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Die zwölf Apostel

101Dann rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Kranken und LeidendenA zu heilen.

Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Leiden / jede Schwachheit.

2Die Namen der zwölf Apostel sind: Simon, auch Petrus genannt, an erster Stelle, und sein Bruder Andreas; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes;

3Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zolleinnehmer; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und ThaddäusA;

AL(2) und Labbäus mit dem Beinamen Thaddäus.

4Simon, der ZelotA,
und Judas Iskariot, der Jesus verriet.

Kananäus (aramäisch für Zelot ).

Jesu Rede bei der Aussendung seiner Jünger (Verse 5-42)

Der Auftrag der Apostel

5Diese Zwölf sandte Jesus mit folgendem Auftrag aus: »Setzt euren Fuß nicht auf heidnisches Gebiet und betretet keine samaritanische Stadt,

6sondern geht zu den verlorenen Schafen des VolkesA Israel.

des Hauses.

7Geht und verkündet: ›Das Himmelreich ist nahe.‹

8Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Was ihr umsonst bekommen habt, das gebt umsonst weiter.

9Steckt euch kein GoldA, kein Silber und kein Kupfergeld in euren Gürtel;

Od Nehmt kein Gold an. W Besorgt euch kein Gold.

10´besorgt euch` auch keine Vorratstasche für unterwegs, kein zweites Hemd, keine SandalenA und keinen Wanderstab. Denn wer arbeitet, hat Anrecht auf seinen Lebensunterhalt.

kein zweites Paar Sandalen.

11Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, dann sucht jemand, der es wert ist, ´euch aufzunehmen`. Bleibt bei ihm, bis ihr jenen Ort wieder verlasst.

12Wenn ihr das Haus betretet, grüßt die Bewohner ´und wünscht ihnen Frieden`.

13Sind sie es wert, so soll der Frieden, den ihr bringt, bei ihnen einziehenA. Sind sie es jedoch nicht wert, so soll euer Frieden zu euch zurückkehren.

so soll euer Frieden auf sie kommen.

14Wenn man euch nicht aufnimmt und sich eure Botschaft nicht anhören will, dann verlasst jenes Haus oder jene Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen.

15Ich sage euch: SodomA und Gomorra wird es am Tag des Gerichts noch erträglich gehen im Vergleich zu solch einer Stadt.«

Dem Land von Sodom.

Gefahren und Anforderungen des Auftrags

16»Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid darum klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

17Nehmt euch in Acht vor den Menschen! Sie werden euch in ihren Synagogen vor Gericht stellen und auspeitschen.A

Sie werden euch den Synedrien (den Synagogengerichten) ausliefern und euch in ihren Synagogen auspeitschen.

18Man wird euch um meinetwillen vor Machthaber und Könige führen, und ihr sollt vor ihnen und vor allen VölkernA meine Zeugen sein.

und vor den (nichtjüdischen) Völkern.

19Wenn man euch vor Gericht stelltA, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr reden und was ihr sagen sollt. Denn wenn es so weit ist, wird euch eingegeben, was ihr sagen müsst.

euch ausliefert.

20Nicht ihr seid es, die dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.

21Menschen werden ihre nächsten Angehörigen dem Henker ausliefern: der Bruder den BruderA und der Vater sein Kind; und auch Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie töten lassen.

21

Der Bruder wird den Bruder dem Tod ausliefern.

22Um meines Namens willen werdet ihr von allen Menschen gehasst werden. Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird gerettet.

23Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, dann flieht in eine andere! Ich sage euch: Noch bevor ihr mit den Städten Israels zu Ende seid, wird der Menschensohn kommen.

24Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Diener nicht über seinem Herrn.

25Der Jünger muss zufrieden sein, wenn es ihm ergeht wie seinem Meister, und der Diener, wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn. Hat man schon den Hausherrn BeelzebulA genannt, dann wird man seine LeuteB erst recht so nennen.

Ein anderer Name für den Satan.

seine Hausgenossen.

26Fürchtet euch also nicht vor den Menschen! Denn nichts, was verborgen ist, bleibt verborgen; alles wird offenbart werden. Und nichts, was geheim ist, bleibt geheim; alles wird bekannt gemacht werden.

27Was ich euch im Dunkeln sage, das sagt am hellen Tag weiter, und was euch ins Ohr geflüstert wird, das verkündet in aller ÖffentlichkeitA.

das verkündet auf den Dächern.

28Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten ´können` – die Seele können sie nicht töten. Fürchtet vielmehr den, der Leib und Seele dem Verderben in der Hölle preisgeben kann.

29Denkt doch einmal an die Spatzen! Zwei von ihnen kosten nicht mehr als einen Groschen, und doch fällt kein einziger Spatz auf die Erde, ohne dass euer Vater es zulässtA.

ohne euren Vater.

30Und bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.

31Seid darum ohne Furcht! Ihr seid mehr wert als eine noch so große Menge Spatzen.

32Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.

33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.«

Bedingungen der Nachfolge

34»Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35Ich bin gekommen, um ›den SohnA mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;

den Menschen.

36die eigenen Angehörigen werden zu Feinden‹A.

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu seinA, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.

ist meiner nicht wert. Ebenso in der zweiten Vershälfte und im nächsten Vers.

38Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.

39Wer sein Leben erhaltenA will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.«

finden.

Der Lohn derer, die den Boten Jesu helfen

40»Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

41Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

42Und wer einem von diesen gering GeachtetenA auch nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, einfach weil er ´mein` Jünger ist, der wird – das versichere ich euch – nicht ohne Lohn bleibenB

von diesen Kleinen/Geringen.

nicht seinen Lohn verlieren.