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  • Der Brief an die Römer
  • Röm 11,33-36

111Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Auf keinen Fall! Denn auch ich bin ein Israelit aus der NachkommenschaftA Abrahams, vom Stamm Benjamin.

w. aus dem Samen

2Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel:

3»Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten nach meinem Leben.«

4Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? »Ich habe mir siebentausend Mann übrig bleiben lassen, die vorA Baal das Knie nicht gebeugt haben.«

w. vor der

5So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Rest nach AuswahlA der Gnade entstanden.

o. Auserwählung

6Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.

7Was nun? Was Israel suchtA, das hat es nicht erlangt; aber die AuswahlB hat es erlangt, die Übrigen jedoch sind verstocktC worden,

o. wünscht

d. h. die Auserwählten

o. verhärtet

8wie geschrieben steht: »Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.«

9Und David sagt: »Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum AnstoßA und zur Vergeltung!

o. zur Falle; o. zum Ärgernis; o. zur Verführung zur Sünde

10Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!«

Das Heil im Blick auf Israel und die Nationen

11Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Auf keinen Fall! Sondern durch ihren FallA ist den Nationen das HeilB geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.

o. Fehltritt

o. die Rettung

12Wenn aber ihr FallA der Reichtum der Welt ist und ihr VerlustB der Reichtum der Nationen, wie viel mehr ihre VollzahlC!

o. Fehltritt

w. ihre Niederlage

o. Fülle

13Denn ich sage euch, den Nationen: Insofern ich nun der Nationen ApostelA bin, bringe ich meinen Dienst zu EhrenB,

d. h. Gesandter, o. Bote

o. mache ich . . . herrlich

14ob ich auf irgendeine Weise sie, die mein Fleisch sind, zur Eifersucht reizen und einige aus ihnen retten möge.

15Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten?

16Wenn aber das ErstlingsbrotA heilig ist, so auch der Teig; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.

w. der Erstling

17Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist,

18so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst — du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.

19Du wirst nun sagen: Die Zweige sind herausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.

20Richtig; sie sind herausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich!

21Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht geschont hat, wird er auch dich nicht schonen.

Die Hoffnung des Heils für das ganze Israel — Lobpreis Gottes dafür

22Sieh nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, welche gefallen sind, Strenge; gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgeschnitten werden.

23Aber auch jene, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott ist imstande, sie wieder einzupfropfen.

24Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden diese, die natürlichen <Zweige>, in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden!

25Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: VerstockungA ist Israel zum Teil widerfahren, bis die VollzahlB der Nationen hineingekommen sein wird;

o. Verhärtung

o. Fülle

26und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Es wird aus Zion der Retter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden;

27und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«

28Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der AuswahlA aber Geliebte um der Väter willen.

o. Auserwählung

29Denn die GnadengabenA und die Berufung Gottes sind unbereubar.

griech. charisma; d. h. einfach »Gabe« oder »Geschenk«; im NT ist meist eine Gabe Gottes bzw. des Geistes gemeint

30Denn wie ihr einst Gott nicht gehorcht habt, jetzt aber Erbarmen gefunden habt infolge ihres Ungehorsams,

31so sind jetzt auch sie dem euch <geschenkten> Erbarmen <gegenüber> ungehorsam gewesen, damit auch sie jetzt Erbarmen finden.

32Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarmt.

33Welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auchA der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege!

o. und der Weisheit und

34Denn wer hat des Herrn SinnA erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen?

o. Gedanken; o. Ratschluss

35Oder wer hat ihm vorher gegeben, und es wird ihm vergolten werden?

36Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in EwigkeitA! Amen.

griech. Äonen