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  • Der Prophet Jesaja
  • Jes 54,1-10

Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit und Sicherheit

541Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der EinsamenA sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten, spricht der HERR.

d. h. der Verstoßenen; w. der Verödeten

2Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine Zeltdecken spanne ausA! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest!

so mit LXX; Mas. T.: die Zeltdecken deiner Wohnstätten sollen sie ausspannen

3Denn du wirst dich nach rechts und links ausbreiten, und deine Nachkommen werden Nationen beerben und verödete Städte besiedeln.

4Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht zuschanden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht beschämt dastehen! Sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und nicht mehr an die Schmach deiner Witwenschaft denken.

5Denn dein Gemahl ist dein SchöpferA, HERR der Heerscharen ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels: Gott der ganzen Erde wird er genannt.

Andere üs. mit Umstellung der Wörter: Denn der dich gemacht hat, ist dein Gemahl

6Denn wie eine entlassene und tiefgekränkteA Frau hat dich der HERR gerufen und wie die Frau der Jugend, wenn sie verstoßen ist — spricht dein Gott.

w. eine odem gekränkte

7Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großem Erbarmen werde ich dich sammeln.

8Im aufwallenden Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade werde ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.

9Wie die TageA Noahs <gilt> mir dies, als ich schwor, dass die Wasser Noahs die Erde nicht mehr überfluten sollten, so habe ich geschworen, dass ich dir nicht mehr zürnen noch dich bedrohenB werde.

so mit einigen Handschr. und alten Üs. sowie Qu. — Die meisten Handschr. lesen: Denn die Wasser

w. anschreien

10Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wirdA nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.

o. Wenn auch die Berge wichen . . ., so wird doch meine Gnade

11Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich lege deine Steine in HartmörtelA und lege deine Grundmauern mit Saphiren.

w. Stibium. — Damit färbten die orientalischen Frauen ihre Augenlider schwarz, um den Glanz der Augen zu erhöhen. Hier ist an Mörtel gedacht. LXX versteht das Wort als »Karfunkel«.

12Ich mache deine Zinnen aus Rubinen und deine Tore aus Karfunkeln und deine ganze EinfassungA aus Edelsteinen.

w. Grenze

13Und alle deine Kinder werden von dem HERRN gelehrtA, und der Friede deiner KinderB wird groß sein.

Der ursprüngliche Text lässt auch die Lesart zu: all deine Erbauer sind Schüler des HERRN

Qu.: deiner Erbauer

14Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet sein. Sei fern von Bedrängnis, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird sich dir nicht nähern!

15Siehe, wenn man auch angreift, so <geschieht> es nicht von mir aus. Wer dich angreift, wird deinetwegen fallen.

16Siehe, ich selbst habe den Schmied geschaffen, der das Kohlenfeuer anbläst und die Waffe hervorbringt als sein WerkA; und ich selbst habe den Verderber geschaffen, um zugrunde zu richten.

o. für ihr (der Waffe) Werk

17Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir herA, spricht der HERRB.

o. mit veränderter Zeichensetzung: und ihre Gerechtigkeit von mir

w. ist der Ausspruch des HERRN