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  • Der zweite Brief des Petrus
  • 2.Petr 2,1-3

Gottes Gericht über die Irrlehrer — ihre verderbliche Gesinnung

21Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die Verderben bringende ParteiungenA heimlich einführen werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu.

w. Parteiungen des Verderbens; o. Verderben bringende Lehrmeinungen

2Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird.

3Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten kaufenA; denen das Gericht seit langem schon nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht.

o. einhandeln; o. übervorteilen

4Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in finsteren Höhlen des AbgrundesA gehaltenB und zur Aufbewahrung für das Gericht überliefert hat;

griech. tartaros; Bezeichnung für den Strafort der abgeschiedenen Gottlosen

mit anderen Handschr.: sondern sie in Fesseln der Finsternis in den Abgrund gestürzt

5und <wenn> er die alte Welt nicht verschonte, sondern <nur> Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, als achten <neben sieben anderen> bewahrte, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte;

6und <wenn> er die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zur Zerstörung verurteilte und denen ein Beispiel setzte, die künftig gottlos sein würden;

7und <wenn> er den gerechten Lot rettete, der von dem ausschweifenden Wandel der Ruchlosen gequält wurde

8— denn der unter ihnen wohnende Gerechte quälte durch das, was er sah und hörteA, Tag für Tag <seine> gerechte Seele mit <ihren> gesetzlosen Werken —, <so wird deutlich:>

w. durch Sehen und Hören

9der Herr weiß die GottseligenA aus der Versuchung zu retten, die Ungerechten aber aufzubewahren für den Tag des Gerichts, wenn sie bestraft werden;

o. Gottesfürchtigen

10besonders aber die, die in befleckender BegierdeA dem Fleisch nachlaufen und Herrschaft verachten, Verwegene, EigenmächtigeB; sie schrecken nicht davor zurückC, HerrlichkeitenD zu lästern,

o. im Verlangen nach Befleckung

o. Selbstgefällige

w. zittern nicht

Gemeint sind offensichtlich Herrschaftsbereiche in der Engel- oder Dämonenwelt.

11wo Engel, die an Stärke und Macht größer sind, nicht ein lästerndes Urteil gegen sie beim Herrn vorbringen.

12Diese aber, wie unvernünftige Tiere, von Natur aus zum Eingefangenwerden und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht kennenA, und werden auch in ihrem Verderben umkommen,

o. lästern da, wo sie nichts wissen

13wobei sie um den Lohn der Ungerechtigkeit gebracht werdenA. Sie halten <sogar> die Schwelgerei bei Tage für ein Vergnügen, Schmutz- und Schandflecke, die in ihren Betrügereien schwelgen und es sich zusammen mit euch gut gehen lassen;

o. durch den Lohn der Ungerechtigkeit geschädigt werden

14sie haben Augen voller <Begier nach> einer Ehebrecherin und lassen von der Sünde nicht ab, indem sie ungefestigte Seelen anlocken; sie haben ein in der Habsucht geübtes Herz, Kinder des Fluches;

15sie sind abgeirrt, da sie den geraden Weg verlassen haben, und sind nachgefolgt dem Weg Bileams, des <Sohnes> Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte,

16aber eine Zurechtweisung der eigenen Gesetzlosigkeit empfingA: Ein stummes Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.

w. hatte

17Diese sind Brunnen ohne Wasser und Nebel, vom Sturmwind getrieben; und ihnen ist das Dunkel der Finsternis aufbewahrt.

18Denn sie führen geschwollene, nichtige Reden und locken mit fleischlichen Begierden durch Ausschweifungen diejenigen an, die kaum denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln;

19sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, dem ist er auch als Sklave unterworfen.

20Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste.

21Denn es wäre ihnen besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie <ihn> erkannt haben, wieder abzuwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot.

22Es ist ihnen aber nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund kehrt wieder um zu seinem eigenen Gespei, und: Die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot.