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  • Die Sprüche
  • Spr 1,22-31

Überschrift und Zweck des Buches: Unterweisung in der Weisheit

11Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel,

2um zu erkennen Weisheit und Zucht, um zu verstehen verständige Worte,

3um anzunehmen Zucht <mit> EinsichtA, <dazu> Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit,

o. Zucht, kluges Handeln

4um EinfältigenA Klugheit zu geben, dem jungen Mann Erkenntnis und Besonnenheit.

o. Unerfahrenen; o. Unverständigen

5Der Weise höre und mehre die Kenntnis, und der Verständige erwerbeA weisen RatB,

o. Es hört darauf der Weise und nimmt zu an Einsicht, und der Verständige erwirbt

w. Steuerungen; d. h. Verhaltensregeln; o. weise Lenkung

6um zu verstehen Spruch und Bildrede, Worte von Weisen und ihre Rätsel! —

7Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht verachten <nur> die Narren.

Warnung vor Verführung zur Gewalttat

8Gehorche, mein Sohn, der Zucht deines Vaters und verwirf nicht die WeisungA deiner Mutter!

o. das Gesetz

9Denn ein anmutiger Kranz für dein Haupt sind sie und eine Kette für deinen Hals. —

10Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so folge <ihnen> nicht!

11Wenn sie sagen: Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, wollen ohne Grund dem RechtschaffenenA nachstellen.

o. dem Unschuldigen

12Wir wollen sie wie der Scheol lebendig verschlingen und vollständig wie solche, die <im Nu> in die Grube hinabfahren.

13Allerlei kostbaren Besitz werden wir finden, werden unsere Häuser mit Beute füllen.

14Dein Los wirf nur in unserer Mitte; ein Beutel soll uns allen sein! —

15Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad!

16Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.

17In den Augen aller VögelA ist das Fangnetz ja <auch> ohne Absicht bestreutB;

w. jedes Herrn der Schwinge

d. h. mit Köder; andere üs. mit Textänderung: ausgespannt

18doch jene lauern auf ihr Blut, sie stellen ihrem Leben nachA.

o. und lauern auf ihr eigenes Blut, stellen ihrem eigenen Leben nach

19So sindA die Pfade eines jeden, der unrechten Gewinn macht: Der nimmt seinem Besitzer das Leben.

d. h. wie das Schicksal der Vögel, die sich auf den Köder stürzen

Warnung vor Ungehorsam gegenüber der Weisheit

20Die Weisheit schreit draußen; auf den Plätzen lässt sie ihre Stimme erschallen.

21Wo man am lautesten lärmtA, ruft sie. An den Eingängen der Tore, in der Stadt, spricht sie ihre Worte:

w. Auf dem Gipfel der lärmenden

22Bis wann, ihr EinfältigenA, wollt ihr EinfaltB lieben und haben Spötter ihre Lust an Spott und hassen die Toren Erkenntnis?

o. Unerfahrenen; o. Unverständigen

o. Unerfahrenheit; o. Unverstand

23Wendet ihr euch meiner Mahnung zu, sieheA, so will ich meinen Geist euch sprudeln lassen, will euch kundtun meine Worte. —

o. Kehrt auf meine Rüge hin um! Siehe

24Weil ich rief und ihr euch weigertet, <weil> ich meine Hand ausstreckte und niemand aufmerkte

25und ihr fahren ließet all meinen Rat und meine MahnungA nicht wolltet,

o. Rüge

26so will auch ich bei eurem Unglück lachen, will spotten, wenn der Schrecken über euch kommt,

27wenn wie ein Unwetter der Schrecken euch naht, euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm, wenn Bedrängnis und Angst über euch kommen.

28Dann rufen sie mich, doch ich antworte nicht, <dann> suchen sie mich, doch sie finden mich nicht.

29Weil sie Erkenntnis gehasst und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben,

30meinen Rat nicht gewollt, verschmäht haben all meine MahnungA,

o. Rüge

31sollen sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen sich sättigen.

32Ja, die Abkehr der EinfältigenA tötet sie, und die Sorglosigkeit der Toren vernichtet sie.

o. Unerfahrenen; o. Unverständigen

33Doch wer auf mich hört, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des Unglücks Schrecken.