BasisBibel NT+Ps (BB)
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Paulus als Vorbild: Verzicht auf Ansprüche

91Seht mich an9,1 Seht mich an: »Seht mich an« ist erläuternder Zusatz.:Bin ich denn nicht frei in meinem Handeln?Bin ich etwa kein Apostel9,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. ?Habe ich nicht auchJesus9,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , unseren Herrn9,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., gesehen?Seid ihr nicht mein Werk,geschaffen aus der Verbundenheit mit dem Herrn9,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.?2Wenn ich auch für andere kein Apostel9,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. bin,so bin ich es doch wenigstens für euch.Denn ihr seid das Siegel9,2 Siegel: Stempel zum Eindruck eines Zeichens in weiche Masse, z. B. in ein Stück Siegellack.,das bestätigt:Aufgrund meiner Verbundenheit mit dem Herrn9,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.bin ich Apostel9,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. .

3Das ist meine Antwort an die Leute,die sich als Richter über mich aufspielen wollen:4Haben wir als Apostel nicht eigentlich Anspruch,Essen und Trinken zu erhalten?5Haben wir nicht sogar das Recht,eine Schwester9,5 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. als Ehefrau auf die Reisemitzunehmen?Das tun jedenfalls die anderen Apostel9,5 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. ,die Brüder des Herrn9,5 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.und auch Kephas9,5 Kephas: »Kephas« ist die aramäische Form des Namens »Petrus«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..6Oder sind Barnabas9,6 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf der ersten Missionsreise. und ich die Einzigen,die keinen Anspruch darauf haben,nicht für unseren Unterhalt arbeiten zu müssen?7Wer zieht denn als Soldat in den Kriegund zahlt sich auch noch selbst den Sold?Wer pflanzt einen Weinberg9,7 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. anund genießt seine Früchte nicht?Wer hütet Schafeund ernährt sich nicht von ihrer Milch?

8Berufe ich mich damit etwa nur auf das,was allgemein üblich ist9,8 was allgemein üblich ist: Wörtlich heißt es in Vers 8: »Berufe ich mich damit etwa nur auf menschliche Richtlinien?«?Sagt nicht sogar das Gesetz9,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. genau dasselbe?9Im Gesetz9,9 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. des Mose9,9 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. steht9,9 steht: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 25,4. nämlich:»Du sollst einem Ochsen9,9 Gespann: In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte.beim Dreschen9,9 Dreschen: Das Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren durch ein mit scharfkantigen Steinen besetztes Holzbrett, das von einem Ochsengespann gezogen wurde. nicht das Maul zubinden.«Geht es Gott dabei etwa um die Ochsen9,9 Gespann: In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte.?10Oder sagte er das nicht vielmehr wegen uns?Denn wegen uns heißt es9,10 heißt es: Die Herkunft des Zitats ist nicht zu bestimmen. Paulus schreibt wahrscheinlich in Anklang an verschiedene Worte aus dem Alten Testament einen Satz in der Form eines Sprichworts aus der Weisheit. Vgl. z. B. Sirach 6,19. in der Heiligen Schrift9,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Wer pflügt9,10 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens.,soll das mit Hoffnung tun.Und wer drischt9,10 Dreschen: Das Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren durch ein mit scharfkantigen Steinen besetztes Holzbrett, das von einem Ochsengespann gezogen wurde. ,in der Erwartung,seinen Anteil am Ertrag zu bekommen.«11Wir haben bei euch geistlichen Samen9,11 geistlicher Samen: Gemeint ist die Gute Nachricht von Jesus Christus. gesät.Ist es dann zu viel verlangt,wenn wir von euch irdische Gaben9,11 irdische Gaben: Gemeint ist der tägliche Lebensunterhalt wie Essen und Trinken. ernten wollen?

12Andere nehmen dieses Rechteuch gegenüber in Anspruch.Haben wir denn nichteinen viel größeren Anspruch darauf?Dennoch haben wir von diesem Rechtnie Gebrauch gemacht.Wir haben alles ertragen,um der Guten Nachricht9,12 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. von Christus9,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kein Hindernis in den Weg zu legen.

