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  • Das Evangelium nach Matthäus
  • Mt 6,9-13

Rechtes Almosengeben

61Habt acht auf eure GerechtigkeitA, dass ihr <sie> nicht vor den Menschen übt, um von ihnen gesehen zu werden! Sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist.

mit anderen Handschr.: eure Wohltat, euer Almosen

2Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

3Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut;

4damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

Rechtes Beten

5Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

6Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und wenn du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

7Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.

8Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.

9Betet ihr nun so: Unser Vater, der <du bist> in den Himmeln, geheiligt werde dein Name;

10dein ReichA komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!

o. deine Königsherrschaft

11Unser tägliches BrotA gib uns heute;

d. h. das für den heutigen oder folgenden Tag nötige Brot

12und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben habenA;

mit anderen Handschr.: vergeben

13und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen!A

An dieser Stelle fügen andere Handschr. hinzu: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

14Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;

15wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.

Rechtes Fasten

16Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler! Denn sie verstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.

17Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,

18damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

Warnung vor Habsucht und irdischen Sorgen

19Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und FraßA zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen;

wahrscheinlich ein Schädlingsinsekt

20sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch FraßA zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen!

wahrscheinlich ein Schädlingsinsekt

21Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

22Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;

w. schlicht, einfältig

23wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!

24Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

o. Sklave sein

d. h. Besitz, Vermögen

25Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?

26Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie <doch>. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?

27Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner LebenslängeA eine Elle zusetzen?

o. seiner Größe

28Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.

29Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen.

30Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, <wird er das> nicht viel mehr euch <tun>, ihr Kleingläubigen?

31So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?

32Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.

33Trachtet aber zuerst nach dem ReichA Gottes und nach seinerB Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

o. der Königsherrschaft

d. i. Gottes

34So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.