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  • Die Apostelgeschichte
  • Apg 5,29

Ananias und Saphira

51Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte mit seiner Frau Saphira zusammen ein Stück Land

2und behielt mit Wissen seiner Frau etwas vom Erlös zurück. Einen Teil davon brachte er und legte ihn den Aposteln zu Füssen.

3Da sagte Petrus: Ananias, warum hat der Satan dein Herz so besetzt, dass du den heiligen Geist belügst und etwas vom Erlös des Grundstücks unterschlägst?

4War es nicht dein Eigentum, solange es unverkauft war, und konntest du über den Ertrag nicht frei verfügen, als es verkauft war? Wie konnte dir so etwas in den Sinn kommen? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Gott.

5Als Ananias diese Worte hörte, brach er zusammen und starb. Und grosse Furcht überkam alle, die es vernahmen.

6Die jungen Männer aber standen auf und hüllten ihn ein,A trugen ihn hinaus und begruben ihn.

Andere Übersetzungsmöglichkeit: «... auf und legten ihn zurecht, sie trugen ...»

7Es geschah aber nach ungefähr drei Stunden, dass seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was geschehen war.

8Petrus wandte sich an sie und sprach: Sag mir, habt ihr das Grundstück für diesen Betrag verkauft? Sie sagte: Ja, für diesen Betrag.

9Petrus erwiderte ihr: Wie konntet ihr nur übereinkommen, den Geist des Herrn auf die Probe zu stellen? Schau, die Füsse derer, die deinen Mann begraben haben, stehen schon vor der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen.

10Und unmittelbar darauf fiel auch sie zu seinen Füssen nieder und starb. Als die jungen Männer eintraten, fanden sie sie tot; und sie trugen sie hinaus und begruben sie an der Seite ihres Mannes.

11Und grosse Furcht überkam die ganze Gemeinde und alle, die es vernahmen.

Wundertaten der Apostel

12Durch die Hand der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Und sie waren alle einträchtig beisammen in der Halle Salomos;

13von den andern aber wagte niemand, sich zu ihnen zu gesellen; das Volk jedoch war des Lobes voll über sie.

14Immer neue, die an den Herrn glaubten, wurden der Gemeinde zugeführt, Scharen von Männern und Frauen.

15Es kam so weit, dass man die Kranken auf die Strassen hinaustrug und sie auf Bahren und Liegebetten hinstellte, damit, wenn Petrus vorbeikäme, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiele.

16Aber auch die Bewohner der rings um Jerusalem liegenden Städte kamen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte. Und sie wurden alle geheilt.

Verhaftung und Verhör der Apostel

17Der Hohe Priester aber erhob sich samt allen seinen Anhängern, der Partei der Sadduzäer; erfüllt von wildem Eifer

18ergriffen sie die Apostel und liessen sie vor den Augen des Volkes in Gewahrsam nehmen.

19Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Tore des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach:

20Geht, tretet im Tempel auf und verkündigt dem Volk das volle Wort des Lebens, das sich euch jetzt eröffnet hat.

21Sie hörten es und gingen noch in der Morgendämmerung in den Tempel und lehrten.

Als nun der Hohe Priester und seine Anhänger eintrafen, riefen sie den Hohen Rat zusammen und die gesamte Ratsversammlung Israels und schickten zum Gefängnis, um sie vorführen zu lassen.

22Doch als die Gerichtsdiener hinkamen, fanden sie sie nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten:

23Wir haben das Gefängnis verschlossen vorgefunden; es war rundum gesichert, und die Wachen standen vor den Toren; doch als wir aufschlossen, fanden wir niemanden darin.

24Als der Hauptmann der Tempelwache und die Hohen Priester diese Worte hörten, gerieten sie in grosse Verlegenheit, und sie fragten sich, was das noch werden sollte.

25Da kam jemand und meldete ihnen: Passt auf, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.

26Da ging der Hauptmann mit den Gerichtsdienern hin und liess sie herbeiführen, ohne Gewalt anzuwenden; sie fürchteten nämlich, das Volk könnte sie steinigen.

27Man führte sie herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Und der Hohe Priester befragte sie

28und sprach: Haben wir euch nicht ausdrücklich befohlen,A nicht mehr zu lehren in diesem Namen? Und was macht ihr? Ihr erfüllt Jerusalem mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Andere Textüberlieferung: «... und sprach: Wir haben euch ausdrücklich befohlen, ...»

29Petrus aber und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

30Der Gott unserer Väter hat Jesus, den ihr ans Holz gehängt und umgebracht habt, auferweckt.

31Gott hat ihn zu seiner Rechten erhöht und zum Fürsten und Retter gemacht, um Israel Umkehr zu schenken und Vergebung der Sünden.

32Und wir sind Zeugen dieser Ereignisse, wir und der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.

33Als sie dies hörten, wurden sie rasend vor Zorn und wollten sie töten.

34In der Ratsversammlung aber stand ein Pharisäer namens Gamaliel auf, ein im ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer, und befahl, die Männer für kurze Zeit hinauszuschicken.

35Und er sprach: Israeliten, überlegt euch genau, was ihr mit diesen Leuten tun wollt.

36Vor einiger Zeit nämlich ist Theudas aufgetreten, der von sich behauptete, etwas Besonderes zu sein; ihm hat sich eine Schar von etwa vierhundert Männern angeschlossen. Er wurde getötet, und alle seine Anhänger wurden versprengt, und seine Bewegung löste sich in nichts auf.

37Nach ihm, zur Zeit der Steuereinschätzung, ist Judas der Galiläer aufgetreten, machte Leute abtrünnig und scharte sie um sich. Auch er ging zugrunde, und alle seine Anhänger zerstreuten sich in alle Winde.

38Deshalb rate ich euch jetzt: Lasst ab von diesen Leuten und lasst sie gehen! Denn wenn das, was hier geplant und ins Werk gesetzt wird, von Menschen stammen sollte, dann wird es sich zerschlagen.

39Wenn es aber von Gott kommt, dann werdet ihr sie nicht aufhalten können; ihr aber könntet als solche dastehen, die sogar gegen Gott kämpfen. Sie liessen sich von ihm überzeugen,

40riefen die Apostel wieder herein, verabreichten ihnen Schläge und befahlen ihnen, nicht mehr im Namen Jesu zu reden; dann liess man sie frei.

41Da gingen sie vom Hohen Rat fort, voll Freude darüber, dass sie gewürdigt worden waren, um des Namens willen Schmach zu erleiden.

42Und jeden Tag lehrten und verkündigten sie ohne Unterlass, im Tempel und zu Hause, dass Jesus der Gesalbte sei.