BasisBibel (BB)
5

Jesus lehrt und handelt in Vollmacht

Lukas 5,1–6,16

Die ersten Jünger

Matthäus 4,18-22; Markus 1,16-20; Johannes 21,1-11
51Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.und wollte hören, wie er Gottes Wort verkündete.Jesus stand am See Gennesaret5,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..2Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten die Netze.3Jesus stieg in das Boot, das Simon5,3 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. gehörte.Er bat Simon, ein Stück vom Ufer wegzufahren.Dann setzte er sichund lehrte die Leute vom Boot aus.

4Als Jesus5,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Rede beendet hatte,sagte er zu Simon5,4 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird.: »Fahre hinaus in tieferes Wasser!Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen.«5Simon antwortete:»Meister5,5 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., wir haben die ganze Nacht hart gearbeitetund nichts gefangen.Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.«6Simon und seine Leute warfen die Netze aus.Sie fingen so viele Fische,dass ihre Netze zu reißen drohten.7Sie winkten die Fischer im anderen Boot herbei.Sie sollten kommen und ihnen helfen.Zusammen beluden sie beide Boote,bis sie fast untergingen.

8Als Simon Petrus5,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. das sah,fiel er vor Jesus5,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf die Knie und sagte:»Herr5,8 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., geh fort von mir!Ich bin ein Mensch, der voller Schuld5,8 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. ist!«9Denn er und die anderen, die dabei waren,waren sehr erschrocken.So riesig war der Fang, den sie gemacht hatten.10Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus,erging es ebenso.Die beiden arbeiteten eng mit Simon zusammen.Jesus sagte zu Simon: »Hab keine Angst!Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!«11Da zogen sie die Boote an Land,ließen alles zurück und folgten5,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Markus 1,40-45
12Einmal war Jesus5,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in einer Stadt.Dort traf er einen Mann,der am ganzen Körper Aussatz5,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. hatte.Als der Jesus sah,warf er sich vor ihm nieder und bat ihn:»Herr5,12 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., wenn du willst, kannst du mich rein5,12 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. machen.«13Da streckte Jesus die Hand aus,berührte ihn und sagte: »Ich will. Sei rein!«Im selben Augenblickverschwand der Aussatz bei dem Mann.14Jesus befahl ihm: »Erzähle niemandem davon.Geh, zeige dich dem Priester5,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und bring die Opfer5,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.,um deine Reinheit wiederherzustellen.So hat Mose es vorgeschrieben5,14 Mose hat es vorgeschrieben: Die Anweisungen für die Opfer anlässlich einer Heilung von Aussatz finden sich in 3. Mose/Levitikus 14,1-32..Dadurch sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«

15Darauf verbreitete sichdie Nachricht von Jesus5,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. noch weiter.Die Leute strömten in Scharen herbei, um ihn zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.16Aber Jesus zog sich immer wiederin einsame Gegenden zurück und betete5,16 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. dort.

Jesus vergibt Sünden und heilt

Matthäus 9,1-8; Markus 2,1-12
17Einmal in diesen Tagen, als Jesus5,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. lehrte,saßen unter den Zuhörernauch Pharisäer5,17 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Schriftgelehrte5,17 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..Aus allen Dörfern in Galiläa5,17 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. und Judäa5,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und auch aus Jerusalem5,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. waren sie gekommen.Die Kraft des Herrn5,17 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. war mit Jesus,sodass er Kranke heilte.18Da brachten Männer einen Gelähmtenauf einer Trage herbei.Sie wollten ihn in das Haus5,18 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. bringenund vor Jesus niederlegen.19Aber wegen der Volksmengefanden sie keine Möglichkeit, ihn hineinzutragen.Deshalb stiegen sie auf das Dach5,19 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt.und deckten einige Ziegel ab.Dann ließen sie den Gelähmten auf der Trage hinunter –mitten in den Raum, genau vor Jesus.20Jesus sah, wie groß ihr Glaube5,20 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. war, und sagte:»Du Mensch, deine Sünden5,20 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind dir vergeben.«

21Da überlegten die Schriftgelehrten5,21 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Pharisäer5,21 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.:»Wer ist das eigentlich?Was er da sagt, ist Gotteslästerung5,21 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.!Nur Gott allein kann Sünden5,21 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.«22Doch Jesus5,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wusste, was sie dachten.Er sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?23Was ist einfacher?Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹,oder ›Steh auf und geh umher‹?24Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn5,24 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:»Ich sage dir: Steh auf,nimm deine Trage und geh nach Hause.«25Sofort stand er auf – vor ihren Augen.Er nahm seine Trage, auf der er gelegen hatte,und ging nach Hause. Dabei lobte er Gott.26Alle Anwesenden gerieten außer sich.Auch sie lobten Gott.Furcht erfüllte sie, und sie sagten:»Was für unglaubliche Dinge haben wir heute gesehen!«