13Wisst ihr denn nicht:Wer den Tempeldienst9,13 Tempeldienst: Allgemein der Dienst am Tempel, nicht nur von Priestern, sondern auch von Helfern, Musikern und niederen Bediensteten. verrichtet,bekommt auch seinen Lebensunterhaltaus den Tempelabgaben9,13 Tempelabgabe: Abgabe, die jeder erwachsene männliche Jude an dem Tempel leisten musste. Davon wurde der Unterhalt der Tempelbediensteten bezahlt..Und wer am Altar9,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. seinen Dienst tut,bekommt einen Anteil von den Opfergaben9,13 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt..14Genauso hat es auch der Herr9,14 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. angeordnet:Wer die Gute Nachricht9,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet,soll auch von der Guten Nachricht9,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. leben können.

15Aber ich habe von diesen Rechten nie Gebrauch gemacht.Ich schreibe das auch nicht,damit man mir dies in Zukunft gewährt.Lieber würde ich sterben!Meinen Ruhm soll mir niemand nehmen!16Wenn ich die Gute Nachricht9,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkünde,erwarte ich keinen Ruhm.Ich muss es ja tun.Denn wie schrecklich wäre es für mich,die Gute Nachricht9,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. nicht zu verkünden!17Würde ich es nämlich aus eigenem Antrieb tun,müsste ich Lohn dafür bekommen.Tue ich es aber nicht aus eigenem Antrieb,dann bin ich wie ein unbezahlter Verwalter9,17 unbezahlter Verwalter: In der Antike wurden Sklaven als Verwalter eingesetzt. Sie hatten wichtige Vollmachten und vertraten ihren Herrn, bekamen für ihre Arbeit aber keinen Lohn..18Worin besteht nun mein Lohn?Mein Lohn ist,dass ich die Gute Nachricht9,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. ohne Bezahlung verkünde.Damit verzichte ich auf das Recht,das mir durch die Verkündigung der Guten Nachricht9,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zusteht.

Paulus als Vorbild: Die neue Freiheit

19Ich bin also von allen unabhängigund habe mich freiwilligselbst zum Diener9,19 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. für alle gemacht.Auf diese Weise will ich immer mehr Menschen gewinnen.20Für die Juden9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. lebe ich wie ein Jude9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. .So will ich die Juden9,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. gewinnen.Für die, die das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgen,lebe ich wie jemand, der das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgt –und das,obwohl ich selbst nicht mehr dem Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterworfen bin.So will ich die gewinnen,die das Gesetz9,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgen.21Für die, die das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennen,lebe ich wie jemand,der das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennt –und das,obwohl ich keineswegs ohne das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. Gottes lebe.Vielmehr lebe ich nach dem Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. von Christus9,21 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .So will ich die gewinnen,die das Gesetz9,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht kennen.22Für die Schwachen bin ich selbst schwach geworden,damit ich die Schwachen gewinne.Für alle bin ich alles geworden,um wenigstens einige zu retten.23Das alles tue ich für die Gute Nachricht9,23 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.,damit ich selbst Anteil bekomme an dem,worum es in ihr geht.

Verzicht des Wettkämpfers zugunsten des großen Ziels

24Ihr wisst doch:Im Stadion laufen alle Läufer schnell,aber nur einer gewinnt den Preis9,24 Siegespreis: Der Siegeskranz, den der Sieger eines sportlichen Wettkampfes als Preis erhält..Lauft wie der,der ihn gewinnt!25Alle Wettkämpfer üben im täglichen Leben Verzicht.Sie tun es,um einen vergänglichen Siegeskranz9,25 Kranz, Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf dem Sieger wie eine Krone aufgesetzt. zu gewinnen.Aber wir tun es für einen unvergänglichen Siegeskranz9,25 Kranz, Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf dem Sieger wie eine Krone aufgesetzt..26So führt mein Wettlauf nicht ins Ungewisseund meine Fausthiebe gehen nicht in die Luft.27Im Gegenteil:Meine Schläge treffen meinen eigenen Körperund bringen ihn in meine Gewalt.Ich will nicht anderen etwas verkünden,bei dem ich selbst versage.
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Warnung vor Selbstsicherheit

