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  • Der Brief des Jakobus
  • Jak 1

Absender und Empfänger des Briefes

11JakobusA, Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme, die in der FremdeB leben. Euch allen sende ich meinen Gruß.

Ein leiblicher Bruder von Jesus (siehe

Griechisch Diaspora _ (w_Zerstreuung ). Bei den Adressaten handelt es sich wahrscheinlich um an Jesus Christus gläubige Juden (Angehörige des zwölfstämmigen israelitischen Volkes), die in Ländern mit überwiegend nichtjüdischer Bevölkerung lebten; möglicherweise gehörten sie zu den Christen, die nach

Standhaftigkeit bei Glaubensproben

2Seht es als einen ganz besonderen Grund zur Freude an, meine Geschwister, wenn ihr Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müsst.

3Ihr wisst doch: Wenn euer Glaube erprobt wird und sich bewährt, bringt das Standhaftigkeit hervor.

4Und durch die Standhaftigkeit soll das Gute, das in eurem Leben begonnen hat, zur Vollendung kommen.A Dann werdet ihr vollkommenB und makellos sein, und es wird euch an nichts mehr fehlen.

4

Die Standhaftigkeit aber soll ein vollkommenes Werk ´zur Folge` haben.

Od geistlich reif.

Vertrauensvolles Gebet

5Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden; denn Gott gibt allen gernA und macht ´dem, der ihn bittet,` keine Vorhaltungen.

Od großzügig.

6Doch soll der Betreffende seine Bitte in einer Haltung des VertrauensA vorbringen und nicht in der Haltung des Zweiflers; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die – vom Wind aufgepeitscht – einmal hierhin und dann wieder dorthin getrieben wird.

Od des Glaubens.

7Ein solcher Mensch soll nicht meinen, er werde vom Herrn etwas bekommen,

8denn er ist in seinem Innersten gespalten, und seine Unbeständigkeit kommt bei allem, was er unternimmt, zum Vorschein.

Armut und Reichtum

9Ein Gemeindeglied, das in ärmlichen Verhältnissen lebt, soll sich vor Augen halten, was für eine hohe Würde Gott ihm verliehen hatA.

Od ihm verleihen wird.

10Und wer reich ist, soll sich vor Augen halten, wie wenig seine hohe soziale Stellung vor Gott wert istA; denn er wird vergehen wie eine Blume auf dem FeldB.

9

Der niedrig gestellte Bruder aber rühme sich seiner hohen Stellung, _ 10_der reiche/Reiche aber seiner niedrigen Stellung.

wie die Blume des Grases.

11Wenn die Sonne emporsteigt und ihre GlutA das Gras versengt, verwelkt die BlumeB, und ihre Schönheit ist dahin. Genauso wird auch der Reiche vergehen mit allem, was ihm sein Reichtum ermöglicht hatC.

Od und der glühend heiße Wüstenwind.

fällt seine (des Grases) Blume ab.

mit seiner Lebensführung / mit seinen Unternehmungen.

Prüfung und Versuchung

12Glücklich zu preisen ist der, der standhaft bleibt, wenn sein Glaube auf die Probe gestellt wirdA. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er als Siegeskranz das ewige Leben erhalten, wie der Herr esB denen zugesagt hat, die ihn lieben.

der die Prüfung standhaft erträgt.

wird er den Siegeskranz des Lebens erhalten, den er.

13Doch wenn jemand in Versuchung gerätA, ´Böses zu tun,` soll er nicht sagen: Es ist Gott, der mich in Versuchung führt! Denn so wenig Gott selbst zuB etwas Bösem verführt werden kann, so wenig verführt er seinerseits jemand dazu.

Im Griechischen sind Prüfung (Jak1,2) bzw. Probe (Jak1,12) und in Versuchung geraten / in Versuchung führen / verführt werden / verführen vom selben Wortstamm gebildet.

Od von.

