2 Makkabäer 6
Der König erzwingt die Verehrung seines Gottes
Gott meint es gut mit seinem Volk
Ein alter Mann wird auf die Probe gestellt
Sachwissen
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7.04. Die Makkabäerbücher
Von den vier in der Septuaginta überlieferten Makkabäerbüchern hat die christliche Kirche das erste und zweite als inspiriert angesehen und daher in ihren Kanon aufgenommen. Der Name der Bücher ist eine spätere Sammelbezeichnung, die erst aus christlicher Zeit belegt ist. Sie orientiert sich an dem Titelhelden Judas, der nach 1Makk 2,4 den Beinamen der Makkabäer hat, was etwa „der Hammerartige“ bedeuten kann. (Daher rührt auch der Name für die ganze Aufstandsbewegung.) Der ursprüngliche Name des ersten Buches war möglicherweise „(Buch des) Fürsten des Hauses der Söhne der Mutigen“, so ist er jedenfalls bei dem Kirchenvater Origenes belegt.
7.04.02. Das 2. Buch der Makkabäer (2Makk)
Das zweite Makkabäerbuch behandelt einen deutlich kürzeren Zeitraum als das erste Buch; es beschäftigt sich nur mit Ereignissen vom Ende der Regierungszeit des Seleukos IV. (Vorgänger des Antiochus IV. Epiphanes) 187 v. Chr. bis zum Sieg der aufständischen Juden über den Seleukiden Nikanor im Jahre 161 v. Chr., kurz vor dem Tode des Judas Makkabäus. Obwohl das Interesse des zweiten Buches stärker als das des ersten auf theologische Themen gerichtet ist, sind ihm doch wichtige historische Informationen zu entnehmen. So ist der Darstellung der ersten Phasen der Auseinandersetzung um die Hellenisierung des Kults in Jerusalem zu entnehmen, dass es sich hier vor allem um eine innerjüdische Auseinandersetzung gehandelt hat. Im ersten Buch werden undifferenziert die syrischen Seleukiden verantwortlich gemacht.
Gesetz
Das Judentum bezeichnete die fünf Mosebücher als »Gesetz« (Tora = Weisung) und umschrieb das Alte Testament mit »das Gesetz und die Propheten« (vgl. Mt 5,17; 7,12; 22,40; Röm 3,21). Der Begriff »Gesetz« konnte aber auch auf das ganze Alte Testament ausgedehnt werden. Seit der Zeit Esras (vgl. Neh 8–10) bestimmte das Mosegesetz das gesamte Leben des jüdischen Volkes und grenzte es streng gegen die übrigen Völker ab. Von besonderer Bedeutung wurden dafür die Gesetze über die → Beschneidung und den → Sabbat sowie die Reinheitsvorschriften (→ rein). Die Frage nach der bleibenden Geltung des Mosegesetzes führte in der Urchristenheit zu ernsten Auseinandersetzungen (Apg 15; Gal 2).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Zeus
In der griechisch-römischen Religion oberster Gott, Beherrscher von Himmel und Erde und Göttervater.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Schweinefleisch
Gesetzeslehrer
(in anderen Übersetzungen »Schriftgelehrte«) Ausgebildete und ordinierte jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des → Gesetzes war. Da die fünf Mose-Bücher auch als Gesetzessammlung für das bürgerliche Leben galten, waren diese Theologen zugleich Juristen. Sie traten erst in der Zeit nach dem babylonischen → Exil auf, als das religiöse Gesetz für das Leben der Juden eine immer größere Bedeutung gewann. Ihr großes Vorbild war Esra (vgl. Esra 7,6.10.25; → Lehrer [1]); erste schriftliche Erwähnung finden sie in den Makkabäer-Büchern (1 Makk 7,12; 2 Makk 6,18).
Beschneidung, beschneiden, beschnitten
Die Beschneidung ist für Israel Zeichen des → Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Vollzogen wird sie durch das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied, nach Gen 17,9-14 am 8. Tag nach der Geburt.
Samarien, Samariter
Nach der Eroberung des Nordreiches → Israel durch die → Assyrer errichteten diese auf dem alten Reichsgebiet eine Provinz, die nach Samaria, der bisherigen Hauptstadt des Landes, den Namen Samarien erhielt (2 Kön 17,24). Sie bestand in allen Nachfolgereichen der Assyrer bis hin zu den → Seleukiden als Provinz bzw. Verwaltungseinheit weiter und ging dann im Königreich der → Makkabäer und später von Herodes d.Gr. (→ Herodes [1])auf. Zur Zeit von Jesus ist das Gebiet zusammen mit → Judäa und Idumäa Teil einer römischen Präfektur (→ Statthalter).
Sabbat
Der Sabbat ist der Schlusstag der siebentägigen Woche, die erstmals bei den Israeliten nachweisbar ist. Zunächst ist für diesen Tag lediglich Arbeitsruhe vorgeschrieben (Ex 20,9-11par). Doch wurde der Tag, vielleicht mitbestimmt durch die an diesem Tag gehaltenen Gottesdienste, im Bewusstsein der Israeliten mehr und mehr zu einem ausschließlich Gott geweihten Tag und in der Zeit nach dem babylonischen → Exil neben der → Beschneidung zu einem Unterscheidungsmerkmal Israels von anderen Völkern und zu einem Zeichen des → Bundes zwischen Israel und seinem Gott (Neh 10,32; 13,15-22; Jes 56,1-8).
Altar
Opfertisch im Freien aus Erde oder Stein (Ex 20,22-26), auf dem Opfertiere verbrannt wurden (→ Opfer). Kleinere Altäre dienten der Verbrennung von Weihrauch (→ Räucheropfer → Räucheraltar, → Räuchersäule). Wenn im Zusammenhang mit dem → Heiligen Zelt oder dem Jerusalemer → Tempel vom Altar ohne nähere Kennzeichnung gesprochen wird, ist der → Brandopferaltar gemeint. – Am Altar eines Heiligtums konnten Verfolgte Schutz finden (»Asyl«; Ex 21,13-14; 1 Kön 1,50-51; 2,28-30).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Tempel
Der Tempel in Jerusalem war – wie schon das → Heilige Zelt – nicht Versammlungshaus der Gemeinde, sondern Wohnung Gottes (Ex 40,34; 1 Kön 8,13). Der Tempel Salomos war ein Langhausbau, der aus drei Teilen bestand: Vorhalle, Heiliges und → Allerheiligstes, und der mit 30 m Gesamtlänge etwa die Größe einer Dorfkirche hatte (ausführliche Beschreibung in 1 Kön 6; die Einrichtung entspricht der des Heiligen Zeltes in Ex 40). Der Tempel war von zwei Vorhöfen umgeben: einem inneren, in dem der große → Brandopferaltar stand, und einem äußeren, dessen Umfassungsmauer den südlich des Tempels gelegenen Königspalast mit einschloss. Nebukadnezzar zerstörte den ersten Tempel 586 v.Chr. Nach der Rückkehr der Judäer aus der Verbannung wurde er an der alten Stelle in bescheidenerer Ausstattung wieder aufgebaut (Tempelweihe 515 v.Chr.).
unrein, Unreinheit