die-bibel.de - Das Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft
  • Auf Facebook teilen
  • Vers twittern
  • Der Prediger
  • Pred 7,16

Mahnung zur Anerkennung göttlicher Führungen, zu einem guten Mittelweg und zu echter Weisheit

71Besser ein <guter> Name als gutes Salböl und der Tag des Todes als der Tag, da einer geboren wird.

2Besser, ins Haus der Trauer zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen. —

3Besser Verdruss als Lachen; denn bei traurigem Gesicht ist das Herz in rechter VerfassungA. —

w. ist das Herz fröhlich

4Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer, das Herz der Toren aber im Haus der Freude.

5Besser, das ScheltenA des Weisen zu hören, als dass einer das Singen der Toren hört.

o. Drohen; o. Zurechtweisen

6Denn wie das Prasseln der Dornen unter dem Kochtopf so das Lachen des Toren. Auch das ist Nichtigkeit.

7Ja, unrechter Gewinn macht den Weisen zum Toren, und das Bestechungsgeschenk richtet das Herz zugrunde.

8Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang, besser langmütig als hochmütigA.

w. ein langer Atem als ein hoher, stolzer Atem

9Sei nicht vorschnell in deinem Geist zum Zorn, denn der Zorn ruht im BusenA der Toren.

o. im Schoß

10Sage nicht: Wie kommt es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.

11Gut ist Weisheit <zusammen> mit Erbbesitz und ein Vorteil für die, die die Sonne sehen.

12Denn im Schatten der Weisheit <ist es wie> im Schatten des Geldes; aber der Gewinn der Erkenntnis ist der: Die Weisheit erhält ihren Besitzer am Leben.

13Sieh das Werk Gottes an! Ja, wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat?

14Am Tag des GlücksA sei guter Dinge! Und am Tag des Unglücks bedenkeB: Auch diesen hat Gott ebenso wie jenen gemacht; gerade deshalb, weil der Mensch gar nichts herausfinden kann <von dem>, was nach ihm ist.

w. des Guten

w. sieh

15Das alles habe ich gesehen in den Tagen meiner Nichtigkeit! Da ist ein Gerechter, der bei seiner Gerechtigkeit umkommt, und da ist ein UngerechterA, der bei seiner Bosheit <seine Tage> verlängert.

o. Gottloser

16Sei nicht allzu gerecht und gebärde dich nicht übermäßig weise! Wozu willst du dich zugrunde richten?

17Sei nicht allzu ungerechtA und sei kein Tor! Wozu willst du sterben, ehe deine Zeit da ist?

o. gottlos

18Es ist gut, dass du an diesem festhältst und auch von jenem deine Hand nicht lässt, denn der Gottesfürchtige entgeht dem allen.

19Die Weisheit hilft den Weisen mehr als zehn Machthaber, die in der Stadt sind.

20Denn kein Mensch auf Erden ist <so> gerecht, dass er <nur> Gutes täte und niemals sündigte.

21Auch richte dein Herz nicht auf all die Worte, die man redet, damit du nicht hörst, wie dein KnechtA dich verflucht;

o. Sklave

22denn auch viele Male — dein Herz weiß es — hast auch du andere verflucht.

23Das alles habe ich in Weisheit geprüft. Ich sprach: Ich will weise werden, aber sieA blieb fern von mir.

d. h. die Weisheit

24Fern ist, was da ist, und tief, tief! Wer kann es ergründenA?

w. Wer kann dahin gelangen?

25Ich wandte mich, und mein Herz <ging> darauf <aus>, Weisheit und ein richtiges UrteilA zu erkennen und zu erkunden und zu suchen und UngerechtigkeitB als Torheit und die Narrheit als Tollheit zu erkennen.

w. Denkergebnis

o. Gottlosigkeit

26Und ich fand bitterer als den Tod die Frau, die Netzen <gleich> ist und deren Herz FangstrickeA, deren Hände Fesseln sind. Wer vor Gott angenehm ist, wird ihr entrinnen, der Sünder aber wird durch sie gefangen.

w. Schleppnetze

27Siehe, dies fand ich, spricht der Prediger, <indem ich> eins zum anderen <fügte>, um ein richtiges UrteilA zu finden:

w. Denkergebnis

28Was meine Seele fortwährend suchte und ich nicht fand: Einen Mann fand ich aus Tausenden, aber eine Frau unter diesen allen fand ich nicht.

29Allein, siehe, dies habe ich gefunden: Gott hat den Menschen aufrichtigA gemacht; sie aber suchten viele Künste.

w. gerade