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  • Das Buch Ester
  • Est 1-10

Das Fest in Susa — Verstoßung der Königin Wasti

11Und es geschah in den Tagen des AhasverosA — das ist der Ahasveros, der von Indien bis nach Kusch über 127 Provinzen regierte —,

d. i. Xerxes, der Sohn des Darius I.

2in jenen Tagen also, als der König Ahasveros auf seinem Königsthron saß, der in der Burg Susa war,

3im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er ein GastmahlA für all seine Fürsten und Knechte, wobei das HeerB von Persien und Medien, die Vornehmen und Fürsten der Provinzen vor ihm waren

o. Gelage

d. h. die Generäle des Heeres

4 wobei er den Reichtum die Herrlichkeit seines Königreiches und die glänzende Pracht seiner Größe viele Tage lang, 180 Tage, zur Schau stellte.

5Und als diese Tage zu Ende waren, veranstaltete der König für alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Größten bis zum Kleinsten, ein GastmahlA von sieben Tagen im Hof des königlichen Palastgartens.

o. Gelage

6Weißes Leinen, Baumwollstoffe und violetter Purpur waren mit Schnüren aus Byssus und rotem Purpur in silbernen Ringen und an MarmorsäulenA aufgehängt. Goldene und silberne Ruhelager auf einem Mosaikboden aus BahatB und MarmorC und DarsteinenD und SocheretE.

o. Alabastersäulen

d. i. eine kostbare Steinart

o. Alabaster

Das nicht sicher zu deutende hebr. Wort wird von LXX mit »Perlmuttersteine« übersetzt.

Die Bedeutung des Wortes »Socheret« ist unbekannt. Es handelt sich wohl um ein Mineral.

7Und die Getränke reichte man in goldenen Gefäßen, und die Gefäße waren voneinander verschieden; und königlichen Wein gab es in Menge, nach der FreigebigkeitA des Königs.

o. dem Vermögen; w. der Hand

8Und als Trinkordnung galt: Keiner soll nötigen! Denn so hatte es der König für alle Vorsteher seines Hauses angeordnet, dass sie nach dem Belieben eines jeden tun sollten.

9Auch die Königin Wasti veranstaltete ein GastmahlA für die Frauen im königlichen Haus, das dem König Ahasveros gehörte.

o. Gelage

10Am siebten Tag, als das Herz des Königs vom Wein fröhlich war, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben EunuchenA, die den König Ahasveros persönlich bedientenB,

o. Hofbeamten. — Das hebr. Wort bedeutet im engeren Sinn »Eunuch«, im weiteren Sinn »Hofbeamter«. Eunuchen bekleideten häufig hohe Staatsämter.

w. die das Gesicht (o. die Person) des Königs Ahasveros bedienten

11die Königin Wasti mit dem königlichen Diadem vor den König kommen zu lassen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war von schönem Aussehen.

12Aber die Königin Wasti weigerte sich, auf das Wort des Königs hin zu kommen, das durch die EunuchenA <überbracht worden war>. Da wurde der König sehr zornig, und sein Zorn entbrannte in ihm.

o. Hofbeamten. — Das hebr. Wort bedeutet im engeren Sinn »Eunuch«, im weiteren Sinn »Hofbeamter«. Eunuchen bekleideten häufig hohe Staatsämter.

13Und der König sprach zu den Weisen, die die ZeitenA kannten — denn so eine Angelegenheit des Königs vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen,

d. h. vielleicht: frühere Rechtsfälle. — Andere üs. mit Textänderung: die Gesetze

14und die ihm am nächsten Stehenden waren Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena, Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder, die das Gesicht des Königs sahen, die den ersten Sitz im Königreich innehatten —:

15Was ist nach dem Gesetz mit der Königin Wasti zu tun, dafür, dass sie den Befehl des Königs Ahasveros<, der> durch die EunuchenA <überbracht worden ist,> nicht befolgt hat?

o. Hofbeamten. — Das hebr. Wort bedeutet im engeren Sinn »Eunuch«, im weiteren Sinn »Hofbeamter«. Eunuchen bekleideten häufig hohe Staatsämter.

16Da sprach Memuchan vor dem König und den Fürsten: Nicht allein am König hat sich die Königin Wasti vergangen, sondern auch an allen Fürsten und an allen Völkern, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros .

17Denn das Verhalten der Königin wird zu allen Frauen hinausdringen und ihre herren in ihren Augen verächtlich machen, wenn man sagt: Der König Ahasveros befahl, die Königin Wasti vor ihn kommen zu lassen, aber sie kam nicht!

18Noch heute werden die Fürstinnen von Persien und Medien, die von dem Verhalten der Königin gehört haben, das allen Fürsten des Königs vorhalten; und es wird Verachtung und Verdruss genug geben.