Jesus beruft Levi und isst mit Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Markus 2,13-17
27Danach verließ Jesus5,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das Haus.Da sah er einen Zolleinnehmer5,27 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. mit Namen Levi.Der saß an seiner Zollstation5,27 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichteter Haltepunkt, an dem die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden..Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge5,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«28Da ließ Levi alles zurück, stand auf und folgte ihm.29Später gab Levi in seinem Hausein großes Festessen für Jesus.Viele Zolleinnehmer und andere Gäste aßen mit ihnen.30Da beschwerten sich die Pharisäer5,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und die Schriftgelehrten5,30 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. unter ihnenbei den Jüngern5,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Jesus:»Warum esst und trinkt ihrmit Zolleinnehmern und Sündern?«31Jesus antwortete:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.32Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten5,32 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. aufzurufen, ihr Leben zu ändern,sondern die Sünder5,32 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Matthäus 9,14-17; Markus 2,18-22
33Darauf sagten die Pharisäer5,33 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und Schriftgelehrten5,33 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. zu Jesus:»Die Jünger von Johannes5,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. fasten5,33 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. regelmäßigund sprechen ihre Gebete.Genauso machen es unsere Jünger.Aber deine Jünger5,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. essen und trinken.«34Jesus5,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen:»Wollt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen,solange der Bräutigam5,34 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?35Es wird aber eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.In dieser Zeit werden sie fasten.«

36Jesus5,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erzählte ihnen noch ein Gleichnis5,36 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Niemand schneidet Stoff von einem neuen Mantel5,36 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. abund näht ihn auf einen alten.Sonst zerschneidet er den neuen Mantel,aber der Flicken passt nicht zu dem alten.37Und niemand füllt neuen Wein5,37 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche5,37 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente..Sonst bringt der neue Weindie alten Schläuche zum Platzen.Der Wein läuft aus,und die Schläuche werden unbrauchbar.38Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.39Und niemand, der alten Wein getrunken hat,will neuen Wein haben.Denn er sagt: ›Der alte ist besser.‹«
Lutherbibel 2017 (LU17)
5

Der Fischzug des Petrus

(Mt 4,18-22; Mk 1,16-20)

51Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth. 2Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

4

5,4
Joh 21,3-11
Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. 6Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir!
5,8
Lk 18,13
Ich bin ein sündiger Mensch. 9Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11Und sie brachten die Boote ans Land und
5,11
Lk 18,28
verließen alles und folgten ihm nach.

Die Heilung eines Aussätzigen

(Mt 8,1-4; Mk 1,40-45)

12Und es begab sich, als er in einer der

5,12
Lk 4,43
Städte war, siehe, da war ein Mann voller Aussatz. Als der Jesus sah, fiel er nieder auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen. 13Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will’s tun, sei rein! Und sogleich wich der Aussatz von ihm. 14Und er gebot ihm, dass er’s niemandem sagen sollte.
5,14
3. Mose 14,2-32
Geh aber hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

15Aber die Kunde von ihm

5,15
Lk 4,1437
breitete sich immer weiter aus, und es kam eine große Menge zusammen, zu hören und gesund zu werden von ihren Krankheiten. 16Er aber entwich in die Einöde und betete.
5,16
Lk 6,12
9,18
22,41
Mk 1,35

Die Heilung eines Gelähmten und die Vollmacht zur Sündenvergebung

(Mt 9,1-8; Mk 2,1-12)

17Und es begab sich eines Tages, als er lehrte, dass auch Pharisäer und Lehrer des Gesetzes dasaßen, die gekommen waren aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa und aus Jerusalem. Und

5,17
Lk 6,19
die Kraft des Herrn war mit ihm, dass er heilen konnte. 18Und siehe, einige Männer brachten einen Menschen auf einem Bett; der war gelähmt. Und sie versuchten, ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. 19Und weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie vor Jesus. 20Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch,
5,20
Lk 1,77
7,48
deine Sünden sind dir vergeben.

21Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sprachen: Wer ist der, dass er Gotteslästerungen redet?

5,21
Lk 7,49
Ps 130,4
Jes 43,25
55,7
Wer kann Sünden vergeben als allein Gott? 22Als aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen? 23Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 24
5,24
Joh 5,8-9
Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat auf Erden, Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!

25Und sogleich stand er auf vor ihren Augen und nahm das Bett, auf dem er gelegen hatte, und ging heim und pries Gott. 26Und sie entsetzten sich alle und priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.

Die Berufung des Levi und das Mahl mit den Zöllnern

(Mt 9,9-13; Mk 2,13-17)

27Und danach ging er hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.

29Und Levi richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Haus, und

5,29
Lk 15,1
viele Zöllner und andre saßen mit ihm zu Tisch. 30Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu seinen Jüngern: Warum
5,30
Lk 7,34
15,2
19,7
esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 32Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
5,32
Lk 19,10

Die Frage nach dem Fasten

(Mt 9,14-17; Mk 2,18-22)

33Sie aber sprachen zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso

5,33
Lk 18,12
die Jünger der Pharisäer; aber deine Jünger essen und trinken.
5,33
Lk 7,33-34
34Jesus sprach aber zu ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? 35Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.

36Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand reißt einen Lappen von einem neuen Kleid und flickt ihn auf ein altes Kleid; sonst zerreißt man das neue und der Lappen vom neuen passt nicht auf das alte. 37Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der neue Wein die Schläuche und wird verschüttet, und die Schläuche verderben. 38Sondern neuen Wein soll man in neue Schläuche füllen. 39Und niemand, der vom alten Wein trinkt, will neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.