die-bibel.de - Das Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft
  • Auf Facebook teilen
  • Vers twittern
  • Das fünfte Buch Mose (Deuteronomium)
  • 5.Mose 2

Weg Israels durch die Wüste — Sieg über Sihon

21Und wir wandten uns und brachen auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte. Und wir umzogen das Gebirge Seïr viele Tage <lang>.

2Und der HERR redete zu mir und sprach:

3Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden!

4Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esau, durchziehen, die in Seïr wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet euch wohl!

5Lasst euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht die Breite einer Fußsohle geben! Denn das Gebirge Seïr habe ich dem Esau zum Besitz gegeben.

6Nahrung sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch Wasser sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.

7Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner Hand gesegnet. Er gab acht aufA deine Wanderung durch diese große Wüste: Diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.

o. kannte

8Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen Esau, die in Seïr wohnen, weiter <weg> von der ArabastraßeA, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wüste Moabs.

zu Araba s. Anm. zu Kap. 1,1

9Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und lass dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. —

10Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.

11Auch sie werden für RiesenA gehalten wie die Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter.

hebr. Refaïm

12Und in Seïr wohnten früher die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der HERR ihnen gegeben hat. —

13Nun macht euch auf und zieht über den BachA Sered! Und wir zogen über den Bach Sered.

o. das Bachtal. — Das hebr. Wort bezeichnet sowohl den Wasserlauf als auch das gesamte Tal, in dem der Bach fließt.

14Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir über den Bach Sered zogen, <betrugen> 38 Jahre, bis die Generation der kriegstüchtigen MännerA aus dem Lager vollständig aufgerieben war, so wie der HERR ihnen geschworen hatte.

w. das ganze Geschlecht der Männer des Krieges

15Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.

16Und es geschah, als die kriegstüchtigen MännerA aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren,

w. die Männer des Krieges

17da redete der HERR zu mir und sprach:

18Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen

19und dich den Söhnen Ammon nähern, <bis du ihrer Grenze> gegenüber<stehst>. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. —

20Auch dieses wird für ein Land der RiesenA gehalten. Riesen wohnten früher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter:

hebr. Refaïm

21ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie verdrängten sie und wohnten an ihrer Stelle,

22so wie er <es> für die Söhne Esau getan hat, die in Seïr wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, so dass sie sie verdrängten und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag.

23Und <was> die Awiter <betrifft>, die in Dörfern bis Gaza hin wohnten; die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. —

24Macht euch auf, brecht aufA und zieht über den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm <es> in Besitz und lass dich in einen Krieg mit ihm ein!

w. reißt euch heraus

25An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.

26Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und ließ <ihm> sagen:

27Ich möchte durch dein Land ziehen auf der Straße! <Nur> auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.

28Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen —

29wie mir die Söhne Esau getan haben, die in Seïr wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen —, bis ich über den Jordan hinüberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt.

30Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, damit er ihn in deine Hand gäbe, so wie es heute ist.

31Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehörtA!

w. um sein Land in Besitz zu nehmen. — Andere halten das vorherstehende »nimm in Besitz« für versehentliche Doppelschreibung (vgl. V. 24c), streichen die Befehlsform und üs. V. 31b: Fang an, sein Land in Besitz zu nehmen

32Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahaz, er und all sein Volk.

33Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.

34In jener Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig, der entkamA.

w. wir ließen keinen Entkommenen übrig

35Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute der Städte, die wir einnahmen.

36Von Aroër, das am Ufer des Flusses Arnon <liegt>, und von der Stadt, die im FlusstalA <liegt>, bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu starkB gewesen wäre; alles gab der HERR, unser Gott, vor uns dahin.

o. im Bachtal; vgl. Anm. zu V. 13

w. hoch

37Nur dem Land der Söhne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluss JabbokA, hast du dich nicht genähert noch den Städten des Gebirges, nach allemB, was der HERR, unser Gott, geboten hatte.

w. an der ganzen Seite des Flusses Jabbok

so mit einer aram. Üs.; Mas. T.: und allem