19Wenn es dem König recht ist, gehe ein königlicher Erlass von ihm aus, und er werde geschrieben in die Gesetze der Perser und Meder, und unwiderruflichA: Wasti darf nicht mehr vor den König Ahasveros kommen! Ihre Königswürde aber gebe der König einer anderen, die besser ist als sie.

w. und er wird nicht vergehen, o. und man darf nicht übertreten

20Und wird man den Befehl des Königs, den er erlassen wird, in seinem ganzen Königreich hören — es ist wirklich groß —, dann werden alle Frauen ihren herren Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten.

21Das Wort war gut in den Augen des Königs und der Fürsten, und der König handelte nach dem Wort Memuchans.

22Er sandte Briefe an alle Provinzen des Königs, an jede Provinz in ihrer Schrift und an jedes Volk in seiner Sprache, dass jeder Mann Herr in seinem Hause sei und dass er in der Sprache seines Volkes reden solle.

Esters Erwählung zur Königin — Aufdeckung eines Anschlags auf den König durch Mordechai

21Nach diesen Begebenheiten, als der Zorn des Königs Ahasveros sich gelegt hatte, dachte er zurück an Wasti und an das, was sie getan hatte und was über sie beschlossen worden war.

2Da sagten die PagenA des Königs, die ihn bedienten: Man suche dem König unberührte MädchenB von schönem Aussehen.

o. jungen Männer

w. Mädchen, Jungfrauen

3Und der König bestimme Beamte in allen Provinzen seines Königreiches, dass sie alle unberührten MädchenA von schönem Aussehen in die Burg Susa, ins Frauenhaus bringenB sollten, unter die Obhut des königlichen EunuchenC Hegai, des Hüters der Frauen; und man lasse ihnen SchönheitsmittelD zuteil werden.

w. Mädchen, Jungfrauen

w. versammeln

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

w. Einreibungen

4Und das Mädchen, das dem König gefälltA, mag an Wastis Stelle Königin werden. Und das WortB war recht in den Augen des Königs, und er machte es so.

w. recht ist (schön ist) in den Augen des Königs

o. die Sache

5Nun war da ein jüdischer Mann in der Burg Susa, sein Name war Mordechai, der Sohn Jaïrs, des Sohnes Schimis, des Sohnes des Kisch, ein Benjaminiter,

6der aus Jerusalem gefangen weggeführt worden war zusammen mit den Weggeführten, die mit Jechonja, dem König von Juda, gefangen weggeführt wurden, den Nebukadnezar, der König von Babel, gefangen weggeführt hatte.

7Und er war Vormund von HadassaA, das ist EsterB, der Tochter seines Onkels; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und das Mädchen war von schöner Gestalt und von schönem AussehenC. Und als ihr Vater und ihre Mutter gestorben waren, hatte Mordechai sie als seine Tochter angenommen.

d. h. Myrte, o. Braut

Der Name wird von den alten jüdischen Auslegern als »Stern« gedeutet.

o. und hatte ein hübsches Gesicht

8Und es geschah, als das Wort des Königs und sein Gesetz vernommen wurden und als viele Mädchen in die Burg Susa unter die Obhut Hegais zusammengebracht wurden, da wurde auch Ester in das Haus des Königs aufgenommen unter die Obhut Hegais, des Hüters der Frauen.

9Und das Mädchen gefiel ihmA und erlangte Gnade vor ihm. Und er beeilte sich, ihr die <nötigen> SchönheitsmittelB und die gebührende VerpflegungC zuteil werden zu lassen und ihr die sieben auserlesensten MädchenD aus dem Haus des Königs zu geben. Dann ließ er sie mit ihren MädchenD in den besten Flügel des Frauenhauses umziehenE.

w. war recht (war schön) in seinen Augen

w. Einreibungen

w. und ihre Portionen

o. Dienerinnen

w. Dann veränderte er sie und ihre Mädchen zum Besten in das Frauenhaus

10Ester hatte ihr Volk und ihre Abstammung nicht angegeben, denn Mordechai hatte ihr befohlen, dass sie es nicht angeben sollte.

11Mordechai aber ging Tag für Tag vor dem Hof des Frauenhauses auf und ab, um das Wohlergehen Esters zu erfahrenA und was mit ihr geschähe.

o. zu erkennen

12Wenn nun die Reihe an ein jedes der Mädchen kam, zum König Ahasveros hineinzugehen, nachdem es gemäß der Vorschrift für Frauen zwölf Monate lang behandelt worden war — denn so wurden die Tage ihrer SchönheitspflegeA voll, <nämlich> sechs Monate mit Myrrhenöl und sechs Monate mit Balsamölen und mit SchönheitsmittelnB für Frauen —,

w. Massage

w. Einreibungen

13dann ging das Mädchen unter folgenden <Umständen> zum König hinein: Alles, was es nannte, wurde ihm gegebenA und durfte mit ihm aus dem Frauenhaus ins Haus des Königs mitkommen.

o. und dann das Mädchen zum König hineinging, wurde ihm alles, was es verlangte, gegeben

14Am Abend ging es hinein und am Morgen kehrte es in das zweite Frauenhaus zurück, unter die Obhut des königlichen EunuchenA Schaasgasch, des Hüters der Nebenfrauen. Es kam nicht wieder zum König hinein, es sei denn, dass der König Gefallen an ihm hatte, und es namentlich gerufen wurde.

