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  • DER BRIEF AN DIE HEBRÄER (Hebräerbrief)
  • heb 13,9

Einzelne Ermahnungen

131Hört nicht auf, einander als Brüder und Schwestern zu lieben.F

Hört nicht auf ...: wörtlich Die Bruderliebe (bzw. Geschwisterliebe) soll bleiben; vgl. Sacherklärung »Bruder«.

2Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben, denn auf diese Weise haben einige, ohne es zu wissen, Engel* bei sich aufgenommen.

3Denkt an die Gefangenen, als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt! Denkt an die Misshandelten, als ob ihr die Misshandlungen am eigenen Leib spüren würdet!

4Die Ehe soll von allen geachtet werden. Ihr dürft das Ehebett nicht durch Untreue beflecken; denn Gott wird alle verurteilen, die Unzucht treiben und Ehebruch begehen.

5Seid nicht hinter dem Geld her, sondern seid zufrieden mit dem, was ihr habt. Gott hat doch gesagt: »Niemals werde ich dir meine Hilfe entziehen, nie dich im Stich lassen.«
nach Dtn 31,6.8

6Wir dürfen also getrost sagen:

»Der Herr steht mir bei;
nun fürchte ich nichts mehr.
Was könnte ein Mensch mir schon tun?«
zit Ps 118,6

7Haltet das Andenken der Gemeindeleiter* lebendig, die euch in der Anfangszeit die Botschaft Gottes verkündet haben. Erinnert euch daran, wie sie gelebt haben und wie sie gestorben sind. Folgt dem Beispiel, das sie euch mit ihrer Glaubenstreue gegeben haben.

8Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit!

9Lasst euch nicht durch alle möglichen fremden Lehren verführen. Gottes Gnade wird euch innerlich fest machen. Speisen können das nicht bewirken. Sie haben denen nichts genützt, die sich mit ihnen befassten.A

Die fremden Lehren könnten jüdischen Ursprungs gewesen sein und – in jüdischen Gemeinden außerhalb Palästinas – religiöse Mahlfeiern propagiert haben, die eine innerliche Beziehung stiften sollten zu den Opfern* auf dem Altar in Jerusalem und den dort gehaltenen Opfermählern und wie diese selbst religiöse Stärkung vermitteln sollten. Aber dies alles gehört der Vergangenheit an (vgl. 9,8-12). Der folgende Vers 10 stellt klar: Christen beziehen ihre Kraft von einem anderen Altar her: von Christus und seinem Opfer am Kreuz.

10Wir haben einen Altar, von dem die, die noch dem alten Heiligtum dienen, nicht essen dürfen.

11Die Leiber der Tiere, deren Blut der Oberste Priester* ins Allerheiligste* bringt, werden außerhalb des Lagers verbrannt.

12So ist auch Jesus außerhalb der Stadt gestorben, um durch sein Blut* das Volk von aller Schuld zu reinigen.

13Also lasst uns zu ihm vor das Lager hinausgehen und die Schande mit ihm teilen.B

Die Parallele zum Geschick der Opfertiere bringt das Schmachvolle am Sterben des Gekreuzigten außerhalb der Stadt in eine positive Verbindung mit seiner heilschaffenden Sühneleistung. Das kann die Christen, selbst Ausgestoßene in ihrer Umwelt, dazu ermutigen, ihr Geschick bewusst mit Jesus zu teilen, anstatt sich durch die Schande abschrecken zu lassen.

14Denn auf der Erde gibt es keine Stadt, in der wir bleiben können. Wir sind unterwegs zu der Stadt, die kommen wird.

15Durch Jesus wollen wir Gott jederzeit und in jeder Lebenslage Dankopfer darbringen; das heißt: Wir wollen uns mit unserem Beten und Singen zu ihm bekennen und ihn preisen.

16Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen. Das sind die Opfer, an denen Gott Gefallen hat.

17Gehorcht euren Gemeindeleitern und folgt ihren Anweisungen. Ihre Aufgabe ist es, über euch zu wachen, und sie werden über ihren Dienst Rechenschaft geben müssen. Das sollen sie mit Freude tun können anstatt mit Seufzen und Stöhnen; denn das würde für euch böse Folgen haben.

BRIEFSCHLUSS (13,18-25)

Abschließende Bitten, Gebetswünsche, Mitteilungen und Grüße

18Betet für mich! Ich bin sicher, dass ich ein reines Gewissen habe; denn ich will ja stets in allem das Rechte tun.

19Umso mehr bitte ich euch: Betet zu Gott, dass ich euch möglichst bald wiedergegeben werde.

20Gott ist es, der Frieden* bringt. Er hat den großen Hirten der Schafe aus dem Reich der Toten heraufgeführt, Jesus, unseren Herrn*, durch dessen Blut* er den ewigen Bund* in Kraft gesetzt hat.

21Er mache euch fähig, all das Gute zu tun, das er haben will; er schaffe in uns durch Jesus Christus, was ihm gefällt. Ihm gehört die Herrlichkeit* für alle Ewigkeit! Amen.

22Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern,C nehmt dieses Wort der Ermahnung und Ermutigung bereitwillig an; ich habe mich ja so kurz wie möglich gefasst.

Siehe Anmerkung zu 2,17.

23Ihr sollt noch wissen, dass unser Bruder Timotheus aus dem Gefängnis freigelassen wurde. Wenn er rechtzeitig hierher kommt, werde ich ihn mitbringen, wenn ich euch besuche.

24Grüßt alle eure Gemeindeleiter* und alle, die zur Gemeinde gehören!D Die Brüder aus Italien lassen euch grüßen.

Wörtlich und alle Heiligen*.

25Die Gnade sei mit euch allen!