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  • DER BRIEF DES APOSTELS PAULUS AN DIE GEMEINDE IN PHILIPPI (Philipperbrief)
  • Phil 1,6

Eingangsgruß

11Paulus und Timotheus, die Jesus Christus dienen, schreiben diesen Brief an alle in Philippi, die Gott durch Jesus Christus für sich ausgesondert hat,A an die ganze Gemeinde mit ihren leitenden MitgliedernB und den Diakonen.C

an alle, die Gott ...: wörtlich an die Heiligen* in Christus Jesus.

Wörtlich mit den Aufsehern. Von dem entsprechenden griechischen Wort ist das Wort »Bischof« abgeleitet; vgl. Sacherklärung »Gemeindeleiter«.

Diakoninnen könnten mit eingeschlossen sein; vgl. Röm 16,1 und Sacherklärung »Diakon«.

2Gnade und Frieden* sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn*.

Paulus, im Gefängnis für die Gute Nachricht, betet für die Gemeinde

3Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich beim Beten an euch denke.

4Jedes Gebet für euch – für euch alle! – wird mir erneut zum Dank und erfüllt mich mit Freude: Dank und Freude,

5dass ihr euch so eifrig für die Gute Nachricht* einsetzt, seit dem Tag, an dem ihr sie angenommen habt, und bis heute.

6Ich bin ganz sicher: Gott wird das gute Werk, das er bei euch angefangen hat, auch vollenden bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt.

7Ich kann gar nicht anders, als so über euch denken; denn ich trage euch alle in meinem Herzen, gerade jetzt, da ich für die Gute Nachricht im Gefängnis bin und sie vor Gericht verteidige und ihre Wahrheit bezeuge. Ihr alle habt ja teil an der Gnade, die Gott mir damit erweist.

8Er weiß auch, wie sehr ich mich nach euch allen sehne mit der herzlichen Liebe, die Jesus Christus in mir geweckt hat.

9Ich bete zu Gott, dass eure Liebe immer reicher wird an Einsicht und Verständnis.

10Dann könnt ihr in jeder Lage entscheiden, was das Rechte ist, und werdet an dem Tag, an dem Christus Gericht hält, rein und ohne Fehler dastehen,

11reich an guten Taten, die Jesus Christus zum Ruhm und zur Ehre Gottes durch euch gewirkt hat.

Die Gefangenschaft des Apostels dient der Verbreitung der Guten Nachricht

12Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern,D dass meine Gefangenschaft sogar zur Verbreitung der Guten Nachricht* beigetragen hat.

Brüder und Schwestern steht für ein einziges griechisches Wort, das als Mehrzahlform nicht nur, wie herkömmlich übersetzt, die »Brüder« bezeichnet, sondern auch je nach Zusammenhang die gesamte Gemeinde aus Männern und Frauen (siehe dazu Sacherklärung »Bruder«).

13Die Beamten am Sitz des StatthaltersE und alle, die meinen Prozess verfolgt haben, wissen jetzt, dass ich angeklagt bin, weil ich Christus diene.

Die Beamten ...: wörtlich Das ganze Prätorium*.

14Und gerade weil ich im Gefängnis sitze, sind die meisten Brüder und SchwesternF hier am Ort durch den Beistand des Herrn* voller Zuversicht und getrauen sich, die Botschaft Gottes nun erst recht und ohne Furcht weiterzusagen.

Siehe Anmerkung zu Vers 12.

15Manche tun es zwar, weil sie neidisch sind und mich 'ausstechen' wollen; aber andere verkünden Christus in der besten Absicht.

16Sie tun es aus Liebe zu mir; denn sie wissen, dass Gott mich dazu bestimmt hat, vor Gericht die Gute Nachricht zu verteidigen.

17Die anderen allerdings verbreiten die Botschaft von Christus in unehrlicher und eigennütziger Absicht. Sie wollen mir in meiner Gefangenschaft Kummer bereiten.

18aAber was macht das? Ob es mit Hintergedanken geschieht oder aufrichtig – die Hauptsache ist, dass Christus auf jede Weise verkündet wird.

Wie es auch ausgeht: die Zukunft heißt Christus

18bDarüber freue ich mich; aber auch künftig werde ich Grund haben, mich zu freuen.

19Denn ich weiß, dass meine Gefangenschaft – gleichgültig, wie sie endet – letztlich zu meiner Rettung führen wird. Das verbürgen mir eure Gebete und Jesus Christus, der mir durch seinen Geist* beisteht.

20Ich hoffe und erwarte voller Zuversicht, dass Gott mich nicht versagen lässt. Ich vertraue darauf: Auch jetzt, so wie bisher stets, wird Christus in aller Öffentlichkeit groß gemacht werden durch das, was mit mir geschieht, ob ich nun am Leben bleibe oder sterbe.

21Denn Leben, das ist für mich Christus; darum bringt Sterben für mich nur Gewinn.

22Aber wenn ich am Leben bleibe, kann ich noch weiter für Christus wirken. Deshalb weiß ich nicht, was ich wählen soll.

23Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich möchte am liebsten aus diesem Leben scheiden und bei Christus sein; das wäre bei weitem das Beste.

24Aber es ist wichtiger, dass ich noch hier ausharre, weil ihr mich braucht.

25Darauf baue ich und bin deshalb ganz sicher, dass ich euch allen erhalten bleibe. Dann kann ich euch helfen, dass ihr weiterkommt und die volle Freude erlebt, die der Glaube schenkt.

26Und ihr werdet euch noch viel zuversichtlicher dessen rühmen* können, was Jesus Christus durch mich an euch getan hat, wenn ich wieder bei euch bin und unter euch wirken kann.

Für Christus kämpfen und leiden

27Das Wichtigste ist: Lebt als Gemeinde so, dass ihr der Guten Nachricht* von Christus Ehre macht, ob ich euch nun besuchen und sehen kann oder ob ich nur aus der Ferne von euch höre. Steht alle fest zusammen in derselben Gesinnung! Kämpft einmütig für den Glauben, der in der Guten Nachricht gründet.

28Lasst euch von den Gegnern in keiner Weise einschüchtern! Gott will ihnen durch eure Standhaftigkeit zeigen, dass sie verloren sind, ihr aber gerettet werdet.

29Gott hat euch die Gnade erwiesen, dass ihr etwas für Christus tun dürft – nicht nur ihm vertrauen, sondern auch für ihn leiden.

30Ihr habt jetzt denselben Kampf zu bestehen wie ich. Was für ein Kampf das ist, habt ihr früher an mir erlebt und hört es jetzt von mir aus der Ferne.