o. Hofbeamte(n); vgl. die Anm. zu Kap. 1,10

15Und als die Reihe an Ester kam, die Tochter Abihajils, des Onkels Mordechais, der als seine Tochter angenommen hatte, dass sie zum König kommen sollte, verlangte sie nichts, außer was der königliche EunuchA, Hegai, der Hüter der Frauen, sagte. Und Ester erlangte Gunst in den Augen aller, die sie sahen.

o. Hofbeamte(n); vgl. die Anm. zu Kap. 1,10

16So wurde Ester zum König Ahasveros in sein königliches Haus geholt, im zehnten Monat — das ist der Monat Tebet — im siebten Jahr seiner Regierung.

17Und der König gewann Ester lieb, mehr als alle Frauen, und sie erlangte Gunst und Gnade vor ihm, mehr als all die Jungfrauen. Und er setzte das königliche Diadem auf ihr Haupt und machte sie an Wastis Stelle zur Königin.

18Und der König veranstaltete für all seine Fürsten und Knechte ein großes Gastmahl, das Gastmahl Esters. Den Provinzen gewährte er einen SteuererlassA und bewilligte eine spende nach der FreigebigkeitB des Königs.

o. eine Amnestie; o. einen Festtag

o. dem Vermögen; w. der Hand

19Und als zum zweiten Mal Jungfrauen zusammengebracht wurden, saß Mordechai im Tor des KönigsA.

d. h. Mordechai war am Königshof angestellt

20Ester hatte ihre Abstammung und ihr Volk nicht angegeben, ganz wie Mordechai ihr befohlen hatte. Und Ester befolgte Mordechais Befehl wie <früher>, als sie bei ihm unter Vormundschaft lebte.

21In jenen Tagen, als Mordechai im Tor des Königs saßA, gerieten Bigtan und Teresch, zwei königliche EunuchenB von denen, die an der Schwelle Wache hielten, in Zorn und trachteten danach, Hand an den König Ahasveros zu legen.

d. h. Mordechai war am Königshof angestellt

o. Hofbeamte(n); vgl. die Anm. zu Kap. 1,10

22Und die Sache wurde dem Mordechai bekannt, und er berichtete es der Königin Ester, und Ester sagte es dem König im Namen Mordechais .

23Da wurde die Sache untersucht und befunden, und die beiden wurden an ein Holz gehängt. Und es wurde vor dem KönigA ins Buch der GeschichteB geschrieben.

o. für den König

w. ins Buch der Begebenheiten der Tage

Haman und Mordechai — Anschlag des Haman gegen die Juden

31Nach diesen Begebenheiten machte der König Ahasveros Haman, den Sohn des Hammedata, den Agagiter, groß, und er erhob ihn und stellte seinen Sitz über alle Fürsten, die bei ihm waren.

2Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und warfen sich nieder vor Haman, denn so hatte der König es in Bezug auf ihn befohlen. Aber Mordechai beugte seine Knie nicht und warf sich nicht nieder.

3Da sagten die Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: Warum übertrittst du den Befehl des Königs?

4Und es geschah, als sie es Tag für Tag zu ihm sagten und er nicht auf sie hörte, da berichteten sie es Haman, um zu sehen, ob Mordechais Begründung anerkannt werden würdeA; denn er hatte ihnen mitgeteilt, dass er Jude sei.

o. ob Mordechais Verhalten Bestand hätte; w. ob Mordechais Worte Bestand hätten

5Und als Haman sah, dass Mordechai vor ihm weder seine Knie beugte noch sich niederwarf, da wurde Haman mit Zorn erfüllt.

6Aber es war in seinen Augen zu gering, die Hand an Mordechai allein zu legen, da man ihm die VolkszugehörigkeitA Mordechais mitgeteilt hatte. So suchte Haman alle Juden, die im ganzen Königreich des Ahasveros waren, das Volk Mordechais zu vernichten.

w. das Volk

7Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr des Königs Ahasveros, warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, und das Los fiel auf den dreizehnten Tag des zwölften MonatsA, das ist der Monat Adar.

so in Anlehnung an LXX; Mas. T.: von Monat zu Monat, zwölften

8Da sagte Haman zum König Ahasveros: Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes Volkes verschieden, und die Gesetze des Königs befolgen sie nicht; und es ist dem König nicht angemessen, sie gewähren zu lassen.

9Wenn es dem König gefällt, werde geschrieben, dass man sie ausrotte. Ich will dann zehntausend Talente Silber in die Hände der BeamtenA darwiegen, damit sie es in die Schatzkammern des Königs bringen.

w. in die Hände der Täter des Werkes

10Da zog der König seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter, dem Bedränger der Juden.

11Und der König sagte zu Haman: Das Silber sei dir gegeben und das Volk, dass du mit ihm verfährst, wie es gut ist in deinen Augen!