101Ich will euch nämlich nicht in Unkenntnis lassen,Brüder und Schwestern10,1 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. :Unsere Vorfahren befanden sich alle unter dem Schutz der Wolke10,1 befanden sich alle unter dem Schutz der Wolke: Die Wolkensäule bedeutet Schutz und Gegenwart Gottes, vgl. Weisheit 19,7 und Psalm 105,39; nach 2. Mose/Exodus 13,21-22 und 2. Mose/Exodus 14,19-20 zog beim Auszug aus Ägypten eine Wolkensäule vor den Israeliten her.und alle zogen durch das Meer hindurch10,1 alle zogen durch das Meer hindurch: Der Durchzug durch das Rote Meer bedeutet für Israel die Rettung durch Gott, vgl. Weisheit 19,7; 2. Mose/Exodus 14,22..2Alle haben in der Wolke und im Meer10,2 Rotes Meer: Gemeint ist das sog. Schilfmeer. Der Ort, wo die Israeliten beim Auszug aus Ägypten auf wundersame Weise durch Gott vor den Ägyptern gerettet wurden, die sie verfolgten.die »Taufe« auf Mose10,2 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. empfangen.3Alle haben dieselbe Speise gegessen10,3 Alle haben dieselbe Speise gegessen: Gemeint ist das Manna, das Gott den Israeliten in der Wüste als tägliche Nahrung gab, vgl. 2. Mose/Exodus 16,4-36.,durch die Gottes Geist wirkte10,3 durch die Gottes Geist wirkte: Wörtlich lautet der Vers 3: »Und alle haben dieselbe geistliche Speise gegessen.«.4Und alle haben denselben Trank getrunken10,4 alle haben denselben Trank getrunken: Gemeint ist das Wasser, das Mose durch einen Schlag mit dem Stock aus dem Felsen sprudeln ließ, vgl. 2. Mose/Exodus 17,1-6 und 4. Mose/Numeri 20,2-11.,durch den Gottes Geist wirkte10,4 durch den Gottes Geist wirkte: Wörtlich heißt es in Vers 4: »Und alle haben denselben geistlichen Trank getrunken.«.Sie tranken ja alle aus einem Felsen,durch den Gottes Geist wirkte10,4 durch den Gottes Geist wirkte: Wörtlich heißt es in Vers 4: »Denn sie tranken alle aus einem geistlichen Felsen«..Dieser Felsen ging mit ihnen.Und dieser Felsen war Christus10,4 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .5Aber trotzdem konnte Gott nicht einverstanden sein,wie die meisten von ihnen sich verhielten.Er ließ sie in der Wüste10,5 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. sterben.

6Aber für uns sind diese Ereignisseein warnendes Beispiel.Wir sollen nicht darauf aus sein,Böses zu tun –so wie sie darauf aus waren.7Ihr sollt auch keine Götzen verehren,wie ein Teil von ihnen.Denn in der Heiligen Schrift10,7 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht10,7 steht: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 32,6.:»Das Volk setzte sich nieder,um zu essen und zu trinken.Dann standen sie wieder auf, um zu tanzen.«8Wir sollen auch keineverbotenen sexuellen Beziehungen habenwie einige von ihnen:Damals gingen an einem Tag 23.000 Menschen zugrunde10,8 Damals gingen an einem Tag 23.000 Menschen zugrunde: Paulus spielt auf die Ereignisse von 4. Mose/Numeri 25,1-9 an, wo allerdings von 24.000 Menschen die Rede ist. Die Zahl 23.000 geht möglicherweise auf 4. Mose/Numeri 26,62 zurück..9Ebenso wenig sollen wir Christus10,9 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. auf die Probe stellen,wie einige von ihnen es getan haben:Sie kamen durch Schlangen um10,9 Sie kamen durch Schlangen um: Paulus bezieht sich auf die Ereignisse von 4. Mose/Numeri 21,5-6.!10Ihr sollt euch auch nicht über Gott beschwerenwie einige von ihnen:Sie wurden vom Todesengel umgebracht10,10 Sie wurden vom Todesengel umgebracht: Das genaue Ereignis, auf das Paulus sich bezieht, ist unklar. Am ehesten kommen 4. Mose/Numeri 17,6-15 oder 2. Mose/Exodus 14,11-12 in der griechischen Übersetzung in Frage. Die Gestalt des Todesengels geht vielleicht auf Weisheit 18,20-25 zurück..

11Das alles geschah mit ihnen als warnendes Beispiel.Es wurde aber aufgeschrieben,um uns als Mahnung zu dienen.Denn uns steht ja das Ende der Zeiten bevor.12Wer glaubt, dass er fest steht,soll also aufpassen,dass er nicht zu Fall kommt.13Die Probe, auf die ihr gestellt wurdet,hat das menschliche Maß noch nicht überschritten.Aber Gott ist treu.Er wird nicht zulassen,dass die Prüfung über das hinausgeht,was ihr ertragen könnt.Und wenn ihr auf die Probe gestellt werdet,wird er gleichzeitig dafür sorgen,dass ihr sie bestehen könnt.

