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Ermahnung zur Gottesfurcht

31Mein Sohn, meine Weisung vergiss nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote!

2Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir.

3Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf deines Herzens Tafel!

4Und finde Gunst und feine Klugheit in den Augen Gottes und der Menschen!

5Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!

6Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!

7Sei nicht weise in deinen Augen, fürchte den HERRN und weiche vom Bösen!

8Das ist Heilung für deinen LeibA, Labsal für deine Gebeine.

so mit LXX und der syr. Üs.; Mas. T.: für deinen Nabel

9Ehre den HERRN mitA deinem Besitz, mitA den Erstlingen all deines Ertrages!

w. von

10Dann füllen deine Speicher sich mit Vorrat, und von Most fließen über deine Keltern.

11Die Zucht des HERRN, mein Sohn, verwirf nicht, und lass dich nicht verdrießen seine Mahnung!

12Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er wie ein Vater den SohnA, den er gern hat.

andere in Anlehnung an LXX: den züchtigt er, er fügt dem Sohn Schmerz zu

Wert und Nutzen der Weisheit

13Glücklich der Mensch, der Weisheit gefunden hat, der Mensch, der Verständnis erlangt!

14Denn ihr Erwerb ist besser als SilberA und <wertvoller> als Gold ihr GewinnB.

w. besser als der Erwerb von Silber

o. Ertrag

15Kostbarer ist sie als Korallen, und alle deine Kleinode kommen an Wert ihr nicht gleich.

16Länge des LebensA <ist> in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre.

w. der Tage

17Ihre Wege sind freundliche Wege, und alle ihre Pfade sind Frieden.

18Ein Baum des Lebens ist sie für <alle>, die sie ergreifen, und wer an ihr festhält, ist glücklich zu preisen.

19Der HERR hat durch Weisheit die Erde gegründet, den Himmel befestigt durch Einsicht.

20Durch seine Erkenntnis brachen die FlutenA hervor, die Wolken triefen von Tau. —

o. Tiefen; vgl. 1Mo 1,2

21Mein Sohn, lass sie nicht weichen aus deinen Augen, bewahre Umsicht und Besonnenheit!

22So werden sie Leben sein für deine Seele und Anmut für deinen Hals.

23Dann gehst du sicher deinen Weg, dein Fuß stößt nirgends an.

24Wenn du dich hinlegst, wirst du nicht aufschrecken, und liegst du, erquickt <dich> dein Schlaf.

25Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem VerderbenA der Gottlosen, wenn es <über sie> kommt!

w. Unwetter

26Denn der HERR ist deine ZuversichtA und bewahrt deinen Fuß vor der Falle.

o. ist an deiner Seite

Ermahnung zur Nächstenliebe

27Enthalte Gutes dem nicht vor, dem es gebührtA, wenn es in der Macht deiner Hand steht, es zu tun! —

o. dem, der es braucht; w. seinem Herrn

28Sage nicht zu deinem Nächsten: Geh, komm <später> wieder, und morgen will ich geben!, — wo du doch hast. —

29SchmiedeA nicht Böses gegen deinen Nächsten, während er vertrauensvoll bei dir wohnt! —

w. Pflüge

30Geh mit keinem grundlos vor Gericht, wenn er dir nichts Böses angetan! —

31Beneide nicht den Mann der Gewalttat und wähle keinen seiner Wege! —

32Denn ein Gräuel für den HERRN ist, wer sich auf Abwege begibt; doch mit den Aufrichtigen hält er seinen RatA.

o. seinen vertrauten Umgang

33Der Fluch des HERRN fällt auf das Haus des Gottlosen, doch die Wohnung der Gerechten segnet er.

34Den Spöttern gegenüber spottet er, den Demütigen aber gibt er Gnade.

35Ehre erben die Weisen, die Toren aber tragen Schande davonA.

w. die Toren aber hebt die Schande hoch