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Jesus und der Vater

141Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

2Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten?

3Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

4Und wohin ich gehe - ihr wisst den Weg.

5Thomas sagt zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir da den Weg kennen?

6Jesus sagt zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.

7Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Von jetzt an kennt ihr ihn, ihr habt ihn gesehen.

8Philippus sagt zu ihm: Herr, zeig uns den Vater, und es ist uns genug.

9Jesus sagt zu ihm: So lange schon bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?

10Glaubst du denn nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, rede ich nicht aus mir: Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.

11Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt es wenigstens um der Werke willen.

12Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke, die ich tue, auch tun, ja noch grössere wird er tun, denn ich gehe zum Vater.

13Und worum ihr in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde.

14Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet: Ich werde es tun!

15Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.

16Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen zum Fürsprecher geben, der für immer bei euch bleiben soll:

17den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht erkennt; ihr erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

18Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch.

19Eine Weile noch, und die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet.

20An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

21Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

22Judas - nicht der Iskariot - sagt zu ihm: Herr, und wie kommt es, dass du dich uns und nicht der Welt offenbaren willst?

23Jesus entgegnete ihm: Wer mich liebt, wird mein Wort bewahren, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und uns bei ihm eine Bleibe schaffen.

24Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht meines, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.

25Das habe ich euch gesagt, als meine Bleibe noch bei euch war.

26Der Fürsprecher aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27Frieden lasse ich euch zurück, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht einen Frieden, wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

28Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe weg, und ich komme zu euch zurück. Würdet ihr mich lieben, so hättet ihr euch gefreut, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist grösser als ich.

29Und ich habe es euch schon jetzt gesagt, bevor es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es dann geschieht.

30Ich kann euch nicht mehr viel sagen, denn es kommt der Fürst der Welt. Über mich hat er keine Macht,

31sondern es geschieht, damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und tue, was mir der Vater geboten hat. Steht auf, lasst uns von hier aufbrechen!