Teilnahme am Götzenopfer und am Mahl des Herrn sind unvereinbar

14Darum, meine Lieben,hütet euch davor,Götzen zu verehren.15Ich rede doch zu verständigen Menschen!Beurteilt selbst, was ich sage.16Gibt uns der Segensbecher– also der Becher10,16 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. ,über den wir den Segen10,16 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. sprechen –nicht Anteil am Blut10,16 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Christus10,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ?Gibt uns das Brot10,16 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das wir brechen10,16 Brotbrechen: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. ,nicht Anteil am Leib von Christus10,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ?17Es ist ein Brot10,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .Deshalb sind wir ein Leib,auch wenn wir viele sind.Denn wir alle essen von dem einen Brot10,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .18Seht doch,wie es bis heute10,18 bis heute: Wörtlich heißt es in Vers 18: »wie es beim Israel nach dem Fleisch ist«, d. h. bei dem konkreten, irdischen Volk Israel. beim Volk Israel10,18 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ist:Haben nicht alle,die vom Opfer10,18 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. essen,Anteil an dem Gott10,18 Anteil an dem Gott: Wörtlich heißt es in Vers 18: »Haben nicht alle, die vom Opfer essen, Anteil am Altar?«,dem das Opfer10,18 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht wird?

19Was will ich damit über das Fleisch sagen,das von einem Opfer10,19 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. für Götzen stammt?Etwa, dass dieses Fleisch etwas bedeutet?Oder gar,dass der Götze selbst von Bedeutung ist?20Nein!Aber was die Götzenverehrer opfern10,20 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.,das opfern10,20 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. sie den Dämonen10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. und nicht Gott.Ich will aber nicht,dass ihr Anteil an Dämonen10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. bekommt!21Ihr könnt nicht aus dem Becher10,21 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. des Herrn10,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. trinkenund zugleich aus dem Becher10,21 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. der Dämonen10,21 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn10,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. essenund zugleich am Tisch der Dämonen10,21 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .22Oder wollen wir den Herrn10,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. herausfordern?Sind wir etwa stärker als er?

Weiter zur Frage nach dem Verzehr von Fleisch aus Götzenopfern

23»Man darf alles!10,23 Man darf alles!: Paulus greift noch einmal das Schlagwort aus 1. Korinther 6,12 auf.« –aber nicht alles ist gut für euch.»Man darf alles!10,23 Man darf alles!: Paulus greift noch einmal das Schlagwort aus 1. Korinther 6,12 auf.« –aber nicht alles baut die Gemeinde auf.24Denkt nicht nur an euch selbst,sondern auch an die anderen!

25Ihr könnt alles Fleisch essen,das auf dem Markt10,25 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. verkauft wird.Ihr braucht dazu nicht erst nachzuforschen10,25 nachzuforschen: Woher das Fleisch kommt.,um ein gutes Gewissen zu haben.26Denn10,26 Denn: In diesem Vers wird Psalm 24,1 zitiert. Vgl. auch Psalm 89,12.:»Dem Herrn10,26 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. gehört die Erde mit allem,was sie erfüllt.«27Angenommen, ihr habteine Einladung bei einem Ungläubigenund ihr wollt sie annehmen.Dann könnt ihr dort alles essen,was euch vorgesetzt wird.Ihr braucht dazu nicht erst nachzuforschen10,27 nachzuforschen: Woher das Fleisch kommt.,um ein gutes Gewissen zu haben.28Aber angenommen, jemand sagt zu euch:»Das ist Fleisch von einem Götzenopfer!«Dann esst es nicht.Nehmt Rücksicht auf den,der euch darauf hingewiesen hat,und auf das Gewissen!29– Ich meine nicht euer Gewissen,sondern das des anderen.Denn warum sollte das Gewissen eines anderensich zum Richter über meine Freiheit aufspielen können?30Wenn ich etwas mit Dankbarkeit esse,darf mich niemand für das tadeln,wofür ich Dank sage.

