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  • Der Prophet Jesaja
  • Jes 43,1-4

Israels Rettung aus Gnade

431Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffenA, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

s. Anm. zu Kap. 40,26

2Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.

3Denn ich bin der HERR, dein Gott, <ich,> der Heilige Israels, dein RetterA. Ich gebe Ägypten als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle.

o. Helfer

4Weil du teuer bist in meinen Augen <und> wertvoll bist und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen hin an deiner Stelle und Völkerschaften anstelle deines Lebens.

5Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Vom <Sonnen>aufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom <Sonnen>untergang her werde ich dich sammeln.

6Ich werde zum Norden sagen: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fern her und meine Töchter vom Ende der Erde,

7jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!

8Lass hervortretenA das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben!

So konnte der Text vor der Vokalisierung durch die Masoreten verstanden werden. Mas. T.: Er hat hervortreten lassen

9Alle Nationen sind miteinander versammelt, und die Völkerschaften sind zusammengekommen! Wer unter ihnen verkündet diesA? Auch FrüheresB sollen sie uns hören lassen! Sie sollen ihre Zeugen stellen, dass sie gerecht sindC! Und sie sollen es hören und sagen: Es ist wahr!

Gemeint sind zukünftige Ereignisse.

d. h. früher Geweissagtes, das in Erfüllung gegangen ist

o. im Recht sind; o. damit sie Recht behalten

10Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERRA, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es binB. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.

w. ist der Ausspruch des HERRN

o. dass ich derselbe bin

11Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen RetterA.

o. Helfer

12 Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder warA unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERRB; ich bin Gott.

o. und war kein Fremder

w. ist der Ausspruch des HERRN

13Ja, auch weiterhin bin ich esA, und da ist niemand, der aus meiner Hand rettet. Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen?

o. auch in Zukunft bin ich derselbe

14So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: EuretwegenA habe ich nach Babel gesandt. Und ich stoße herunter all die Riegel. Und die Chaldäer — zur Klage wird ihr JubelB.

o. euch zuliebe

So lässt sich der Text in seiner ursprünglichen Form (ohne Vokale) verstehen. Die Masoreten lasen: Und die Chaldäer auf den Schiffen ihres Jubels o. ihres Klagens. Das hebr. Wort kann beides bedeuten.

15Ich bin der HERR, euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König.

16So spricht der HERR, der einen Weg gibt im Meer und einen Pfad in mächtigen Wassern,

17der ausziehen lässt Wagen und Pferd, Heer und Held — zusammen liegen sie da, stehen nicht wieder auf; sie sind erloschen, verglommen wie ein Docht —:

18Denkt nicht an das Frühere, und auf das Vergangene achtet nicht!

19Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, StrömeA durch die Einöde.

Qu.: Pfade

20Die Tiere des Feldes werden mich ehren, Schakale und Strauße, weil ich in der Wüste Wasser gegeben habe, Ströme in der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes.

21Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.

22Nicht mich hast du angerufen, Jakob, dass du dich um mich gemüht hättest, Israel!

23Du hast mir nicht das Lamm deiner Brandopfer gebracht und mit deinen Schlachtopfern mich nicht geehrt. Ich habe dir nicht mit Opfergaben Arbeit gemachtA noch mit Weihrauch dich ermüdet.

w. Ich habe dich nicht . . . zur Arbeit angehalten

24Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemachtA mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden.

w. du hast mich zur Arbeit angehalten

25Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken.

26Zeige mich anA! Wir wollen miteinander vor Gericht treten! Erzähle du, damit du recht behältst!

o. Klage mich an

27Dein erster Vater hat <schon> gesündigt, und deine Vermittler haben mit mir gebrochen.

28So entweihe ich die Obersten des HeiligtumsA. Und ich gebe Jakob dem Bann und Israel den Hohnreden preis.

LXX: Und die Obersten entweihten mein Heiligtum