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  • Ps 18,30

Grosse Hilfe schenkt er seinem König

181Für den Chormeister. Von David, dem Diener des HERRN, der dem HERRN die Worte dieses Liedes sang an dem Tag, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte.

2Er sprach:

Ich liebe dich, HERR, meine Stärke.

3Der HERR ist mein Fels, meine Festung und mein Retter, mein Gott, mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild und das Horn meiner Hilfe, meine Burg.

4Ich rufe zum HERRN, gepriesen sei er, und vor meinen Feinden werde ich errettet.

5Stricke des Todes schnürten mich ein, und Ströme des Verderbens erschreckten mich.

6Stricke des Totenreichs umfingen mich, über mich fielen Schlingen des Todes.

7In meiner Not rufe ich zum HERRN, zu meinem Gott schreie ich. Von seinem Tempel aus hört er meine Stimme, und mein Schreien dringt an sein Ohr.

8Da wankte und schwankte die Erde, und die Grundfesten der Berge erbebten, sie wankten, denn er war zornentbrannt.

9Rauch stieg auf aus seiner Nase, Feuer frass aus seinem Mund, Kohlen brannten aus ihm heraus.

10Er neigte den Himmel und fuhr herab, Wolkendunkel unter seinen Füssen.

11Er ritt auf dem Kerub und flog daher und schwebte auf den Flügeln des Windes.

12Er machte Finsternis zu seiner Hülle um sich her, Wasserdunkel, dichte Wolken zu seinem Zelt.A

Wörtlich: «..., dichte Wolken zu seiner Hütte.»

13Aus dem Glanz vor ihm brachen seine Wolken hervor, Hagel und feurige Kohlen.

14Es liess der HERR im Himmel den Donner erdröhnen und der Höchste seine Stimme erschallen, mit Hagel und feurigen Kohlen.

15Er schoss seine Pfeile und zerstreute die Feinde, er schleuderte Blitze und setzte sie in Schrecken.

16Da wurden sichtbar die Tiefen des Wassers, und aufgedeckt wurden die Grundfesten der Erde vor deinem Schelten, HERR, vor dem Schnauben deines zornigen Atems.

17Er griff herab aus der Höhe, fasste mich, zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.

18Er entriss mich meinem starken Feind, meinen Hassern, die mir zu mächtig waren.

19Sie überfielen mich am Tag meines Unglücks, doch der HERR wurde mir zur Stütze.

20Er führte mich hinaus ins Weite, er befreite mich, denn er hat Gefallen an mir.

21Der HERR handelt an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vergilt er mir.

22Denn ich hielt mich an die Wege des HERRN und frevelte nicht gegen meinen Gott.

23Ja, alle seine Gesetze hatte ich vor Augen, und seine Satzungen wies ich nicht von mir.

24Ich war vollkommen vor ihm und hütete mich vor Sünde.

25So vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

26Dem Treuen zeigst du dich treu, dem Untadeligen ohne Tadel.

27Dem Reinen zeigst du dich rein, doch dem Falschen voller Ränke.

28Ja, du hilfst dem elenden Volk, doch hochmütige Augen erniedrigst du.

29Du lässt meine Leuchte strahlen, HERR, mein Gott erhellt meine Finsternis.

30Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

31Gottes Weg ist vollkommen, das Wort des HERRN ist im Feuer geläutert. Ein Schild ist er allen, die bei ihm Zuflucht suchen.

32Denn wer ist Gott als allein der HERR und wer ein Fels ausser unserem Gott?

33Gott ist es, der mich mit Kraft umgürtet und meinen Weg vollkommen macht,

34der meine Füsse schnell wie die Hindinnen macht und mich auf Höhen stellt,

35der meine Hände den Kampf lehrt, dass meine Arme den ehernen Bogen spannen.

36Du gabst mir den Schild deiner Hilfe, deine Rechte stützt mich, und dein Zuspruch macht mich stark.

37Weiten Raum schaffst du meinem Schritt, und meine Knöchel wanken nicht.

38Ich verfolge meine Feinde und hole sie ein, kehre nicht um, bis ich sie vernichtet habe.

39Ich schlage sie nieder, und sie können sich nicht mehr erheben, sie fallen unter meine Füsse.

40Du hast mich zum Kampf mit Kraft gegürtet, du zwingst unter mich in die Knie, die sich gegen mich erheben.

41Den Nacken meiner Feinde gibst du mir preis, und die mich hassen, vernichte ich.

42Sie schreien, doch da ist kein Retter, zum HERRN, doch er erhört sie nicht.

43Ich zerreibe sie wie Staub vor dem Wind, wie Unrat schütte ich sie auf die Gassen.

44Du rettest mich aus Völkerfehden, setzt mich zum Haupt von Nationen. Völker, die ich nicht kannte, werden mir untertan.

45Auf blosses Hören hin gehorchen sie mir, Fremde schmeicheln mir.

46Fremde sinken kraftlos hin, kommen zitternd aus ihren Burgen hervor.

47Der HERR lebt. Gepriesen ist mein Fels, erhaben der Gott meiner Rettung,

48der Gott, der mir Rache gewährt und mir Völker unterwirft,

49der mich vor meinen Feinden rettet, der du mich erhöhst über meine Gegner, mich befreist von Gewalttätigen.

50Darum will ich dich preisen unter den Nationen, HERR, und deinem Namen singen,

51der seinem König grosse Hilfe schenkt und seinem Gesalbten Treue erweist, David und seinen Nachkommen ewiglich.