31Wie gesagt:Ob ihr esst oder trinktoder etwas anderes tut,tut alles zur Ehre10,31 Ehre, ehren: Das Ansehen bzw. die Bedeutung Gottes oder eines Menschen. Jemanden ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es diesem Ansehen entspricht. Gottes!32Bietet niemandem einen Anlass,sich über euch zu ärgern:weder den Juden10,32 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. noch den Griechen10,32 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache.noch der Gemeinde Gottes.33Macht es so wie ich:Ich nehme immer auf alle Rücksicht.Ich suche nicht meinen eigenen Vorteil,sondern den Vorteil der anderen,damit sie gerettet werden.
11111Nehmt mich zum Vorbild,wie ich Christus11,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. zum Vorbild nehme!

Missstände im Gottesdienst

Anweisungen für die Frauen: Den Kopf im Gottesdienst verhüllen

2Ich muss euch loben:Ihr denkt stets an michund haltet an den Überlieferungen fest,die ich euch weitergegeben habe.3Ich möchte aber,dass ihr Folgendes wisst:Über jedem Mann steht Christus11,3 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. als sein Haupt11,3 Haupt: Das Haupt weist den Weg, den der ganze Mensch folgen soll!,über der Frau ihr Mann als ihr Haupt11,3 Haupt: Das Haupt weist den Weg, den der ganze Mensch folgen soll!.Über Christus11,3 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. aber steht Gott als sein Haupt.4Ein Mann entehrt sein Haupt,wenn er beim Beten11,4 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.oder bei der prophetischen11,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Redeseinen Kopf bedeckt.5Eine Frau dagegen entehrt ihr Haupt,wenn sie beim Beten11,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.oder bei der prophetischen11,5 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Redeihren Kopf nicht verhüllt.Denn das ist genauso,als ob sie kahl geschoren wäre.6Wenn eine Frau sich nicht verhüllen will,soll sie sich die Haare doch gleich abschneiden lassen!Nun ist es aber für die Frau eine Schande,wenn sie die Haare abgeschnitten bekommt.Genauso wenn ihr Kopf kahl geschoren wird.Deshalb soll sie sich lieber verhüllen!

7Der Mann soll seinen Kopf nicht verhüllen.Denn er ist Abbild Gottesund spiegelt dessen Herrlichkeit11,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. wider.Die Frau dagegenspiegelt die Herrlichkeit11,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Mannes wider.8Denn der Mann wurde nicht aus der Frau geschaffen11,8 geschaffen: Paulus bezieht sich auf 1. Mose/Genesis 2,21-23.,sondern die Frau aus dem Mann.9Der Mann wurde auch nicht für die Frau erschaffen,sondern die Frau für den Mann.10Deshalb –und wegen der Engel11,10 wegen der Engel: Die Engel sind als Diener Gottes beim Gottesdienst anwesend und wachen über die Einhaltung der göttlichen Ordnung. Vgl. auch die griechische Übersetzung von Psalm 138,1: »ich will dich preisen vor den Engeln«.soll die Frau ihren Kopf verhüllenals Zeichen für die Vollmacht dessen,der über ihr steht.11In Verbundenheit mit dem Herrn11,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. gilt:Es gibt die Frau nicht ohne den Mannund den Mann nicht ohne die Frau.12Denn wie die Frau aus dem Mann geschaffen ist,so wird der Mann von der Frau geboren.Aber alles kommt von Gott her.

13Urteilt selbst:Gehört es sich,dass eine Frau ohne Kopfbedeckung zu Gott betet11,13 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.?14Das lehrt euch doch schon die Natur:Es ist eine Schande für einen Mann,die Haare lang zu tragen.15Aber für eine Frau ist es eine Ehre,lange Haare zu haben.Sie hat das Haar ja als Umhang bekommen.16Falls aber wirklich noch jemandauf seiner Meinung beharren will,kann ich nur sagen:So etwas ist weder bei unsnoch bei den Gemeinden Gottes üblich.

