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  • Der Prophet Jesaja
  • Jes 40

Botschaft des HERRN von der Erlösung

401Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.

2Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihmA zu, dass sein FrondienstB vollendet, dass seine Schuld abgetragen ist! Denn es hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen für all seine Sünden.

d. i. Jerusalem

w. sein Heer

3Eine Stimme ruft:A In der Wüste bahntB den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!C

o. Horch! Es ruft einer!

w. räumt auf; d. h. durch Beseitigung der Hindernisse

LXX: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade die Steige unseres Gottes!

4Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden! Und das Unebene soll zur Ebene werden und das Hügelige zur Talebene!

5Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet.

6Eine Stimme spricht: Rufe! Und ich sageA: Was soll ich rufen? — Alles Fleisch ist Gras, und all seine AnmutB wie die Blume des Feldes.

so mit Qu., LXX und Vulg.; Mas. T.: er sagt

o. seine Güte; o. Gnade; aram. Üs.: seine Kraft; LXX: die Herrlichkeit des Menschen

7Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelktA, denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Fürwahr, das Volk ist Gras.

LXX: abgefallen

8Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelktA. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.

LXX: abgefallen

9Auf einen hohen Berg steig hinauf, du Freudenbotin Zion! Erhebe mit Macht deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Sprich zu den Städten Judas: Siehe da, euer Gott!

10Siehe, der Herr, HERR, kommt mit KraftA, und sein Arm übt die Herrschaft für ihn aus. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung <geht> vor ihm her.

so mit Qu., LXX und anderen alten Üs.; Mas. T.: als Starker

11Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem GewandbauschA tragen, die säugenden <Muttertiere> wird er <fürsorglich> leiten.

s. Anm. zu 2Mo 4,6

Die Größe Gottes gegenüber der Erbärmlichkeit der Götterbilder

12Wer hat das WasserA gemessen mit seiner hohlen Hand und den Himmel abgemessen mit der Spanne? Und wer hat den Staub der Erde mit einem MaßB erfasst und die Berge mit der Waage gewogen, die Hügel mit Waagschalen?

Qu.: das Wasser des Meeres

w. mit dem Dreiling; d. i. ein Drittel Efa

13Wer hat den Geist des HERRN ermessen, und <wer ist> der Mann seines Rates, den er unterwieseA?

o. und der Mann, dem er seinen Plan mitteilte. — Andere üs.: und hat ihn als sein Ratgeber unterwiesen

14Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn <über> den Weg der EinsichtA unterwiesen hätte?

w. der Einsichten; d. h. der vollen Einsicht

15Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am Eimer und wie Staub auf der Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hochA wie ein Stäubchen.

Andere üs. mit Textänderung: Siehe, Inseln wiegen

16Und der Libanon reicht nicht hin zum BrennholzA, und sein Wild reicht nicht hin zum Brandopfer.

w. zur Feuerung

17Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und gelten ihm alsA nichtig und leer. —

im Hebr. Komparativ: als

18Mit wem wollt ihr Gott vergleichen, und was für ein Abbild wollt ihr ihm gegenüberstellen?

19Der Kunsthandwerker gießt das Götterbild, der Goldschmied beschlägt es mit Gold und <mit> silbernen Ketten vom Goldschmied.

20MaulbeerholzA <wählt er>B, ein Holz, das nicht fault. Er sucht sich einen geschickten Kunsthandwerker, um ein Götterbild aufzustellen, das nicht wackelt. —

w. Maulbeer des Hebopfers; o. Opfermaulbeer

Andere nehmen eine andere Wortbedeutung an und üs.: Wer arm ist <für> ein Hebopfer, <wählt>

21Habt ihr es nicht erkannt? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht gewonnen von der Gründung der Erde herA?

T.; Mas. T.: die Grundfesten der Erde

22<Er ist es,> der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken <erscheinen>, der den Himmel ausspannt wie einen Schleier und ihn ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen,

23der die Fürsten dem Nichts übergibt, die Richter der Erde der Nichtigkeit gleichmacht.

24Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm Wurzeln in der Erde getrieben, da bläst er sie schon an. Sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg.

25Mit wem denn wollt ihr mich vergleichen, dem ich gleich wäre?, spricht der Heilige.

26Hebt zur Höhe eure Augen <empor> und seht: Wer hat diese <da> geschaffenA? Er, der ihr Heer hervortreten lässt nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen: Vor <ihm>, reichB an Macht und stark an Kraft, fehlt kein Einziger.

Hier steht dasselbe Wort wie 1Mo 1,1. Es wird nur für das Schaffen Gottes verwendet, nie für das der Götzen oder Menschen.

so mit geringfügiger Abweichung von der mas. Vokalisierung; Mas. T.: dem Reichtum

27Warum sagst du, Jakob, und sprichst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht?

28Hast du es nicht erkannt, oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht.

29Er gibt dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt er die Stärke.

30Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer straucheln <und> stürzen.

31Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen emporA wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

o. sie treiben Schwingen