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  • Das zweite Buch Mose (Exodus)
  • 2.Mose 12,38-49

Passah und Fest der ungesäuerten Brote

121Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:

2Dieser Monat soll für euch der AnfangsmonatA sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres!

w. das Haupt der Monate

3Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am Zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein LammA für ein Vaterhaus, <je> ein Lamm für das Haus!

w. ein Stück Kleinvieh

4Wenn aber das Haus für ein LammA nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten <wohnt>, nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen.

w. ein Stück Kleinvieh

5Ein Lamm ohne FehlerA, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.

w. Ein vollständiges Stück Kleinvieh

6Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei AbendenA schlachten.

d. h. entweder zwischen Sonnenuntergang und völliger Nacht oder zwischen Niedergang (15 Uhr) und Untergang der Sonne

7Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen.

8Das Fleisch aber sollen sie <noch> in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und <dazu> ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen.

9Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten <sollt ihr es essen>: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden.

10Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.

11So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Hast. Ein PassahA für den HERRN ist es.

Dieses Wort wird normalerweise von einem Zeitwort abgeleitet, das eigentlich »lahm sein, hinken« bedeutet, in V. 13 und sonst im AT aber als »vorübergehen, überspringen« verstanden wird; daher vielleicht: Überspringung, o. Vorübergehen

12Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR.

13Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringtA, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.

w. kein Stoß zum Verderben o. eines Verderbers

14Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für <all> eure Generationen sollt ihr ihn feiern.

15Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; ja, <gleich> am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese SeeleA soll aus Israel ausgerottet werden — <das gilt> vom ersten Tag bis zum siebten Tag.

o. dieses Leben

16Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige VersammlungA halten und <ebenso> am siebten Tag eine heilige Versammlung. An diesen <Tagen> darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf von euch zubereitet werden.

w. Einberufung

17So haltet denn <das Fest> der ungesäuerten Brote! Denn an ebendiesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung für all eure Generationen.

18Im ersten <Monat>, am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend.

19Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese SeeleA soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder Einheimischer des Landes.

o. dieses Leben

20Nichts Gesäuertes dürft ihr essen; in all euren Wohnsitzen sollt ihr ungesäuertes Brot essen!

21Und Mose berief alle Ältesten Israels und sagte zu ihnen: Macht euch daranA und nehmt euch nach <der Größe> eurer Sippen Schafe und schlachtet das Passah.

o. zieht hin; o. erwerbt; w. zieht

22Dann nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht <etwas> von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten. Ihr aber — von euch darf bis zum Morgen keiner zur Tür seines Hauses hinausgehen.

23Und der HERR wird durch <das Land> gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er <dann> das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, wird der HERR an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, <euch> zu schlagen.

24Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als Ordnung für dich und deine Kinder.

25Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausüben.

26Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was bedeutet dieser Dienst für euch?,

27dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer für den HERRN, der an den Häusern der Söhne Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug, unsere Häuser aber rettete. Da warf sich das Volk nieder und betete an.

28Und die Söhne Israel gingen hin und machten es, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es.

Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt

29Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs.

30Da stand der Pharao nachts auf, er und alle seine HofbeamtenA und alle Ägypter, und es entstand ein großes Jammergeschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.

w. Knechte

31Und er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf, zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Söhne Israel, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt!

32Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich!

33Und die Ägypter bedrängten das Volk, um sie <möglichst> schnell aus dem Land schicken zu können, denn sie sagten <sich>: Wir alle sind <sonst> des Todes!

Israels Auszug aus Ägypten — Ordnung des Passah

34Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesäuert war; ihre Backschüsseln <trugen sie>, in ihre KleidungA gewickelt, auf ihren Schultern.

s. Anm. zu Kap. 3,22

35Und die Söhne Israel hatten nach dem Wort des Mose getan und sich von den Ägyptern silberne SchmuckstückeA und goldene Schmuckstücke und Kleidung erbetenB.

w. Gegenstände, o. Gefäße

o. gefordert

36Dazu hatte der HERR dem Volk in den Augen der Ägypter Gunst gegeben, so dass sie auf ihre Bitte eingegangen waren.A So plünderten sie die Ägypter aus.

o. Die Söhne Israel taten nach dem Wort des Mose und erbaten sich . . . Kleidung. 36 Dazu gab der HERR dem Volk Gunst . . ., so dass sie auf ihre Bitte eingingen.

37Nun brachen die Söhne Israel auf <und zogen> von Ramses nach Sukkot, etwa 600 000 Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder.

38Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.

39Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben worden waren und nicht <länger> hatten warten können; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet.

40Die Zeit des Aufenthaltes der Söhne Israel aber, die sie in Ägypten zugebracht hatten, betrug 430 Jahre.

41Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an ebendiesem Tag, dass alle Heerscharen des HERRN aus dem Land Ägypten auszogen.

42Eine Nacht des Wachens war dies für den HERRN, damit er sie aus dem Land Ägypten herausführen konnte; das ist diese dem HERRN <geweihte> Nacht, ein Wachen für alle Söhne Israel in all ihren Generationen.

43Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein FremderA soll davon essen.

w. Sohn der Fremde

44Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber — wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen.

45Ein BeisasseA oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen.

d. i. ein Ansässiger ohne Bürgerrecht

46In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen.

47Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.

48Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah feiern will, so soll <bei> ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein Unbeschnittener davon essen.

49 Ein Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält.

50Darauf machten es alle Söhne Israel, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte; so machten sie es.

51Und es geschah an ebendiesem Tag, da führte der HERR die Söhne Israel, nach ihren Heerscharen <geordnet>, aus dem Land Ägypten heraus.