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  • Das fünfte Buch Mose (Deuteronomium)
  • 5.Mose 20

Kriegsgesetze

201Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fürchten. Denn der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist mit dir.

2Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrückt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk reden

3und zu ihnen sagen: Höre, Israel! Ihr rückt heute zum Kampf gegen eure Feinde heran. Euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen!

4Denn der HERR, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen, um euch zu retten.

5Und die AufseherA sollen zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann es einweihe.

w. Schreiber; d. i. eine Beamtenbezeichnung

6Und wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genutztA hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann ihn nutzeB.

w. entheiligt; d. h. dadurch, dass man ihn im 5. Jahr in Gebrauch nimmt; vgl. 3Mo 19,23—25

w. entheilige

7Und wer ist der Mann, der sich mit einer Frau verlobt und sie noch nicht <zu sich> genommen hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann sie nehme.

8Und die AufseherA sollen weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz.

w. Schreiber; d. i. eine Beamtenbezeichnung

9Und es soll geschehen, wenn die AufseherA aufgehört haben, zum Volk zu reden, dann sollen sie Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen.

w. Schreiber; d. i. eine Beamtenbezeichnung

10Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie zu kämpfen, dann sollst du ihr <zunächst> Frieden anbieten.A

w. sollst du ihr zurufen: Zum Frieden!

11Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortetA und dir öffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet, dir zur Zwangsarbeit <unterworfen werden> und dir dienen.

w. wenn sie dir antwortet: Friede!

12Und wenn sie mit dir nicht Frieden schließt, sondern Krieg mit dir führt, dann sollst du sie belagern.

13Und gibt der HERR, dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du all ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes erschlagen.

14Doch die Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, all ihre Beute, sollst du für dich rauben. Und du sollst <von der> Beute deiner Feinde essen, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.

15So sollst du mit allen Städten tun, die weit von dir entfernt sind, die nicht von den Städten dieser Nationen hier sind.

16Jedoch von den Städten dieser Völker, die der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat.

17Sondern du sollst an ihnen unbedingt den Bann vollstrecken: an den Hetitern und an den Amoritern, den Kanaanitern und den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, wie der HERR, dein Gott, dir befohlen hat,

18damit sie euch nicht lehren, nach all ihren Gräueln zu tun, die sie ihren Göttern getan haben, und ihr so gegen den HERRN, euren Gott, sündigt.

19Wenn du eine Stadt viele Tage belagerst, um gegen sie zu kämpfen und sie einzunehmen, sollst du ihre Bäume nicht vernichten, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du kannst von ihnen essen; du sollst sie nicht abhauen. Ist etwa der Baum des Feldes ein Mensch, dass er von dir mitbelagert werden sollteA?

w. dass er vor dir in Belagerung kommen sollte

20Nur die Bäume, von denen du weißt, dass sie Bäume sind, von denen man nicht isst, die darfst du vernichten und umhauen. Und du kannst Belagerung<sgerät davon> bauen gegen die Stadt, die Krieg mit dir führt, bis sie gefallen ist.