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  • Das Buch Jeremia
  • Jer 17,14

Falsches und richtiges Vertrauen

17

1Mit eisernem Griffel ist die Sünde Judas aufgeschrieben, mit einer Spitze aus Diamant, eingeritzt in die Tafel ihres Herzens und in die Hörner ihrer Altäre.

2Wie an ihre Kinder denken sie an ihre Altäre und an ihre Ascheren bei saftig-grünen Bäumen, auf hohen Hügeln.

3Mein Berg, im offenen Land, dein Vermögen, all deine Schätze gebe ich dem Raub preis, auch deine Kulthöhen, für die Sünde in deinen Gebieten überall.

4Und lassen musst du - durch eigenes Verschulden -A deinen Erbbesitz, den ich dir gegeben habe. Und ich mache dich deinen Feinden dienstbar in einem Land, das du nicht kennst, denn in meinem Zorn habt ihr ein Feuer entzündet, es lodert unaufhörlich.

Die Übersetzung «durch eigenes Verschulden» ist unsicher.

5So spricht der HERR: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seiner Kraft macht und dessen Herz sich vom HERRN entfernt:

6Wie Wacholder in der Steppe wird er sein, nichts Gutes wird er kommen sehen, und im Glutland, in der Wüste wird er wohnen, im Salzland, dort aber kannst du nicht bleiben.

7Gesegnet der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR ist:

8Er wird sein wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, und zum Bach streckt er seine Wurzeln aus. Und nichts hat er zu befürchten, wenn die Hitze kommt, das Laub bleibt ihm; und im Jahr der Dürre muss er sich nicht sorgen, er hört nicht auf, Frucht zu bringen.

9Verschlagener als alles andere ist das Herz, und unheilbar ist es, wer kann das verstehen?

10Ich, der HERR, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, um jedem zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten.

11Ein Rebhuhn, das brütet und nicht gelegt hat, ist, wer Reichtum erwirbt, doch nicht zu Recht. In der Mitte seiner Tage muss er ihn zurücklassen, und an seinem Ende steht er da als Tor.

Jeremias dritte Klage

12Ein Thron der Herrlichkeit, seit Anbeginn erhaben, ist die Stätte unseres Heiligtums.

13Du, Hoffnung Israels, HERR, alle, die dich verlassen, werden zuschanden. In den Staub geschrieben werden, die sich von mir entfernen im Land, denn die Quelle lebendigen Wassers haben sie verlassen: den HERRN.

14Heile mich, HERR, damit ich geheilt werde, hilf mir, damit mir geholfen wird, denn du bist mein Ruhm.

15Sieh, sie sagen mir: Wo ist das Wort des HERRN? Möge es doch kommen.

16Und ich habe mich dem Hirtendienst nicht entzogen, bin dir gefolgt, und den Tag des Unglücks habe ich nie herbeigesehnt, du weisst es. Was über meine Lippen kommt, liegt vor dir.

17Werde mir nicht zum Schrecken, du bist meine Zuflucht am Tag des Unheils.

18Meine Verfolger sollen zuschanden werden, ich aber will nicht zuschanden werden; sie sollen sich entsetzen, ich aber will mich nicht entsetzen. Bring den Tag des Unheils über sie, zerschmettere sie mit doppelter Wucht.

Ermahnung zur Heiligung des Sabbats

19So hat der HERR zu mir gesprochen: Geh und stell dich in das Tor derer, die zum Volk gehören, durch das die Könige Judas einziehen und durch das sie ausziehen, und in alle Tore Jerusalems,

20und sprich zu ihnen: Hört das Wort des HERRN, ihr Könige von Juda und ganz Juda und all ihr Bewohner Jerusalems, die ihr durch diese Tore einzieht.

21So spricht der HERR: Hütet euch um eures Lebens willen, und tragt am Sabbattag keine Last und bringt sie nicht hinein durch die Tore Jerusalems.

22Und bringt am Sabbattag auch keine Last heraus aus euren Häusern: Ihr sollt überhaupt keine Arbeit verrichten, sondern den Sabbattag sollt ihr heilig halten, wie ich es euren Vorfahren geboten habe!

23Sie aber haben nicht gehört und haben mir kein Gehör geschenkt, und sie waren hartnäckig und haben nicht gehört und haben keine Unterweisung angenommen.

24Wenn ihr aber wirklich hört, Spruch des HERRN, und am Sabbattag keine Last durch die Tore dieser Stadt bringt und den Sabbattag heilig haltet und an ihm keine Arbeit verrichtet,

25dann werden durch die Tore dieser Stadt in Wagen und auf Pferden Könige und Fürsten einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, sie und ihre Fürsten, der Mann aus Juda und die Bewohner Jerusalems, und diese Stadt wird für immer bewohnt sein.

26Und aus den Städten Judas und dem Umkreis Jerusalems und aus dem Land Benjamin und aus der Schefela und vom Gebirge und aus dem Negev werden sie kommen und Brandopfer und Schlachtopfer und Speiseopfer und Weihrauch bringen, und auch Dankopfer bringen sie in das Haus des HERRN.

27Wenn ihr aber nicht auf mich hört und den Sabbattag nicht heilig haltet und Lasten tragt und hineingeht durch die Tore Jerusalems am Sabbattag, werde ich Feuer an seine Tore legen, und es wird die Paläste Jerusalems fressen, und es wird nicht erlöschen.