12Da wurden die Schreiber des Königs gerufen im ersten Monat, am dreizehnten Tag desselben. Und es wurde an die Satrapen des Königs geschrieben nach allem, was Haman befahl, und an die Statthalter über jede Provinz und an die Obersten eines jeden Volkes, jeder einzelnen Provinz in ihrer Schrift und jedem einzelnen Volk in seiner Sprache. Im Namen des Königs Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt.

13Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königs gesandt, um alle Juden zu vernichten, umzubringen und auszurotten, vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag, am Dreizehnten des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und um ihre Beute zu erbeuten.

14Die Abschrift des Schreibens sollte in jeder einzelnen Provinz als Gesetz erlassen werden, man allen Völkern bekannt machte, damit sie für diesen Tag bereit wären.

15Die Eilboten zogen auf das Wort des Königs eilig aus. Und das Gesetz wurde in der Burg Susa erlassen. Und der König und Haman setzten sich, um zu trinken. Die Stadt Susa aber war in Aufregung.

Mordechais Plan zur Rettung der Juden durch Ester

41Und als Mordechai alles erkannte, was geschehen war, da zerriss Mordechai seine Kleider und kleidete sich in Sack und Asche. Und er ging hinaus mitten in die Stadt und erhob ein lautes und bitterliches KlagegeschreiA.

o. Hilfegeschrei

2So kam er bis vor das Tor des Königs. Denn in das Tor des Königs durfte man nicht im Sackgewand kommen.

3Und in jeder einzelnen Provinz, überall, wohin das Wort des Königs und sein Gesetz gelangte, war eine große Trauer bei den Juden und Fasten und Weinen und Wehklage. Den meisten war Sack und Asche als Lager ausgebreitet.

4Und Esters DienerinnenA und ihre EunuchenB kamen und teilten ihr mit. Da geriet die Königin sehr in AngstC. Und sie sandte Kleider hin, um Mordechai zu bekleiden und sein Sacktuch von ihm abzunehmen; aber er nahm sie nicht an.

w. Mädchen

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

o. Da wand sich die Königin zitternd

5Da rief Ester Hatach, einen von den EunuchenA des Königs, den er mit ihrem Dienst beauftragt hatteB, und gab ihm Befehl wegen Mordechai, um zu erfahrenC, was das sei und weshalb es so sei.

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

w. den er vor ihr stehen hieß

o. erkennen

6Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs .

7Und Mordechai teilte ihm alles mit, was ihm widerfahren war, auch den genauen Betrag an Silber, den Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des Königs für die Juden darzuwiegen, um sie ausrotten zu können.

8Auch eine Abschrift des Schreibens mit dem Gesetz, das in Susa zu ihrer Vernichtung erlassen worden war, gab er ihm. solle er der Ester zeigen und ihr mitteilen. Und er solle ihr gebieten, zum König hineinzugehen, ihn um Gnade anzuflehen und vor ihm für ihr Volk zu bitten.

9Und Hatach kam und teilte Ester die Worte Mordechais mit.

10Da sagte Ester zu Hatach und trug ihm auf für Mordechai:

11Alle Knechte des Königs und das Volk der Provinzen des Königs wissenA, dass für jeden, Mann oder Frau, der zum König in den inneren Hof hineingeht, ohne dass er gerufen worden ist, ein Gesetz gilt, <nämlich ihn> zu töten, es sei denn, dass der König ihm das goldene Zepter entgegenreicht, darf er am Leben bleiben. Ich aber, ich bin schon seit dreißig Tagen nicht gerufen worden, zum König hineinzukommen.

o. erkennen

12Und man teilte Mordechai die Worte Esters mit.

13Und Mordechai ließ der Ester antworten: Bilde dir nicht ein, du könntest dich mit deinem LebenA im Haus des Königs von allen Juden in Sicherheit bringen!

o. Bilde dir in deinem Innern nicht ein, du könntest dich

14Denn wenn du zu diesem Zeitpunkt wirklich schweigst, so wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem andern Ort her erstehen. Du aber und das Haus deines Vaters, ihr werdet umkommen. Und wer erkennt, ob du nicht gerade für einen Zeitpunkt wie diesen zur Königswürde gelangt bist?

15Da ließ Ester dem Mordechai antworten:

16Geh hin, versammle alle Juden, die sich in Susa befinden! Und fastet um meinetwillen und esst nicht und trinkt nicht drei Tage lang, Nacht und Tag! Auch ich selbst werde mit meinen DienerinnenA ebenso fasten. Und sodann will ich zum König hineingehen, obwohl es nicht nach dem Gesetz ist. Und wenn ich umkomme, so komme ich um!

w. Mädchen

17Da ging Mordechai weg und handelte nach allem, was Ester ihm befohlen hatte.

Ester vor dem König

51Und es geschah am dritten Tag, da kleidete sich Ester königlich und trat in den inneren Hof des Königshauses, dem Haus des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem königlichen Thron im königlichen Haus, dem Eingang des Hauses gegenüber.

2Und es geschah, als der König die Königin Ester im Hof stehen sah, erlangte sie Gunst in seinen Augen, und der König reichte Ester das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war. Da näherte sich Ester und berührte die Spitze des Zepters.

