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  • Der Prophet Jesaja
  • Jes 3

Gericht über die politischen und geistlichen Führer Jerusalems und die reichen Frauen

31Denn siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, nimmt von Jerusalem und von Juda Stütze und Stab hinweg, jede Stütze des BrotesA und jede Stütze des Wassers:

s. Anm. zu Ps 105,16

2Held und Kriegsmann, Richter und Prophet und Wahrsager und Ältesten;

3den Obersten von fünfzig <Mann> und den Angesehenen und den Ratgeber und den geschickten ZaubererA und den Beschwörungskünstler.

o. den geschickten Handwerker

4Dann mache ich junge Männer zu ihren Obersten, und Mutwillige sollen über sie herrschen.

5Da wird sich das Volk <bedrängen>, Mann gegen Mann und jeder gegen seinen Nächsten. Sie werden frech auftreten, der Junge gegen den Alten und der Verachtete gegen den Geehrten.

6Dann wird jemand seinen Bruder im Haus seines Vaters packen <und sagen>: Du hast <noch> einen Mantel, Anführer sollst du uns sein! Und dieser Trümmerhaufen sei unter deiner Hand!

7Doch der wird an jenem Tag <seine Stimme> erheben: Ich will kein Wundarzt sein, und in meinem Haus ist kein Brot und kein Mantel. Macht mich nicht zum Anführer des Volkes! —

8Denn Jerusalem ist gestürzt und Juda gefallen, weil ihre Zunge und ihre Taten gegen den HERRN sind, um den Augen seiner Herrlichkeit zu trotzen.

9Dass sie die PersonA ansehen, zeugt gegen sie. Und von ihrer Sünde sprechen sie offen wie Sodom, sie verschweigen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich selbst tun sie Böses an.

Andere üs.: die Frechheit ihrer Gesichter

10Sagt vom Gerechten, dass <es ihm> gut gehen wirdA, denn die Frucht ihrer Taten werden sie genießen.

Die meisten nehmen ein Abschreibversehen an und übersetzen: Heil dem Gerechten, denn es geht gut; vgl. V. 11

11Wehe dem Gottlosen! Es wird ihm schlecht gehen, denn das Tun seiner Hände wird ihm vergolten.

12<Ach,> mein Volk, seine AntreiberA sind Mutwillige, und FrauenB beherrschen es. Mein Volk, deine Führer sind Verführer, und den Weg, den du gehen sollstC, verwirren sie.

o. Machthaber

LXX: Wucherer

w. den Weg deiner Pfade

13Der HERR steht da zum Rechtsstreit, und er tritt auf, um die VölkerA zu richten.

Die griech. und syr. Üs. lesen: mein Volk

14Der HERR wird ins Gericht gehen mit den Ältesten seines Volkes und dessen Obersten: Ihr, ihr habt den Weinberg abgeweidet, das dem Elenden Geraubte ist in euren Häusern.

15Was <fällt> euch <ein>? Mein Volk zertretet ihr, und das Gesicht der Elenden zermalmt ihr!, spricht der Herr, der HERR der HeerscharenA.

w. ist der Ausspruch des Herrn, des HERRN der Heerscharen

16Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions hochmütig sind und mit hochgerecktem Hals dahergehen und verführerische Blicke werfenA, <weil sie> trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren:

o. sich die Augen schminken

17deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions grindig machen, und der HERR wird ihre StirnA entblößen.

o. ihre Scham

18An jenem Tag wird der Herr wegnehmen den Schmuck der Fußspangen und StirnbänderA und Halbmonde;

o. der Sönnchen

19die Ohrgehänge und Armketten und Schleier;

20die Kopfbunde und Schrittkettchen und Gürtel und RiechfläschchenA und Amulette;

w. die Gehäuse der Seele

21die Fingerringe und Nasenringe;

22die Prachtkleider und Mäntel und Umschlagtücher und Beutel;

23die Handspiegel und Hemden und Turbane und ÜberwürfeA.

d. h. weite Schleier, die über Kopf und Schulter geworfen werden

24Und es wird geschehen, statt des WohlgeruchsA wird Moder sein und statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze und statt des Prunkgewandes ein umgürteter Sack, ein Brandmal statt Schönheit.

o. Balsamöls

25Deine Männer werden durchs Schwert fallen und deine Helden im Krieg.

26Da werden ihreA Tore klagen und trauern, und vereinsamt sitzt sie am Boden.

d. h. der Tochter Zion