Missstände bei der Feier des Abendmahls

17Aber da ist noch eine Sache,zu der ich euch Anweisungen geben muss.Und in dieser Hinsicht kann ich euch nicht loben:Ihr kommt nämlich nicht zu eurem Wohl zusammen,sondern zu eurem Schaden!18Vor allem geht es um Folgendes:Wie ich höre,gibt es verschiedene Lager,wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt.Zum Teil glaube ich das auch.19Es kann ja gar nicht anders sein,als dass es verschiedene Parteien bei euch gibt.Nur so zeigt sich,wer von euch sich bewährt.20Wenn ihr zusammenkommt,hat das nichtsmit dem vom Herrn eingesetzten Mahl11,20 Abendmahl, vom Herrn eingesetztes Mahl: Christliche Mahlfeier zur Erinnerung an das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz feierte. zu tun.21Denn wenn es ans Essen geht,hält jeder sein eigenes Mahl11,21 eigenes Mahl: Im Gegensatz zum gemeinschaftlichen Mahl, das der Herr eingesetzt hat. Es ist nicht sicher zu entscheiden, ob die Korinther dabei zeitlich nacheinander (die einen früher, die anderen – vor allem die Ärmeren – später) gegessen haben, oder ob jeder nur seine selbst mitgebrachten Speisen verzehrt hat..Der eine ist noch hungrig,der andere schon betrunken.22Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken?Oder missachtet ihr die Gemeinde Gottesund wollt die herabsetzen,die nichts dabeihaben?Was soll ich zu euch sagen?Soll ich euch dafür etwa noch loben?Nein, dafür lobe ich euch nicht!

Die Überlieferung vom letzten Abendmahl

23Denn ich habe selbst vom Herrn11,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.eine Überlieferung empfangen.Und die habe ich euch weitergegeben11,23 weitergegeben: Die Worte von Jesus stehen so fast wörtlich in Lukas 22,19-20. Der ganze Bericht über das Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern wird auch in Matthäus 26,26-30; Markus 14,22-25 und Lukas 22,14-20 erzählt. Im Johannesevangelium finden sich ähnliche Worte im Zusammenhang der Rede von Jesus über das Brot des Lebens in Johannes 6,52-59.:

In der Nacht,in der er verraten11,23 verraten: Gemeint ist der Verrat durch Judas (Matthäus 26,14-16; Markus 14,10-11; Lukas 22,3-6; Johannes 13,21-30) und die Verhaftung von Jesus (Matthäus 26,47-50; Markus 14,43-47; Lukas 22,47-48; Johannes 18,1-9). wurde,nahm der Herr11,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus11,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das Brot11,23 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .24Er sprach das Dankgebet11,24 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. ,brach das Brot11,24 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stückeund sagte:»Das ist mein Leib für euch.Tut das immer wiederzur Erinnerung an mich!«25Genauso nahm Jesus11,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach dem Essen den Becher11,25 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und sagte:»Dieser Becher11,25 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. steht für den neuen Bund11,25 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den Gott mit den Menschen schließt.Er kommt zustande durch mein Blut11,25 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. .Tut das immer wieder,sooft ihr aus dem Becher11,25 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. trinkt,zur Erinnerung an mich!«26Denn sooft ihr dieses Brot11,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel esstund aus diesem Becher11,26 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. trinkt,verkündet ihr den Tod des Herrn11,26 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.so lange, bis er wiederkommt!

Anweisungen zur Feier des Abendmahls

27Deshalb gilt:Wer auf unwürdige Weise11,27 auf unwürdige Weise: Z. B. so wie in 1. Korinther 11,20-22 geschildert. das Brot11,27 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel isstoder aus dem Becher11,27 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. des Herrn11,27 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. trinkt,der macht sich schuldig –und zwar am Leib und am Blut11,27 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. des Herrn11,27 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..28Jeder Mensch soll das für sich selbst überprüfen!Und nur wenn er besteht,soll er vom Brot11,28 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel essenund aus dem Becher11,28 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. trinken!29Denn wer isst und trinkt,ohne zu beachten,dass es sich um den Leib des Herrn handelt –für den gilt:Mit diesem Essen und Trinkenspricht er sich selbst das Urteil.30Das ist auch der Grund,warum es bei euch so viele Schwache und Kranke gibt.Ja, manche sind sogar schon gestorben.

31Würden wir uns selbst richtig prüfen,dann müsste der Herr11,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. nicht das Urteil über uns sprechen.32Sein Urteil dient dazu,uns zurechtzuweisen.Damit verhindert er,dass wir zusammen mit dieser Welt11,32 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. endgültig verurteilt werden.

33Deshalb, liebe Brüder und Schwestern11,33 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,gebe ich euch die Anweisung:Wartet aufeinander,wenn ihr zum Essen zusammenkommt!34Wer Hunger hat,soll zu Hause essen,damit eure Zusammenkunft nichtzu eurer Verurteilung führt.

Alles Weitere werde ich regeln,wenn ich komme.