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  • Der Erste Brief des Johannes
  • 1.Joh 3,18

Geschenk und Bewährung der Kindschaft Gottes

31Seht, welche Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heissen, und wir sind es. Darum erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

2Ihr Lieben, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht zutage getreten, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir, wenn es zutage tritt, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

3Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich selbst, so wie jener heilig ist.

4Jeder, der tut, was der Sünde entspricht, tut nicht, was dem Gesetz entspricht, und Sünde ist das, was dem Gesetz nicht entspricht.

5Ihr wisst: Er ist erschienen, damit er die Sünden hinwegnehme; und Sünde ist nicht in ihm.

6Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

7Kinder, niemand soll euch in die Irre führen! Wer tut, was der Gerechtigkeit entspricht, ist gerecht, wie jener gerecht ist.

8Wer tut, was Sünde ist, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

9Jeder, der aus Gott gezeugt ist, tut nicht, was Sünde ist, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott gezeugt ist.

10Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels zu erkennen: Jeder, der nicht tut, was der Gerechtigkeit entspricht, ist nicht aus Gott, und ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.

11Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: dass wir einander lieben

12und nicht sein sollen wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und weshalb erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

13Wundert euch nicht, liebe Brüder und Schwestern, wenn die Welt euch hasst.

14Wir wissen, dass wir aus dem Tod ins Leben hinübergeschritten sind, denn wir lieben einander. Wer nicht liebt, bleibt im Tod.

15Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass in einem Mörder das ewige Leben nicht bleibt.

16Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns eingesetzt hat. Auch wir sind verpflichtet, das Leben einzusetzen für die Brüder.

17Wer immer in der Welt sein Auskommen hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschliesst: wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm?

Die Zuversicht der Kinder Gottes

18Kinder, lasst uns nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit!

19Daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und vor ihm werden wir unser Herz beruhigen.

20Denn auch wenn das Herz uns verurteilt: Gott ist grösser als unser Herz und erkennt alles.

21Ihr Lieben, wenn das Herz uns nicht verurteilt, sehen wir Gott mit Zuversicht entgegen,

22und was immer wir erbitten, empfangen wir von ihm, denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm Gefallen findet.

23Und das ist sein Gebot: Dass wir dem Namen seines Sohnes Jesus Christus vertrauen und einander lieben, wie es im Gebot heisst, das er uns gegeben hat.

24Wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm; und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt aus dem Geist, den er uns gegeben hat.