3Und der König sagte zu ihr: Was ist dir, Königin Ester? Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, sie soll dir gegeben werden!

4Da sagte Ester: Wenn es dem König recht ist, so möge der König mit Haman heute zu dem Mahl kommen, das ich ihm bereitet habe.

5Da sagte der König: Eilt, Haman, damit wir tun, was Ester gesagt hat!

Und der König und Haman kamen zu dem Mahl, das Ester bereitet hatte.

6Und der König sprach zu Ester beim Weingelage: Was ist deine Bitte? Sie soll dir gewährt werden! Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll erfüllt werden!

7Da antwortete Ester und sagte: Meine Bitte und mein Begehren :

8Wenn ich in den Augen des Königs Gunst gefunden habe und wenn es dem König recht ist, meine Bitte zu gewähren und mein Begehren zu erfüllen, so möge der König mit Haman zu dem Mahl kommen, das ich ihnen bereiten will. Morgen will ich dann nach dem Wort des Königs tun.

Hamans Absicht, Mordechai zu töten — Mordechais Ehrung durch Haman auf Befehl des Königs

9Und Haman ging an diesem Tag fröhlich und guten Mutes fort. Als aber Haman Mordechai im Tor des Königs sah und dass er nicht aufstand und ihm keine Ehrfurcht erwiesA, da wurde Haman von Zorn über Mordechai erfüllt.

w. und nicht vor ihm zitterte; andere: und ihm nicht aus dem Weg ging

10Aber Haman bezwang sich und kam in sein Haus. Dann sandte er hin und ließ seine Freunde und seine Frau Seresch kommen.

11Und Haman zählte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge seiner Söhne auf und alles, womit der König ihn groß gemacht habe und womit er ihn über die Fürsten und Knechte des Königs erhoben habe.

12Und Haman sagte: Zudem hat die Königin Ester neben dem König niemanden zu dem Mahl kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich, und auch für morgen bin ich zusammen mit dem König zu ihr eingeladen.

13Alles das aber genügt mir nicht, solange ich den Juden Mordechai im Tor des Königs sitzen sehe.

14Da sagten seine Frau Seresch und all seine Freunde zu ihm: Man soll einen Holzpfahl herrichten, fünfzig Ellen hoch! Und am Morgen sage dem König, dass man Mordechai daran aufhängen soll! Dann geh mit dem König fröhlich zum Mahl! Das Wort gefiel Haman gutA, und er ließ den Holzpfahl herrichten.

w. Das Wort war wohlgefällig vor Haman

61In jener Nacht floh den König der Schlaf. So befahl er, das Buch der Denkwürdigkeiten, die ChronikA, zu bringen. Und sie wurden vor dem König vorgelesen.

w. die Begebenheiten der Tage

2Da fand sich geschrieben, was Mordechai gemeldet hatte über Bigtan und Teresch, die beiden königlichen EunuchenA, von denen, die an der Schwelle Wache hielten, dass sie <nämlich> danach getrachtet hatten, Hand an den König Ahasveros zu legen.

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

3Da sagte der König: Was ist dem Mordechai dafür an Ehre und AuszeichnungA erwiesen worden? Und die PagenB des Königs, die ihn bedienten, sagten: Es ist ihm nichts erwiesen worden.

w. und Größe

o. jungen Männer

4Da sagte der König: Wer ist im Hof? Nun war Haman in den äußeren Hof des Königshauses gekommen, um dem König zu sagen, man möchte doch Mordechai an dem Holzpfahl aufhängen, den er für ihn errichtet hatte.

5Und die PagenA des Königs sagten zu ihm: Siehe, Haman steht im Hof. Der König sagte: Er soll hereinkommen!

o. jungen Männer

6Und Haman kam herein. Der König sagte zu ihm: Was soll man dem Mann tun, an dessen Ehrung der König Gefallen hat? Da dachte Haman in seinem Herzen: Wem könnte der König mehr Ehrung erweisen wollen als mir?

7Und Haman sagte zum König: Was den Mann betrifft, an dessen Ehrung der König Gefallen hat,

8so soll man ein königliches Gewand bringen, mit dem sich der König bekleidet hat, und ein Pferd, auf dem der König geritten ist und auf dessen Kopf königlicher KopfschmuckA gesetzt worden ist.

w. ein königliches Diadem

9Und man soll das Gewand und das Pferd der Hand eines der Obersten des Königs, eines der Vornehmen übergeben. Und man soll dem Mann, an dessen Ehrung der König Gefallen hat, das Gewand anziehen und ihn auf dem Pferd über den Platz der Stadt reiten lassen und soll vor ihm her ausrufen: So wird dem Mann getan, an dessen Ehrung der König Gefallen hat!

10Da sagte der König zu Haman: Beeile dich, nimm das Gewand und das Pferd, wie du geredet hast, und mache es so mit Mordechai, dem Juden, der im Tor des Königs sitzt! Lass nichts ausfallen von allem, was du geredet hast!

