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  • Der Prophet Jesaja
  • Jes 28,16-22

Gerichtsdrohung über Samaria

281Wehe der stolzen KroneA der Betrunkenen Ephraims und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten TalesB der vom Wein Bezwungenen!

Gemeint ist wahrscheinlich Samaria.

Samaria lag auf einem Hügel.

2Siehe, einen Starken und Mächtigen hat der Herr. Wie ein Hagelwetter, wie ein verheerender SturmwindA, wie ein Unwetter gewaltiger, überflutender Wasser reißt er zu Boden mit Macht.

w. Sturm von Stacheln

3Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Betrunkenen Ephraims.

4Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales ergeht es wie dessenA Frühfeige vor der Obsternte: Kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie.

d. i. des Tales

5An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen für den Rest seines Volkes zur herrlichen Krone und zum prächtigen Kranz

6und zum Geist des RechtsA dem, der zu Gericht sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurückdrängen ans Tor.

o. des Gerichts

Gericht über die Priester, Propheten und Spötter in Jerusalem

7Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank: Priester und Prophet wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen.

w. beim Gesicht

8Denn alle Tische sind voll Unflat <und> Erbrochenem, dass kein Platz mehr da ist.

9Wen will er Erkenntnis lehren und wem die Botschaft verständlich machen? <Kindern,> die von der Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind?

10Denn <er sagt>: Zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kawA; hier ein wenig, da ein wenig! —

Man vermutet hinter dieser lautmalenden Wendung eine spöttische Nachahmung von Jesajas prophetischer Rede. Vielleicht soll sie auch ein Nachplappern des Alphabets darstellen. Die Worte zu übersetzen fällt schwer. Möglicherweise bedeuten sie: Gebot auf Gebot, Messschnur auf Messschnur.

11Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden,

12er, der zu ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem Erschöpften! Und das ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören.

13Und das Wort des HERRN für sie wird sein: Zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kawA; hier ein wenig, da ein wenig; damit sie hingehen und rückwärts stürzen und zerschmettert werden, sich verstricken lassen und gefangen werden.

Man vermutet hinter dieser lautmalenden Wendung eine spöttische Nachahmung von Jesajas prophetischer Rede. Vielleicht soll sie auch ein Nachplappern des Alphabets darstellen. Die Worte zu übersetzen fällt schwer. Möglicherweise bedeuten sie: Gebot auf Gebot, Messschnur auf Messschnur.

14Darum hört das Wort des HERRN, ihr Männer der Prahlerei, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!

15Denn ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen.

16Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten SteinA, einen kostbaren Eck<stein>, felsenfest gegründetB. Wer glaubtC, wird nicht <ängstlich> eilenD.

w. einen Bewährungsstein, o. einen Prüfstein. — Das hebr. Wort kann auch bedeuten »Schiefergneisstein«, d. i. ein besonders harter Stein.

w. der gegründeten Gründung

2 griech. Handschr. lesen: Wer an ihn glaubt

o. davoneilen; o. fliehen. — LXX: wird nicht zuschanden

17Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird die Zuflucht der Lüge hinwegfegen, und das Wasser wird das Versteck wegschwemmen.

18Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werdenA, und euer Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, dann werdet ihr von ihr zertreten werdenB.

w. überdeckt werden. — Die aram. Üs. liest: wird vereitelt werden o. zerbrochen werden

w. werdet ihr für sie zum zertretenen

19Sooft sie hindurchfährt, wird sie euch erfassen; denn Morgen für Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tag und bei Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die Botschaft verständlich zu machen.

20Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich einzuhüllen.

21Denn der HERR wird sich aufmachen wie am Berg Perazim, wie <im> Tal bei Gibeon wird er toben, um sein Werk zu tun — befremdend ist sein Werk — und um seine Arbeit zu verrichten; seltsam ist seine Arbeit.

22Und nun, treibt nicht Spott, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden! Denn ich habe von fest beschlossener Vernichtung gehört durch den Herrn, den HERRN der Heerscharen, über die ganze Erde.

Gleichnis von der Weisheit des Bauern

23Horcht auf und hört meine Stimme! Gebt acht und hört meine Rede!

24Pflügt denn der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Bricht er <nur> um und eggt <den ganzen Tag> sein Ackerland?

25Ist es nicht so: Wenn er dessen Fläche geebnet hat, streut er Dill und sät Kümmel, er wirft Weizen, Hirse und Gerste auf das abgesteckte StückA und das KornB an seinen Rand.

»auf das abgesteckte Stück« ist ein Üs.-Versuch. Das hebr. Wort ist unbekannt.

unbekannte Kornart; vielleicht Emmer; vgl. 2Mo 9,32

26So unterwies ihn sein Gott zum richtigen Verfahren, er belehrte ihn.

27Denn Dill wird nicht mit dem Dreschschlitten ausgedroschen und das Wagenrad nicht über Kümmel gerollt, sondern Dill wird mit dem Stab ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stock.

28Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht unaufhörlich drischt es der DrescherA. Und wenn er das Rad seines Wagens und seine Pferde <darüber> treibt, zermalmt er es <doch> nicht.

T.; Mas. T.: drischt er es Dreschen

29Auch dies geht aus vom HERRN der Heerscharen. Er führt seinen Plan wunderbar aus, <seine> WeisheitA lässt er groß sein.

o. Rettung