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  • Die Offenbarung
  • Offb 6,9-11

Die Öffnung der ersten sechs Siegel

61Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit einer Donnerstimme sagen: KommA!

Einige Handschr. fügen hier und in V. 3.5.7 hinzu: und sieh

2Und ich sah: Und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen.

3Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm!

4Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und <die Menschen dahin zu bringen>, dass sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben.

5Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: Und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand.

6Und ich hörte <etwas> wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sagte: Ein MaßA Weizen für einen Denar und drei MaßA Gerste für einen Denar! Und dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

w. Choinix; d. i. der Bedarf eines Tages; s. Tabelle »Maße«

7Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm!

8Und ich sah: Und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen Name <ist> »Tod«; und der HadesA folgte ihmB. Und ihnen wurde MachtC gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit TodD und durch die wilden Tiere der Erde.

d. i. das Totenreich

w. mit ihm

o. Vollmacht

Wahrscheinlich ist eine tödliche Seuche gemeint.

9Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.

10Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann, heiliger und wahrhaftiger HerrscherA, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?

w. Gebieter (griech. despotes)

11Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben; und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kurze Zeit abwarten sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet seien, die ebenso wie sie getötet werden sollten.

12Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete: Und es geschah ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut,

13und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum, geschüttelt von einem starken Wind, seine Feigen abwirft.

14Und der Himmel schwand dahin wie ein Buch, das zusammengerollt wird, und jeder Berg und jede Insel wurden von ihren Stellen gerückt.

15Und die Könige der Erde und die Großen und die OberstenA und die Reichen und die Mächtigen und jeder Sklave und Freie verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge;

griech. Chiliarchen; d. h. Tausendschaftsführer

16und sie sagen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!

17Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorns. Und wer vermag zu bestehen?