14Nein, wenn jemand in Versuchung gerät, ist es seine eigene Begierde, die ihn reizt und in die Falle lockt.

15Nachdem die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; die Sünde aber, wenn sie ausgewachsenA ist, gebiert den Tod.

vollendet.

16Macht euch nichts vorA, meine lieben Geschwister!

Manche stellen diese Aussage noch zum vorangehenden Abschnitt: … gebiert den Tod.

16

Macht euch diesbezüglich nichts vor.

17Von oben kommen nur gute Gaben und nur vollkommene Geschenke; sie kommen vom Schöpfer der Gestirne, der sich nicht ändert und bei dem es keinen Wechsel von Licht zu Finsternis gibtA.

sie kommen vom Vater der Lichter herab, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung aufgrund eines Wechsels gibt (d.h. wohl: aufgrund von wechselnden Stellungen der Gestirne).

18Seinem Plan entsprechend hat er durch die Botschaft der Wahrheit neues Leben in uns hervorgebrachtA, damit wir – bildlich gesprochen – unter allen seinen Geschöpfen eine ´ihm geweihte` Erstlingsgabe sindB.

hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren . – »gebären«: im Griechischen dasselbe Wort wie in Jak1,15.

Vergleiche damit wir gewissermaßen die Erstgeborenen seiner ´neuen` Schöpfung sind.

Gottes Botschaft hören – Gottes Botschaft befolgen

19Denkt daranA, meine lieben Geschwister: Jeder sei schnell bereit zu hören, aber jeder lasse sich Zeit, ehe er redet, und ´erst recht`, ehe er zornig wird.

Od Ihr wisst doch . Nach anderer Auffassung beziehen sich diese Worte auf das Vorangehende, sodass zu übersetzen wäre: Nehmt euch das alles zu Herzen bzw. Das alles ist euch bekannt . AL(2)

19

Darum.

20Denn der Zorn des Menschen bewirkt nicht, was vor Gott recht istA.

bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit / Gerechtigkeit vor Gott.

21Deshalb legt alles ab, was euch beschmutzt, alles Böse, was noch bei euch vorhanden istA, und geht bereitwillig auf die Botschaft ein, die euch ins Herz gepflanzt wurde und die die Kraft hat, euchB zu retten.

Od was euch beschmutzt, und auch noch den letzten Rest von Bösem.

eure Seelen.

22Hört euch diese Botschaft nicht nur an, sondern handelt auch danach; andernfalls betrügt ihr euch selbst.

23Denn wer sich ´Gottes` Botschaft zwar anhört, aber nicht danach handelt, gleicht jemand, der sein Gesicht im Spiegel betrachtet

24und der, nachdem er sich betrachtet hat, weggeht und sofort wieder vergisst, wie er ausgesehen hat.

25Wer sich jedoch in das vollkommene Gesetz vertieft, das Gesetz der FreiheitA, und es ständig vor Augen hat, wer also das Gehörte nicht vergisst, sondern es in die Tat umsetzt, der ist glücklich zu preisen, denn er wird gesegnet sein bei allem, was er tutB.

Das Gesetz der Freiheit : Gottes Wille, wie er im Evangelium von Jesus Christus zum Ausdruck kommt.

Od denn er wird für sein Tun gesegnet werden . W der wird glücklich zu preisen sein in seinem Tun / aufgrund seines Tuns.

Echte Frömmigkeit oder religiöser Selbstbetrug

26Wenn jemand sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht im Zaum halten kann, betrügt er sich selbst, und seine Frömmigkeit ist nichts wert.

27EchteA und untadelige Frömmigkeit, die vor Gott, dem Vater, bestehen kann, zeigt sich darin, dass man Waisen und Witwen in ihrer Not beistehtB und sich vom gottlosen Treiben dieser WeltC nicht beschmutzen lässt.

Reine.

Vergleiche alttestamentliche Stellen wie

und sich von der Welt.