11Da nahm Haman das Gewand und das Pferd, und er zog Mordechai das Gewand an und ließ ihn über den Platz der Stadt reiten und rief vor ihm her aus: So wird dem Mann getan, an dessen Ehrung der König Gefallen hat!

12Dann kehrte Mordechai zum Tor des Königs zurück. Haman aber eilte in sein Haus, traurig und mit verhülltem Haupt.

13Und Haman erzählte seiner Frau Seresch und all seinen Freunden alles, was ihm widerfahren war. Da sagten seine RatgeberA und seine Frau Seresch zu ihm: Wenn Mordechai, vor dem du zu fallen begonnen hast, von den Nachkommen der Juden ist, dann wirst du nichts gegen ihn ausrichten, sondern du wirst vollends vor ihm zu Fall kommen!

w. seine Weisen

14Während sie noch mit ihm redeten, trafen die EunuchenA des Königs ein und holten in aller Eile Haman zu dem Mahl, das Ester bereitet hatte.

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

Esters Anklage gegen Haman — Sein Sturz und Ende

71Und der König und Haman kamen, um bei der Königin Ester zu trinken.

2Und der König sprach zu Ester auch am zweiten Tag beim Weintrinken: Was ist deine Bitte, Königin Ester? Sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll erfüllt werden.

3Da antwortete die Königin Ester und sagte: Wenn ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, König, und wenn es dem König recht ist, so möge mir mein Leben geschenkt werden auf meine Bitte hin und mein Volk auf mein Begehren hin.

4Denn man hat uns verkauft, mich und mein Volk, um zu vernichten, umzubringen und auszurotten. Und wenn wir als Sklaven und Sklavinnen verkauft worden wären, hätte ich geschwiegen, denn das wäre keine Bedrängnis, die einer Belästigung des Königs wert gewesen wäreA.

o. denn dann gäbe es keinen Bedränger, ausreichend für eine Belästigung des Königs; w. keine Bedrängnis, ausreichend für eine Belästigung des Königs

5Da sprach der König Ahasveros und sagte zur Königin Ester: Wer ist der, und wo ist der, den sein Herz erfüllt hat, so zu tun?

6Und Ester sagte: Bedränger und Feind ist dieser böse Haman! Da wurde Haman vor dem König und der Königin mit Schrecken erfüllt.

7Und der König stand in seiner Wut vom Weintrinken auf in den Garten des Palastes. Haman aber blieb, um bei der Königin Ester um sein Leben zu bitten; denn er sah, dass das Unglück gegen ihn beim König beschlossen war.

8Als nun der König aus dem Palastgarten ins Haus des Weintrinkens zurückkam, war Haman auf das Ruhelager gesunken, auf dem Ester saß. Da sagte der König: Will man sogar in meiner Gegenwart hier im Haus der Königin Gewalt antunA? Das Wort war aus dem Mund des Königs gegangen, da verhüllte man Hamans Gesicht.

d. h. die Königin zwingen; o. die Königin vergewaltigen

9Und Harbona, einer von den EunuchenA, sagte: Siehe, da steht auch schon bei Hamans Haus der Holzpfahl, fünfzig Ellen hoch, den Haman für Mordechai hat machen lassen, der Gutes für den König geredet hat. Da sagte der König: Hängt ihn daran auf!

o. Hofbeamten; vgl. Anm. zu Kap. 1,10

10So hängte man Haman an dem Holzpfahl auf, den er für Mordechai errichtet hatte. Da legte sich die Wut des Königs.

Mordechais Erhöhung — Befehl zum Schutz der Juden

81An jenem Tag schenkte der König Ahasveros der Königin Ester das Haus Hamans, des Bedrängers der Juden. Und Mordechai kam vor den König, denn Ester hatte ihm mitgeteilt, was er für sie war.

2Und der König zog seinen Siegelring ab, den er Haman weggenommen hatte, und gab ihn Mordechai. Und Ester setzte Mordechai über das Haus Hamans ein.

3Und noch einmal redete Ester vor dem König und fiel vor seinen Füßen nieder. Und sie weinte und flehte ihn an, das von Haman, dem Agagiter, Unheil abzuwenden und seinen Anschlag, den er gegen die Juden geplant hatte.

4Und der König reichte Ester das goldene Zepter entgegen. Da erhob sich Ester, trat vor den König hin

5und sagte: Wenn es dem König recht ist und wenn ich Gunst vor ihm gefunden habe und die Sache vor dem König genehm ist und ich ihm wohlgefällig bin, dann widerrufe man schriftlich die Briefe Anschlag des Agagiters Haman, des Sohnes Hammedatas, die er geschrieben hat, um die Juden auszurotten, die in allen Provinzen des Königs .

6Denn wie könnte ich das Unheil mit ansehen, das mein Volk treffen wird? Und wie könnte ich den Untergang meines Geschlechts mit ansehen?

