1. Chronik 1
Der Stammbaum von Adam bis Saul
Von Adam bis zum Stammvater Israel
Die Nachkommen von Adam und Noah
Abraham und seine Nachkommen
Die Nachkommen von Esau
Die Könige von Edom
Sachwissen
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Einführung: Das erste Buch der Chronik
Die beiden Bücher der Chronik waren ursprünglich wohl ein einziges Werk. Wahrscheinlich wurde es in zwei Bände geteilt, damit es nicht zu unhandlich wird. Der Name »Chronik« stammt von dem Gelehrten Hieronymus, der um das Jahr 400 n. Chr. die Bibel ins Lateinische übersetzte. Er nannte die beiden Bücher »chronica« – »Geschichtsbuch«. Das ist eine Übersetzung für den hebräischen Namen der Bücher und gibt ihren Zweck an: Sie erzählen die Geschichte des Volkes Israel von den Anfängen der Welt bis zum Ende der »Verbannung nach Babylonien«.
Einführung: Die geschichtlichen Bücher
Die geschichtlichen Bücher erzählen die Geschichte von Gottes Wirken in der Welt. Die Darstellung beginnt mit einem weiten Horizont: der Erschaffung der Welt (1. Mose/Genesis 1,1–3,24) und den Geschichten vom Anfang der Menschheit (1. Mose/Genesis 4,1–11,32). Sie konzentriert sich jedoch bald auf die Geschichte der Israeliten. Die letzten Ereignisse, die erzählt werden, hängen mit der Rückkehr aus Babylonien zusammen, wo ein Teil der Israeliten in der Verbannung lebte.
4.1. Die Chronikbücher (1Chr und 2Chr)
Wie die Samuelis- und Königsbücher waren auch die Chronikbücher ursprünglich ein Buch, welches dann sekundär geteilt wurde. Der Name „Chronik“ stammt von Martin Luther, der damit das griechische chronikon (der ganzen heiligen Geschichte) des Hieronymus verdeutscht hat. Die hebräische Überschrift lautet דִּבְרֵי הַיָּמִים, dibrê hajjāmîm (dt. Ereignisse der Tage; Denkwürdigkeiten).
Tubal
Assur, Assyrien
Land am Oberlauf des Tigris, in der Gegend des heutigen Mossul. Größte Städte: Assur (daher der Name), Kalah, Ninive. Sie waren zu verschiedenen Zeiten auch Hauptstädte. Geschichtlich bedeutsam wurde Assyrien schon Anfang des 2. Jahrtausends v.Chr. Vom 10. bis 6. Jh. war es eine Großmacht, die sich vor allem durch rücksichtslose Machtpolitik verhasst machte. Das Reich endete völlig um 600 v.Chr.
Noah
Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet.
Midian(iter)
Das Stammesgebiet der Midianiter lag im Nordwesten der Arabischen Halbinsel. Sie waren Kamelnomaden und durch ihre Beweglichkeit, die sie zu weit ausgreifenden Raubzügen befähigte (Ri 6,1-5), ihren Gegnern überlegen.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Amoriter
»Amoriterland« (Amurru) ist die frühbabylonische Bezeichnung für Palästina und Syrien. In der Bibel Bezeichnung für die vorisraelitische Bevölkerung Gesamtpalästinas, aber auch für einen Einzelstamm in Mittelpalästina (neben anderen kleinen Volksgruppen wie u.a. den Girgaschitern, Hiwitern, Perisitern und den in Jerusalem ansässigen Jebusitern; vgl. Dtn 7,1).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Tarschisch
Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, zur Zeit des Alten Testaments das westliche Ende der bekannten Welt.
Ägypten (NT)
Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste.
Kanaan
Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.
