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  • Die Sprüche
  • Spr 31,10-31

311Worte Lemuëls, des Königs von Massa, mit denenA seine Mutter ihn unterwies:

so mit anderer Zeichensetzung; Mas. T.: Worte des Königs Lemuël, Ausspruch, womit; andere üs.: Worte an Lemuël, den König von Massa

2Was, mein Sohn Awas, Lemuël, mein Erstgeborener, soll ich dir sagenA und was, du Sohn meines Leibes, und was, du Sohn meiner Gelübde?

so mit LXX; im Mas. T. fehlt dieses Satzstück

3Gib nicht den Frauen deine Kraft, noch deine Wege denen, die Könige auslöschenA.

T.; Mas. T.: deine Wege , Könige auszulöschen

4Nicht für Könige <ziemt es sich>, Lemuël, nicht für Könige, Wein zu trinken, noch für Fürsten <zu fragen>: Wo ist Rauschtrank?

5Sonst trinkt einer und vergisst, was vorgeschrieben ist, und verändert den Rechtsanspruch aller ElendenA. —

w. aller Söhne des Elends

6Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den VerbittertenA!

w. denen mit bitterer Seele

7Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken.

8Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller SchwachenA!

o. aller Dahinschwindenden; w. aller Söhne des Vergehens

9Öffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und Armen!

10AEine tüchtige Frau — wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr WertB.

Die V. 10—31 sind ein Akrostichon, d. h., im Hebr. folgen die Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse der alphabetischen Ordnung.

w. ihr Kaufpreis

11Ihr vertraut das Herz ihres MannesA, und an AusbeuteB wird es ihm nicht fehlen.

w. ihres herrn

nach anderen: an Nachkommen

12Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.

13Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer HändeA.

o. was ihren Händen gefällt

14Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her holt sie ihr Brot herbei.

15Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden.

16Sie hält Ausschau nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.

17Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark.

18Sie merkt, dass ihr Erwerb gut ist; <auch> nachts erlischt ihre Lampe nicht.

19Sie streckt ihre Hände aus nach der Spinnrolle, und ihre Finger ergreifen die Spindel.

20Ihre Hand öffnet sie dem Elenden und streckt ihre Hände dem Armen entgegen.

21Nicht fürchtet sie für ihr Haus den Schnee, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin<stoff>e gekleidetA.

LXX und Vulg.: ist doppelt eingekleidet

22Decken macht sie sich; Byssus und roter Purpur sind ihr Gewand.

23Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er Sitzung hält mit den Ältesten des Landes.

24<Kostbare> Hemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem KaufmannA.

o. dem Kanaanäer

25Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und <unbekümmert> lacht sie dem nächsten Tag zu.

26Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundlicheA Weisung ist auf ihrer Zunge.

o. gütige

27Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, und das Brot der Faulheit isst sie nicht.

28Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr MannA <tritt auf> und rühmt sie:

w. ihr herr

29Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle!

30TrügerischA ist Anmut und nichtigB die Schönheit; eine Frau <aber>, die den HERRN fürchtet, die soll man rühmen.

w. Lüge

w. ein Windhauch

31Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!