7Da sagte der König Ahasveros zur Königin Ester und zu Mordechai, dem Juden: Siehe, das Haus Hamans habe ich Ester geschenkt, und ihn hat man an dem Holzpfahl aufgehängt, weil er seine Hand gegen die Juden ausgestreckt hat.

8Ihr aber, schreibt ihr nun, was die Juden betrifft, im Namen des Königs, wie ihr es für gut haltet, und versiegelt es mit dem Siegelring des Königs. Denn es ist unmöglich, eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt ist, zu widerrufen.

9So wurden denn in jener Zeit, <nämlich> im dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am 23. desselben die Schreiber des Königs gerufen. Und es wurde nach allem, was Mordechai befahl, an die Juden geschrieben und an die Satrapen und die Statthalter und die Obersten der Provinzen von Indien bis Kusch, 127 Provinzen, in der Schrift jeder einzelnen Provinz und in der Sprache jedes einzelnen Volkes; ebenso an die Juden in ihrer Schrift und in ihrer Sprache.

10Und er schrieb im Namen des Königs Ahasveros und versiegelte es mit dem Siegelring des Königs. Und er sandte durch die Eilboten zu Pferd, die auf den königlichen Postpferden den Gestüten rittenA, Briefe,

o. die auf königlichen Postpferden, Rennstuten ritten

11worin der König den Juden in jeder einzelnen Stadt gestattete, sich zu versammeln und für ihr Leben einzustehen alle Macht eines Volkes und einer Provinz, die sie bedrängen würde, samt Kindern und Frauen zu vernichten, umzubringen und auszurotten und ihre Beute zu erbeuten,

12 an ein und demselben Tag in allen Provinzen des Königs Ahasveros, am dreizehnten Tag des zwölften Monats, das ist der Monat Adar.

13Die Abschrift des Schreibens sollte in jeder einzelnen Provinz als Gesetz erlassen werden, man allen Völkern bekannt machte, und zwar damit die Juden für diesen Tag bereit wären, sich an ihren Feinden zu rächen.

14Die Eilboten, die auf den königlichen Postpferden ritten, zogen auf das Wort des Königs schnell und in Eile aus. Und das Gesetz wurde in der Burg Susa erlassen.

15Und Mordechai ging von vor dem König hinaus in königlicher Kleidung aus violettem Purpur und weißem Leinen, mit einem großen goldenen Diadem und in einem Mantel aus Byssus und rotem Purpur. Die Stadt Susa aber jauchzte und war fröhlich.

16Den Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteilgeworden.

17Und in jeder einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt, überall, wohin das Wort des Königs und sein Gesetz gelangten, war Freude und Wonne bei den Juden, Gastmahl und Festtag. Und viele aus den Völkern des Landes wurden JudenA, denn Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.

o. gaben sich als Juden aus

Die Juden überwältigen ihre Feinde — Purimfest

91Und im zwölften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag desselben, als das Wort des Königs und sein Gesetz zur Ausführung kommen sollten, an eben dem Tag, da die Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu überwältigen, es aber umgekehrt geschah, dass sie, die Juden, ihre Hasser überwältigen sollten,

2da versammelten sich die Juden in ihren Städten, in allen Provinzen des Königs Ahasveros, um Hand an die zu legen, die ihr Unglück suchten. Und niemand konnte vor ihnen bestehen, denn Furcht vor ihnen war auf alle Völker gefallen.

3Und alle Obersten der Provinzen und die Satrapen und die Statthalter und <alle,> die die Geschäfte des Königs besorgten, unterstützten die Juden; denn Furcht vor Mordechai war auf sie gefallen.

4Denn Mordechai war angesehenA im Haus des Königs, und die Nachricht von ihm ging durch alle Provinzen; denn der Mann Mordechai wurde ständig angesehenerB.

w. groß

w. größer

5So schlugen die Juden all ihre Feinde mit Schwertkampf, Umbringen, Ausrotten. Und sie verfuhren mit ihren Hassern nach ihrem Belieben.

6Und in der Burg Susa erschlugen und vernichteten die Juden fünfhundert Mann.

7Auch den Parschandata und Dalfon und Aspata

8und Porata und Adalja und Aridata

9und Parmaschta und Arisai und Aridai und Wajesata,

10die zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Bedrängers der Juden, erschlugen sie. Aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.

11An jenem Tag kam die Zahl der in der Burg Susa Erschlagenen vor den König.

12Und der König sagte zur Königin Ester: in der Burg Susa haben die Juden fünfhundert Mann und die zehn Söhne Hamans erschlagen und vernichtet. Was werden sie da in den übrigen Provinzen des Königs getan haben! Doch was ist deine Bitte? Sie soll dir gewährt werden. Und was ist noch dein Begehren? Ja, es soll erfüllt werden!

13Da sagte Ester: Wenn es dem König recht ist, möge auch morgen den Juden, die in Susa sind, gestattet werden, nach dem heutigen Befehl zu handeln. Die zehn Söhne Hamans aber möge man am Holzpfahl aufhängen.

14Da befahl der König, dass es so ausgeführt werden solle. So wurde denn ein Gesetz in Susa erlassen, und die zehn Söhne Hamans hängte man auf.

