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  • Der Brief an die Römer
  • Röm 7,24

Der Mensch und das Gesetz

71Oder wisst ihr nicht, Brüder — denn ich rede zu denen, die das Gesetz kennen —, dass das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt?

2Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes.

3So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.

4So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen.

5Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz <erregt wurden>, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen.

6Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienenA und nicht in dem Alten des Buchstabens.

o. Sklaven sind

7Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Auf keinen Fall! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durchs Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: »Du sollst nicht begehren!«

8Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Begierde in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot.

9Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf;

10ich aber starb. Und das Gebot, das zum Leben <gegeben>, gerade das erwies sich mir zum Tod.

11Denn die Sünde ergriff durch das Gebot die Gelegenheit, täuschte mich und tötete mich durch dasselbe.

12So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut.

13Ist nun das Gute mir zum Tod geworden? Auf keinen Fall! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.

14Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft;

15denn was ich vollbringe, erkenne ich nichtA; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus.

o. billige ich nicht

16Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist.

17Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.

18Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohntA; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.

w. Gutes nicht wohnt

19Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.

20Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.

21Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, <nur> das Böse vorhanden ist.

22Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes.

23Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines SinnesA widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.

o. meiner Vernunft; o. meines Denkens

24Ich elender Mensch! Wer wird mich retten vonA diesem Leibe des Todes? —

w. aus

25Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ichA nun selbst mit dem SinnB dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.

o. bin ich Sklave

o. mit der Vernunft; o. mit dem Denken