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  • Das Evangelium nach Markus
  • Mk 3,6

31Und er ging wieder in die Synagoge; und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte.

2Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten.

3Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf <und tritt> in die Mitte!

4Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.

5Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke die Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt.

6Und die PharisäerA gingen hinaus und hielten mit den HerodianernB sofort Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.

religiöse Partei im Judentum, die auf genaue Einhaltung des Gesetzes Wert legte; s. a. Anm. zu Mt 3,7

Anhänger des Herodes Antipas; vgl. Anm. zu Mt 14,1

Krankenheilungen am See Genezareth

7Und Jesus ging mit seinen Jüngern weg an den See; und es folgte eine große Menge von Galiläa und von Judäa

8und von Jerusalem und von Idumäa und <von> jenseits des Jordan und <von der Gegend> rings um Tyrus und Sidon, eine große Menge; da sie hörten, wie viel er tat, kamen sie zu ihm.

9Und er sagte seinen Jüngern, dass ihm wegen der Volksmenge ein Boot bereitgehalten werden sollte, damit sie ihn nicht drängten.

10Denn er heilte viele, so dass alle, die Leiden hatten, sich auf ihn stürzten, um ihn anzurühren.

11Und wenn die unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes.

12Und er bedrohte sie sehr, dass sie ihn nicht offenbar machten.

Berufung der zwölf Apostel

13Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, die er wollte. Und sie kamen zu ihm;

14und er beriefA zwölfB, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende, zu predigen

w. machte

Andere alte Handschr. fügen hinzu: die er auch Apostel nannte

15und Vollmacht zu haben, die Dämonen auszutreiben.

16Und er beriefA die Zwölf, und er gab dem Simon den Beinamen Petrus,

w. machte

17und Jakobus, den <Sohn> des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das ist Söhne des Donners,

18und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den <Sohn> des Alphäus, und Thaddäus und Simon, den KananäerA,

wahrscheinlich von hebr. kana (d. h. eifern)

19und Judas IskariotA, der ihn auch überlieferte.

Der Beiname bedeutete wahrscheinlich »Mann aus Kariot« und diente viell. zur Unterscheidung von dem anderen Jünger namens Judas (vgl. Joh 14,22).

Lästerung des Geistes — Die wahren Verwandten Jesu

20Und er kommt in ein Haus. Und wieder kommt die Volksmenge zusammen, so dass sie nicht einmal Brot essen konnten.

21Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie los, um ihn zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

22Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den BeelzebulA, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Das ist im Judentum der Name für den Obersten der Dämonen; die Bedeutung des Namens ist umstritten.

23Und er rief sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann Satan den Satan austreiben?

24Und wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, kann dieses ReichA nicht bestehen.

o. diese Königsherrschaft

25Und wenn ein Haus mit sich selbst entzweit ist, wird dieses Haus nicht bestehen können.

26Und wenn der Satan gegen sich selbst aufgestanden und <mit sich> entzweit ist, kann er nicht bestehen, sondern er hat ein Ende.

27Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den Starken gebunden hat, und dann wird er sein Haus berauben.

28Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden und die Lästerungen, mit denen sie auch lästern mögen;

29wer aber gegen den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in EwigkeitA, sondern ist ewiger Sünde schuldig —

griech. Äon

30weil sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.

31Und es kommen seine Mutter und seine Brüder; und sie standen draußen, sandten zu ihm und riefen ihn.

32Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder Aund deine SchwesternA draußen suchen dich.

in vielen alten Handschr. nicht enthalten

33Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder?

34Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder!

35Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und <meine> Schwester und <meine> Mutter.