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  • Das dritte Buch Mose (Levitikus)
  • 3.Mose 16

Der Versöhnungstag

161Und der HERR redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den HERRN tratenA und starben.

w. dem HERRN nahten

2Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingeht innerhalb des VorhangsA, vor die DeckplatteB, die auf der Lade ist, damit er nicht stirbt. Denn ich erscheine in der Wolke über der DeckplatteB.

w. des Absperrenden; d. h. hinter den Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennt

o. Sühneplatte. — Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet.

3Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen, mit einem Jungstier für das Sündopfer und einem Widder für das Brandopfer.

4Er soll einen heiligen Leibrock aus Leinen anziehen, und leinene Beinkleider sollen auf seinem FleischA sein, und mit einem leinenen Gürtel soll er sich umgürten und einen Kopfbund aus Leinen sich umbinden; das sind heilige Kleider. Er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie <dann> anziehen.

vgl. 2Mo 28,42

5Und von der Gemeinde der Söhne Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen für das Sündopfer und einen Widder für das Brandopfer.

6Und Aaron soll den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, herbeibringen und Sühnung erwirken für sich und für sein Haus.

7Und er soll die zwei Ziegenböcke nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen.

8Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Ziegenböcke, ein Los für den HERRN und ein Los für AsaselA.

d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig

9Und Aaron soll den Ziegenbock herzubringen, auf den das Los für den HERRN gefallen ist, und ihn als Sündopfer opfern.

10Und der Ziegenbock, auf den das Los für AsaselA gefallen ist, soll lebendig vor den HERRN gestellt werden, um für ihn Sühnung zu erwirken, um ihn für AsaselA in die Wüste fortzuschicken.

d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig

11Und Aaron bringe den Stier des Sündopfers, der für ihn ist, herbei und tue Sühnung für sich und für sein Haus und schlachte den Stier des Sündopfers, der für ihn ist.

12Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar vorA dem HERRN und seine beiden Hände voll von wohlriechendem, klein gestoßenem Räucherwerk und bringe es <in den Raum> innerhalb des VorhangsB.

w. von vor

w. des Absperrenden; d. h. hinter den Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennt

13Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor den HERRN, damit die Wolke des Räucherwerks die DeckplatteA, die auf dem ZeugnisB ist, bedeckt und er nicht stirbt.

o. Sühneplatte. — Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet.

o. Mahnzeichen; o. Bezeugung

14Und er nehme <etwas> von dem Blut des Stiers und sprenge <es> mit seinem Finger auf die VorderseiteA der DeckplatteB nach Osten zu, und vor die DeckplatteB soll er siebenmal <etwas> von dem Blut mit seinem Finger sprengen.

o. Oberfläche

o. Sühneplatte. — Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet.

15Und er schlachte den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut <in den Raum> innerhalb des VorhangsA und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des Stiers getan hat, und sprenge es auf die DeckplatteB und vor die DeckplatteB.

d. h. ins Allerheiligste

o. Sühneplatte. — Das hebr. Wort ist von einem Verb abgeleitet, das ursprünglich »verdecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, vergeben« bedeutet.

16Und er erwirke Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Sünden. Und ebenso soll er für das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindetA mitten in ihren Unreinheiten.

w. das bei ihnen wohnt

17Und kein Mensch soll in dem Zelt der Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Sühnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels.

18Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN ist, und für ihn Sühnung erwirken. Und er nehme <etwas> von dem Blut des Stiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hörner des Altars.

19Und er sprenge <etwas> von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel.

20Und hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der Begegnung und des Altars vollendet, dann soll er den lebenden Ziegenbock herbeibringen.

21Und Aaron legeA seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der Söhne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren Sünden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste,

w. stütze, o. stemme

22damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich trägt in ein ödes Land; und er schicke den Ziegenbock in die Wüste.

23Und Aaron soll in das Zelt der Begegnung hineingehen und die Kleider aus Leinen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und soll sie dort niederlegen.

24Und er soll an heiliger Stätte sein Fleisch im Wasser baden und seine Kleider anziehen. Und er soll herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und <so> für sich und für das Volk Sühnung erwirken.

25Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

26Und wer den Ziegenbock für AsaselA fortschickt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden. Danach darf er ins Lager kommen.

d. h. vielleicht: Wegschaffung, o. der wegschafft, o. der weggeschafft wird, o. der davongeht; nach anderen: Gott ist mächtig

27Und den Stier des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll man hinausbringen nach draußen vor das Lager und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren MageninhaltA mit Feuer verbrennen.

o. Darminhalt

28Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; danach darf er ins Lager kommen.

29Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demütigenA und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt.

w. eure Seelen erniedrigen

30Denn an diesem Tag wird man für euch Sühnung erwirken, um euch zu reinigen; von all euren Sünden werdet ihr rein sein vor dem HERRN.

31Ein Sabbat völliger RuheA soll er euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen — eine ewige Ordnung.

w. Sabbat der Sabbatfeier; vgl. Kap. 23,24.32.39; 25,4

32Und der Priester soll Sühnung erwirken, den man salben wird und dem man die Hand fülltA, damit er den Priesterdienst an seines Vaters Statt ausübt. Er soll die Kleider aus Leinen anziehen, die heiligen Kleider,

d. h. den man zum Priesterdienst weiht; s. Anm. zu Kap. 8,28 und zu 2Mo 28,41

33und er soll Sühnung erwirken für das heilige Heiligtum und für das Zelt der Begegnung. Und für den Altar soll er Sühnung erwirken, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung erwirken.

34Das soll euch zu einer ewigen Ordnung sein, für die Söhne Israel einmal im Jahr Sühnung zu tun wegen all ihrer Sünden. Und er tat <es>, ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.