Dedan
Arabischer Wüsten- und Händlerstamm an der Gold- und Weihrauchstraße.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Saba
Land und Volk in Südarabien im Gebiet des heutigen Jemen. Intensive Landwirtschaft mithilfe von Bewässerungsanlagen; großer Wohlstand durch Handel mit Indien und Afrika (Weihrauch, Gold, Edelsteine, Elfenbein). Anfangs Priesterstaat, später Königtum.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Tarschisch
Wahrscheinlich die phönizische Kolonie Tartessus an der spanischen Mittelmeerküste mit bedeutenden Silberminen (Jer 10,9). Die großen Handelsschiffe der → Phönizier, die u.a. bis dorthin fuhren, trugen den Namen Tarschisch-Schiffe.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Het, Hetiter
Von ihrem Stammland im Inneren Kleinasiens aus gründete das indogermanische Volk der Hetiter im 2. Jahrtausend v.Chr. ein bedeutendes Reich, das sich zeitweilig bis nach Damaskus und →Babylon erstreckte. Als es um 1200 v.Chr. zerbrach, bildeten sich aus seinen Resten in Nordsyrien neue Königreiche. Deren Bewohner und mit ihnen auch die Bewohner Palästinas wurden in der assyrischen Geschichtsschreibung »Hetiter« genannt. Daher erklärt sich wohl das Vorkommen der Bezeichnung für einen Teil der vorisraelitischen Bevölkerung des Landes → Kanaan. In diesem Sinn erscheint in der Völkertafel in Gen 10,15 Het, der Stammvater der Hetiter, als Sohn → Kanaans.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Lud
In der Völkertafel in Gen 10,22 den Nachkommen von Sem zugerechnet und wohl identisch mit den kleinasiatischen Lydern; sonst Hilfsvolk der Ägypter und deshalb eher in Nordafrika zu suchen (Jes 66,19; Jer 46,9; Ez 30,5).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Ofir
Goldland, wahrscheinlich in Südwest-Arabien. Zur Zeit Salomos fuhren die Goldschiffe vom Golf von Akaba (Elat) nach Ofir.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Sara
Frau von Abraham und Mutter von Isaak.
Eufrat
Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak.
Ismael
Sohn Abrahams mit der Magd Hagar und Stammvater der Nomadengruppe der Ismaeliter.
Amalek(iter)
Nomadenstamm auf der nördlichen Sinaihalbinsel, in der Frühzeit gefährlicher Feind Israels (Ex 17,8-16; Ri 3,13; 6,3.33; 1 Sam 15; 27,8; 30,1-20; 1 Chr 4,43).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Moab(iter)
Mit Israel verwandtes Volk (Gen 19,36-37). Von guten Beziehungen zeugen Rut 1,1; 1 Sam 22,3-4; von Spannungen Num 22–24; Ri 3,12-30. Ursprüngliches Siedlungsgebiet war das fruchtbare Hochland südlich des Arnon. David unterwarf die Moabiter (2 Sam 8,2); in der Mitte des 9. Jh. v.Chr. gewann König Mescha die Selbstständigkeit zurück und dehnte seine Herrschaft auf das Gebiet nördlich des Arnon aus, wobei nach einer Inschrift Meschas der Stamm Gad aufgerieben wurde. Seit Mitte des 8. Jh. assyrischer und dann babylonischer Vasallenstaat; Ende des 5. Jh. ins Reich der → Nabatäer eingegliedert.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Elam(iter)
Land und Volk östlich von → Babylonien mit der Hauptstadt Susa, nacheinander unter assyrischer, medischer und schließlich persischer Oberherrschaft. In kriegerischen Zusammenhängen werden die Elamiter als Bogenschützen erwähnt (Jes 22,6; Jer 49,35).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Edom(iter)
Nachbarvolk Israels, das auf Jakobs Bruder Esau zurückgeführt wird (Gen 36,1-9). Es wohnte südlich des Toten Meeres in dem Seïr genannten Bergland östlich des Jordangrabens. Unterwerfung durch Israel (zuerst unter David; 2 Sam 8,13-14) und Selbstständigkeit wechselten mehrfach ab. Nach der Zerstörung Jerusalems 586 v.Chr. machten sich die Edomiter die Schwäche Judas zunutze (vgl. Obd 10-14; Ps 137,7) und drangen in Südjuda ein. Um 300 v.Chr. entrissen ihnen die aus der Wüste kommenden → Nabatäer das alte Stammland östlich des Jordans und drängten sie ganz in das nun nach ihnen Idumäa genannte südjudäische Gebiet.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Midianiter
Nomadenstamm, der durch die Wüsten nördlich und östlich des Roten Meers zog.
Philister
Etwa gleichzeitig mit Israel aus dem ägäischen Raum über Kreta und Zypern in den Vorderen Orient eingewandert (vgl. Jer 47,4; Am 9,7). Lange Zeit hatte Israel unter ihrer Übermacht zu leiden. Sie bildeten einen Städtebund, die später so genannte Pentapolis (= Fünf-Städte), zu dem Gaza, Gat, Aschdod, Aschkelon und Ekron gehörten, die jeweils von einem »Fürsten« regiert wurden. Von den Philistern (hebräisch pelischtim) hat die gesamte Landschaft ihren Namen »Palästina« erhalten. Zum ersten Mal finden wir die Bezeichnung in diesem Sinn bei dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (5. Jh. v.Chr.); die Römer gebrauchten sie nach der Niederschlagung des zweiten jüdischen Aufstands 132–135 n.Chr. als Provinznamen, um die bisherige Bezeichnung → Judäa durch einen neutralen Begriff zu ersetzen, an dem sich keine nationalistischen Leidenschaften entzünden konnten.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)