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  • DER BRIEF DES APOSTELS PAULUS AN DIE GEMEINDE IN EPHESUS (Epheserbrief)
  • Eph 5,8-9

51Nehmt also Gott zum Vorbild! Ihr seid doch seine geliebten Kinder!

2Euer ganzes Leben soll von der Liebe bestimmt sein. Denkt daran, wie Christus uns geliebt und sein Leben für uns gegeben hat, als eine Opfergabe, an der Gott Gefallen hatte.

Leben im Licht

3Weil ihr Gottes heiliges Volk seid,A schickt es sich nicht, dass bei euch von Unzucht, Ausschweifung und Habgier auch nur gesprochen wird.

Wörtlich Für Heilige*.

4Es passt auch nicht zu euch, gemeine, dumme oder schlüpfrige Reden zu führen. Benutzt eure Zunge lieber, um Gott zu danken!

5Ihr müsst wissen: Wer Unzucht treibt, ein ausschweifendes Leben führt oder von Habgier erfüllt ist – und Habgier ist eine Form von Götzendienst –, für den ist kein Platz in der neuen Welt, in der Christus zusammen mit Gott herrschen wird.B

Wörtlich in der Königsherrschaft* von Christus und Gott.

6Lasst euch nicht durch leeres Geschwätz verführen! Genau diese Dinge sind es, mit denen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, sich sein Strafgericht zuziehen.

7Mit solchen Leuten dürft ihr nichts zu tun haben!

8Auch ihr gehörtet einst zur Finsternis, ja, ihr wart selbst Finsternis, aber jetzt seid ihr Licht, weil ihr mit dem Herrn* verbunden seid. Lebt nun auch als Menschen des Lichts!

9Aus dem Licht erwächst als Frucht jede Art von Güte, Rechtschaffenheit und Treue.

10Fragt immer, was dem Herrn gefällt!

11Beteiligt euch nicht an dem finsteren Treiben, das keine Frucht hervorbringt. Im Gegenteil, deckt es auf!

12Man muss sich schämen, auch nur zu nennen, was manche heimlich tun.

13Wenn es aber vom Licht, das ihr ausstrahlt,C aufgedeckt wird, kommt es ans Licht.

das ihr ausstrahlt: verdeutlichender Zusatz nach der wahrscheinlichsten Deutung. Durch das Beispiel eines »Lebens aus dem Licht« kommen die in der Finsternis Lebenden zum Bewusstsein ihres Tuns und wenden sich möglicherweise selber dem Licht zu (Vers 14).

14Und was ans Licht kommt, wird selbst Licht. Darum singen wir:

»Wach auf, du Schläfer!
Steh auf vom Tod!
Und Christus, deine Sonne,
geht für dich auf.«

15Darum achtet genau auf eure Lebensweise! Lebt nicht wie Unwissende, sondern wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt.

16Nutzt die Zeit; denn wir leben in einer bösen Welt*.

17Seid also nicht uneinsichtig, sondern begreift, was der Herr von euch erwartet.

18Betrinkt euch nicht; denn zu viel Wein verführt zu einem liederlichen Lebenswandel. Lasst euch lieber vom Geist* Gottes erfüllen!

19Ermuntert einander mit Psalmen und Lobliedern, wie der Geist sie euch eingibt. Singt und spielt Christus, dem Herrn, von ganzem Herzen.

20Dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Gegenseitige Unterordnung: Männer und Frauen

21Ordnet euch einander unter, wie es die Ehrfurcht vor Christus verlangt.

22Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, so wie ihr euch dem Herrn* unterordnet.

23Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der Gemeinde steht. Christus als dem Haupt verdankt die Gemeinde, die sein Leib* ist, ihre Rettung.

24Wie nun die Gemeinde Christus untergeordnet ist, so müssen auch die Frauen sich ihren Männern in allem unterordnen.

25Ihr Männer, liebt eure Frauen so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat! Er hat sein Leben für sie gegeben,

26um sie rein und heilig* zu machen im Wasser der Taufe und durch das dabei gesprochene Wort.D

Wörtlich um sie heilig zu machen, sie reinigend im Bad des Wassers durch das Wort; vgl. die Sacherklärung »Taufe«.

27Denn er wollte sie als seine Braut in makelloser Schönheit vor sich stellen, ohne Flecken und Falten oder einen anderen Fehler, heilig und vollkommen.

28So müssen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Körper. Denn ein Mann, der seine Frau liebt, liebt sich selbst.

29Niemand hat doch je seinen eigenen Körper gehasst; im Gegenteil, er ernährt und pflegt ihn. So tut es auch Christus mit der Gemeinde,

30die sein Leib* ist.E Und wir alle sind doch Teile an diesem Leib.

die sein Leib ist: verdeutlichender Zusatz.

31Ihr kennt das Wort: »Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.«
zit Gen 2,24

32In diesem Wort liegt ein tiefes Geheimnis. Ich beziehe die Aussage auf Christus und die Gemeinde.

33Es gilt aber auch für euch: Jeder von euch muss seine Frau so lieben wie sich selbst. Die Frau aber soll ihren Mann achten.