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  • Das Buch der Sprichwörter
  • Spr 29,25

291Wer bei Tadel halsstarrig bleibt, /

wird plötzlich zerschmettert / und es gibt keine Heilung.

2Kommen die Gerechten an die Macht, dann freut sich das Volk, /

herrscht der Frevler, dann stöhnt das Volk.

3Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; /

wer mit Dirnen verkehrt, verschleudert das Vermögen.

4Ein König richtet das Land auf durch Pflege des Rechts, /

wer Abgaben erpresst, zerstört es.

5Wer seinem Nächsten schmeichelt, /

breitet ihm ein Netz vor die Füße.

6In Sünde verstrickt sich der Böse, /

doch der Gerechte jubelt und freut sich.

7Der Gerechte hat Verständnis für den Rechtsstreit der Armen, /

der Frevler aber kennt kein Verständnis.

8Hetzer bringen eine Stadt in Aufruhr, /

Weise beschwichtigen die Erregung.

9Rechtet ein Weiser mit einem Toren, /

tobt dieser und lacht und gibt keine Ruhe.

10Mörder hassen den Schuldlosen, /

Rechtschaffene bemühen sich um sein Leben.

11Ein Tor lässt seiner ganzen Erregung freien Lauf, /

aber ein Weiser hält sie zurück.

12Achtet ein Herrscher auf Lügen, /

werden alle seine Beamten zu Schurken.

13Der Arme und der Ausbeuter begegnen einander, /

der Herr gibt beiden das Augenlicht.

14Spricht ein König den Geringen zuverlässig Recht, /

hat sein Thron für immer Bestand.

15Rute und Rüge verleihen Weisheit, /

ein zügelloser Knabe macht seiner Mutter Schande.

16Herrschen die Frevler, dann herrscht die Sünde, /

doch die Gerechten erleben ihren Sturz.

17Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Verdruss ersparen /

und deinem Herzen Freude machen.A

17a: Wörtlich: so wird er dir Ruhe gewähren.

18Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk; /

wohl ihm, wenn es die Lehre bewahrt.

19Durch Worte wird kein Sklave gebessert, /

er versteht sie wohl, aber kehrt sich nicht daran.

20Siehst du einen, der eilfertig ist im Reden, /

mehr Hoffnung gibt es für den Toren als für ihn.

21Ein Sklave, verwöhnt von Jugend an, /

wird am Ende widerspenstig.

22Ein aufbrausender Mensch erregt Streit, /

ein Jähzorniger begeht viele Sünden.

23Hochmut erniedrigt den Menschen, /

doch der Demütige kommt zu Ehren.

24Wer mit dem Dieb teilt, hasst sich selbst, /

er hört die Verfluchung, doch er macht keine Anzeige.A

24b: Vgl. die Anmerkungen zu Lev 5,1 und Ri 17,2.

25Die Angst des Menschen führt ihn in die Falle; /

wer auf den Herrn vertraut, ist gesichert.

26Viele suchen die Gunst des Herrschers, /

aber das Recht kommt für alle vom Herrn.

27Der Übeltäter ist den Gerechten ein Gräuel. /

Der Rechtschaffene ist für den Frevler ein Gräuel.