15Und die Juden, die in Susa waren, versammelten sich auch am vierzehnten Tag des Monats Adar und erschlugen in Susa dreihundert Mann. Aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.

16Auch die übrigen Juden, die in den Provinzen des Königs , versammelten sich und standen für ihr Leben ein und erhielten Ruhe vor ihren Feinden. Sie hatten aber unter ihren Hassern 75 000 erschlagen. An die Beute hatten sie ihre Hand jedoch nicht gelegt.

17 am dreizehnten Tag des Monats Adar, am Vierzehnten des MonatsA aber ruhten sie und machten ihn zu einem Tag des FestmahlsB und der Freude.

w. in ihm

o. des Gelages

18Doch die Juden, die in Susa , hatten sich am Dreizehnten des MonatsA und am Vierzehnten des MonatsA versammelt. Und sie ruhten am Fünfzehnten des MonatsA aus und machten ihn zu einem Tag des FestmahlsB und der Freude.

w. in ihm

o. des Gelages

19Darum feiern die Juden auf dem offenen Land, die in den offenen Landstädten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar mit Freude und FestmahlA und als Festtag, Ban dem man sich gegenseitig Anteile zusendetB.

o. Gelage

w. und mit Zusendung von Anteilen — ein Mensch seinem Nächsten

20Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe an alle Juden in allen Provinzen des Königs Ahasveros, die nahen und die fernen,

21um ihnen aufzuerlegen, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr feiern sollten

22— als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren, und den Monat, der sich ihnen von Kummer zur Freude und von Trauer zum Festtag verwandelt hatte —, dass sie diese feiern sollten als Tage des FestmahlsA und der Freude, Ban denen man sich gegenseitig Anteile zusendetB und Geschenke an die Armen .

o. des Gelages

w. und mit Zusendung von Anteilen — ein Mensch seinem Nächsten

23Und die Juden nahmen an, was sie zu tun angefangen und was Mordechai ihnen geschrieben hatte.

24Denn Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter, der Bedränger aller Juden, hatte gegen die Juden geplant, sie umkommen zu lassen, und hatte das Pur, das ist das Los, geworfen, um sie in Verwirrung zu bringen und sie umkommen zu lassen.

25Und als esA vor den König kam, befahl er durch einen Brief, sein böser Anschlag, den er gegen die Juden geplant hatte, solle auf seinen Kopf zurückkommen. So hängte man ihn und seine Söhne am Holzpfahl auf.

o. als sie; d. i. Ester

26Deshalb nannte man diesen Tag Purim, nach dem Namen »Pur«. Deshalb, wegen all der Worte dieses Briefes und dessen, was sie in dieser Hinsicht gesehen und erfahren hatten,

27legten sich die Juden es auf und nahmen es als unveränderlichen Brauch anA für sich und für ihre Nachkommen und für alle, die sich ihnen anschlössen, diese beiden Tage Jahr für Jahr zu feiern nach der für sie Vorschrift und der ihnen festgesetzten Zeit.

w. und nahmen es an, und es geht nicht unter, d. i. das Purimfest, o. und man wird es nicht übertreten

28Und dass diese Tage in ErinnerungA bleiben und gefeiert werden sollten in jeder einzelnen Generation, in jeder einzelnen Familie, in jeder einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt, und dass diese Purimtage bei den Juden nicht untergehen und die Erinnerung an sie bei ihren Nachkommen kein Ende finden sollten.

o. Erwähnung

29Und die Königin Ester, die Tochter Abihajils, und der Jude Mordechai schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Purimbrief festzulegen.

30Und er sandte Briefe an alle Juden, in die 127 Provinzen Königreich des Ahasveros, Worte des Friedens und der TreueA,

o. der Wahrheit; d. h. Worte der treuen und aufrichtigen Gesinnung gegenüber den Juden

31um diese Purimtage in ihren festgesetzten Zeiten festzulegen, so wie der Jude Mordechai und die Königin Ester es ihnen festgelegt hatten und wie sie es sich selbst und ihren Nachkommen festgelegt hatten, <nämlich> die Regelung der Fasten und ihrer Wehklage.

32Und der Befehl Esters legte diese Purimvorschriften fest, und es wurde in einem Buch niedergeschrieben.

Mordechais Macht und Eintreten für sein Volk

101Und der König Ahasveros erlegte dem Land und den Inseln des Meeres eine Steuer auf.

2Und alle seine gewaltigen und seine mächtigen Taten und die Beschreibung der Größe Mordechais, zu der der König ihn erhob, sind sie nicht geschrieben im Buch der GeschichteA der Könige der Meder und Perser?

w. im Buch der Begebenheiten der Tage

3Denn der Jude Mordechai war der Zweite nach dem König Ahasveros und groß bei den Juden und wohlgefällig bei der Menge seiner Brüder. Er suchte das Wohl seines Volkes und redete zum Wohl seines ganzen GeschlechtsA.

o. zum Heil all seiner Nachkommen