mich aufspielen wollen:4Haben wir als Apostel nicht eigentlich Anspruch,Essen und Trinken zu erhalten?5Haben wir nicht sogar das Recht,eine Schwester9,5 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. als Ehefrau auf die Reisemitzunehmen?Das tun jedenfalls die anderen Apostel9,5 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. ,die Brüder des Herrn9,5 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.und auch Kephas9,5 Kephas: »Kephas« ist die aramäische Form des Namens »Petrus«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..6Oder sind Barnabas9,6 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf der ersten Missionsreise. und ich die Einzigen,die keinen Anspruch darauf haben,nicht für unseren Unterhalt arbeiten zu müssen?7Wer zieht denn als Soldat in den Kriegund zahlt sich auch noch selbst den Sold?Wer pflanzt einen Weinberg9,7 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. anund genießt seine Früchte nicht?Wer hütet Schafeund ernährt sich nicht von ihrer Milch?

8Berufe ich mich damit etwa nur auf das,was allgemein üblich ist9,8 was allgemein üblich ist: Wörtlich heißt es in Vers 8: »Berufe ich mich damit etwa nur auf menschliche Richtlinien?«?Sagt nicht sogar das Gesetz9,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. genau dasselbe?9Im Gesetz9,9 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. des Mose9,9 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. steht9,9 steht: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 25,4. nämlich:»Du sollst einem Ochsen9,9 Gespann: In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte.beim Dreschen9,9 Dreschen: Das Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren durch ein mit scharfkantigen Steinen besetztes Holzbrett, das von einem Ochsengespann gezogen wurde. nicht das Maul zubinden.«Geht es Gott dabei etwa um die Ochsen9,9 Gespann: In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte.?10Oder sagte er das nicht vielmehr wegen uns?Denn wegen uns heißt es9,10 heißt es: Die Herkunft des Zitats ist nicht zu bestimmen. Paulus schreibt wahrscheinlich in Anklang an verschiedene Worte aus dem Alten Testament einen Satz in der Form eines Sprichworts aus der Weisheit. Vgl. z. B. Sirach 6,19. in der Heiligen Schrift9,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Wer pflügt9,10 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens.,soll das mit Hoffnung tun.Und wer drischt9,10 Dreschen: Das Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren durch ein mit scharfkantigen Steinen besetztes Holzbrett, das von einem Ochsengespann gezogen wurde. ,in der Erwartung,seinen Anteil am Ertrag zu bekommen.«11Wir haben bei euch geistlichen Samen9,11 geistlicher Samen: Gemeint ist die Gute Nachricht von Jesus Christus. gesät.Ist es dann zu viel verlangt,wenn wir von euch irdische Gaben9,11 irdische Gaben: Gemeint ist der tägliche Lebensunterhalt wie Essen und Trinken. ernten wollen?

12Andere nehmen dieses Rechteuch gegenüber in Anspruch.Haben wir denn nichteinen viel größeren Anspruch darauf?Dennoch haben wir von diesem Rechtnie Gebrauch gemacht.Wir haben alles ertragen,um der Guten Nachricht9,12 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. von Christus9,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kein Hindernis in den Weg zu legen.

13Wisst ihr denn nicht:Wer den Tempeldienst9,13 Tempeldienst: Allgemein der Dienst am Tempel, nicht nur von Priestern, sondern auch von Helfern, Musikern und niederen Bediensteten. verrichtet,bekommt auch seinen Lebensunterhaltaus den Tempelabgaben9,13 Tempelabgabe: Abgabe, die jeder erwachsene männliche Jude an dem Tempel leisten musste. Davon wurde der Unterhalt der Tempelbediensteten bezahlt..Und wer am Altar9,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. seinen Dienst tut,bekommt einen Anteil von den Opfergaben9,13 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt..14Genauso hat es auch der Herr9,14 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. angeordnet:Wer die Gute Nachricht9,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet,soll auch von der Guten Nachricht9,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. leben können.

15Aber ich habe von diesen Rechten nie Gebrauch gemacht.Ich schreibe das auch nicht,damit man mir dies in Zukunft gewährt.Lieber würde ich sterben!Meinen Ruhm soll mir niemand nehmen!16Wenn ich die Gute Nachricht9,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkünde,erwarte ich keinen Ruhm.Ich muss es ja tun.Denn wie schrecklich wäre es für mich,die Gute Nachricht9,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. nicht zu verkünden!17Würde ich es nämlich aus eigenem Antrieb tun,müsste ich Lohn dafür bekommen.Tue ich es aber nicht aus eigenem Antrieb,dann bin ich wie ein unbezahlter Verwalter9,17 unbezahlter Verwalter: In der Antike wurden Sklaven als Verwalter eingesetzt. Sie hatten wichtige Vollmachten und vertraten ihren Herrn, bekamen für ihre Arbeit aber keinen Lohn..18Worin besteht nun mein Lohn?Mein Lohn ist,dass ich die Gute Nachricht9,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. ohne Bezahlung verkünde.Damit verzichte ich auf das Recht,das mir durch die Verkündigung der Guten Nachricht9,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zusteht.

Paulus als Vorbild: Die neue Freiheit

19Ich bin also von allen unabhängigund habe mich freiwilligselbst zum Diener9,19 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. für alle gemacht.Auf diese Weise will ich immer mehr Menschen gewinnen.20Für die Juden9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. lebe ich wie ein Jude9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. .So will ich die Juden9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. gewinnen.Für die, die das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgen,lebe ich wie jemand, der das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgt –und das,obwohl ich selbst nicht mehr dem Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterworfen bin.So will ich die gewinnen,die das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgen.21Für die, die das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennen,lebe ich wie jemand,der das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennt –und das,obwohl ich keineswegs ohne das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. Gottes lebe.Vielmehr lebe ich nach dem Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. von Christus9,21 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .So will ich die gewinnen,die das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennen.22Für die Schwachen bin ich selbst schwach geworden,damit ich die Schwachen gewinne.Für alle bin ich alles geworden,um wenigstens einige zu retten.23Das alles tue ich für die Gute Nachricht9,23 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.,damit ich selbst Anteil bekomme an dem,worum es in ihr geht.

Verzicht des Wettkämpfers zugunsten des großen Ziels

24Ihr wisst doch:Im Stadion laufen alle Läufer schnell,aber nur einer gewinnt den Preis9,24 Siegespreis: Der Siegeskranz, den der Sieger eines sportlichen Wettkampfes als Preis erhält..Lauft wie der,der ihn gewinnt!25Alle Wettkämpfer üben im täglichen Leben Verzicht.Sie tun es,um einen vergänglichen Siegeskranz9,25 Kranz, Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf dem Sieger wie eine Krone aufgesetzt. zu gewinnen.Aber wir tun es für einen unvergänglichen Siegeskranz9,25 Kranz, Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf dem Sieger wie eine Krone aufgesetzt..26So führt mein Wettlauf nicht ins Ungewisseund meine Fausthiebe gehen nicht in die Luft.27Im Gegenteil:Meine Schläge treffen meinen eigenen Körperund bringen ihn in meine Gewalt.Ich will nicht anderen etwas verkünden,bei dem ich selbst versage.