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  • Das Buch Jesaja
  • Jes 41,10

Die Macht des HERRN

41

1Hört mir zu, und schweigt, ihr Inseln, und die Völker werden neue Kraft empfangen! Sie sollen kommen, dann können sie reden! Miteinander wollen wir vor Gericht treten.

2Wer hat ihnA vom Aufgang der Sonne her erweckt? Gerechtigkeit begegnet ihm auf Schritt und Tritt, Nationen wirft er vor sich nieder, und Könige unterwirft er. Sein Schwert macht sie wie Staub, wie verwehte Stoppeln sein Bogen.

Mit ‹ihn› ist der Perserkönig Kyros gemeint.

3Er verfolgt sie, zieht siegreich dahin, den Boden berührt er nicht mit seinen Füssen.

4Wer hat dies getan und vollbracht? Der von Anfang an die Generationen gerufen hat: Ich, der HERR, bin der Erste, und ich bin es noch bei den Letzten.

5Die Inseln haben es gesehen und fürchten sich, die Enden der Erde zittern, sie haben sich genähert und sind herangekommen.

6Einer steht dem anderen bei und sagt zu seinem Bruder: Sei stark!

7Und so hat der Handwerker den Schmied ermutigt, der mit dem Hammer glättet, den, der mit dem Klöppel schlägt. Von der Nahtstelle sagt er: Das ist gut so! Hat er es doch mit Nägeln befestigt, es soll ja nicht wackeln.

Israel, Diener des HERRN

8Du aber, Israel, mein Diener, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes,

9du, den ich mit festem Griff von den Enden der Erde geholt habe und den ich herbeigerufen habe aus ihren entlegensten Winkeln und zu dem ich gesprochen habe: Du bist mein Diener, ich habe dich erwählt, und ich habe dich nicht verworfen.

10Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ja, ich stehe dir bei! Ja, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit!

11Sieh, alle, die dir zürnen, müssen sich schämen und geraten in Schande; die mit dir streiten werden sein, als gäbe es sie nicht, und gehen zugrunde;

12die mit dir hadern - du wirst sie suchen und nicht finden; die gegen dich Krieg führen werden sein, als gäbe es sie nicht, und wie das, was nicht ist.

13Denn ich, der HERR, bin dein Gott, der deine rechte Hand stark macht, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!

14Fürchte dich nicht, Jakob, du kleiner Wurm, ihr Israeliten, ich stehe dir bei, Spruch des HERRN, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.

15Sieh, ich mache dich zum Dreschschlitten, schneidend scharf, neu, mit Klingen, Berge wirst du dreschen und zermalmen, und Hügel wirst du machen wie Spreu.

16Du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie forttragen, und der Sturm wird sie zerstreuen; du aber wirst jubeln über den HERRN, des Heiligen Israels wirst du dich rühmen.

17Die Elenden und die Armen suchen Wasser, aber es gibt keines, ihre Zunge vertrocknet vor Durst: Ich, der HERR, ich erhöre sie, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht.

18Auf kahlen Höhen lasse ich Flüsse entspringen und in Tälern Quellen, die Wüste mache ich zum Schilfteich und das trockene Land zu Wasserquellen.

19In die Wüste bringe ich Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume, in der Steppe setze ich Wacholder, UlmenA und Zypressen dazu,

Die genaue Bedeutung des mit ‹Ulmen› wiedergegebenen hebräischen Worts ist nicht gesichert; möglicherweise handelt es sich um eine Nadelbaumart.

20damit sie sehen und erkennen, es aufnehmen und auch einsehen, dass die Hand des HERRN dies getan und dass der Heilige Israels es geschaffen hat.

21Tretet an mit eurem Rechtsstreit!, spricht der HERR. Bringt eure Beweise vor!, spricht der König Jakobs.

22Sie sollen es vorbringen und uns kundtun, was nahe bevorsteht! Das Frühere, was war es? Tut es kund, dann wollen wir es uns zu Herzen nehmen, damit wir erkennen, wie es enden wird. Oder lasst ihr uns hören, was kommt!

23Tut kund, was künftig kommt, damit wir erkennen können, ob ihr Götter seid. Tut doch etwas Gutes oder etwas Böses, dann wollen wir Ehrfurcht haben und es miteinander betrachten.

24Seht, ihr seid nichts, und wertlos ist euer Tun. Abscheulich, wer euch erwählt!

25Aus dem Norden habe ich ihn erweckt, und er ist gekommen, vom Aufgang der Sonne her ruft er meinen Namen an, und Statthalter hat er zertretenA wie Ton, wie der Töpfer den Töpferlehm zerstampft.

Die Übersetzung «hat er zertreten» beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts, der übersetzt «er kommt» lautet.

26Wer hat das von Anfang an kundgetan, dass wir es hätten wissen können, und im Voraus, dass wir hätten sagen können: Richtig! Da war keiner, der es verkündet hätte! Da war keiner, der es hätte hören lassen! Da war keiner, der von euch Worte gehört hätte.

27Ich habe es Zion als Erster verkündet: Sieh, da sind sie, und Jerusalem werde ich einen Freudenboten geben!

28Und ich schaue mich um, doch da ist keiner, und von diesen weiss ja niemand Rat, dass ich sie fragen könnte und sie mir Antwort gäben.

29Sieh, sie alle sind nichtigA, nichts sind ihre Werke, Wind und Nichts ihre gegossenen Bilder.

Der Massoretische Text lautet übersetzt: «..., sie alle sind Unrecht, ...»