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  • Das Evangelium nach Matthäus
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Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

201Denn mit dem ReichA der Himmel ist es wie mit einem HausherrnB, der ganz frühmorgens hinausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen.

o. der Königsherrschaft

w. das Reich der Himmel ist einem Hausherrn gleich

2Nachdem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.

3Und als er um die dritte StundeA ausging, sah er andere auf dem Markt müßig stehen;

In neutestamentl. Zeit teilte man Tag und Nacht in je 12 Stunden ein (vgl. auch Anm. zu Mk 13,35), wobei sich die Länge der Stunden nach der Länge des Tages zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang richtete. Das Ende der 6. Stunde fiel also dabei immer auf den Mittag 12 Uhr unserer Zeit.

4und zu diesen sprach er: Geht auch ihr hin in den Weinberg! Und was recht ist, werde ich euch geben.

5Sie aber gingen hin. Wieder aber ging er hinaus um die sechste und neunte Stunde und machte es ebenso.

6Als er aber um die elfte <Stunde> hinausging, fand er andere stehen und spricht zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

7Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns eingestellt hat. Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg!

8Als es aber Abend geworden war, spricht der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, angefangen von den letzten bis zu den ersten!

9Und als die um die elfte Stunde <Eingestellten> kamen, empfingen sie je einen Denar.

10Als aber die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden; und auch sie empfingen je einen Denar.

11Als sie den aber empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn

12und sprachen: Diese Letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben.

13Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen?

14Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir.

15Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin?

16So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein; Adenn viele sind Berufene, wenige aber AuserwählteA.

in den wichtigsten alten Handschr. nicht enthalten

Dritte Leidensankündigung

17Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die zwölf Jünger allein zu sich und sprach auf dem Weg zu ihnen:

18Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den HohenpriesternA und Schriftgelehrten überliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen;

Nicht nur der amtierende Hohepriester, sondern alle männlichen Mitglieder der hohenpriesterlichen Familien wurden zu den »Hohenpriestern« gerechnet.

19und sie werden ihn den Nationen überliefern, um ihn zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferweckt werden.

Wahre Größe im Reich Gottes

20Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm erbitten.

21Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: BestimmeA, dass diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem ReichB!

w. Sprich

o. deiner Königsherrschaft

22Jesus aber antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagen zu ihm: Wir können es.

23Er spricht zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu <meiner> Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern <ist für die,> denen es von meinem Vater bereitet ist.

24Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder.

25Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben.

26Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein,

27und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein;

28gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Heilung zweier Blinder

vgl. Kap. 9,27-31; Mk 8,22-26 29Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge.

30Und siehe, zwei Blinde, die am Weg saßen und hörten, dass Jesus vorübergehe, schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!

31Die Volksmenge aber bedrohte sie, dass sie schweigen sollten. Sie aber schrien noch mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!

32Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?

33Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden.

34Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach.