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Gott, der Anwalt der Guten

371[Von David.] Errege dich nicht über die Bösen, /

wegen der Übeltäter ereifere dich nicht!

2Denn sie verwelken schnell wie das Gras, /

wie grünes Kraut verdorren sie.

3Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, /

bleib wohnen im Land und bewahre Treue!

4Freu dich innig am Herrn! /

Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

5Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; /

er wird es fügen.

6Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht /

und dein Recht so hell wie den Mittag.

7Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! /

Erhitze dich nicht über den Mann, dem alles gelingt, / den Mann, der auf Ränke sinnt.A

dem alles gelingt, wörtlich: dem sein Weg gelingt.

8Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; /

erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.

9Denn die Bösen werden ausgetilgt; /

die aber auf den Herrn hoffen, werden das Land besitzen.

10Eine Weile noch und der Frevler ist nicht mehr da; /

schaust du nach seiner Wohnung - sie ist nicht mehr zu finden.

11Doch die Armen werden das Land bekommen, /

sie werden Glück in Fülle genießen.

12Der Frevler sinnt auf Ränke gegen den Gerechten /

und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.

13Der Herr verlacht ihn, /

denn er sieht, dass sein Tag kommt.

14Die Frevler zücken das Schwert /

und spannen ihren Bogen; sie wollen den Schwachen und Armen fällen / und alle hinschlachten, die den rechten Weg gehn.

15Ihr Schwert dringe in ihr eigenes Herz /

und ihre Bogen sollen zerbrechen.

16Besser das wenige, das der Gerechte besitzt, /

als der Überfluss vieler Frevler.

17Denn die Arme der Frevler werden zerschmettert, /

doch die Gerechten stützt der Herr.

18Der Herr kennt die Tage der Bewährten, /

ihr Erbe hat ewig Bestand.

19In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden, /

sie werden satt in den Tagen des Hungers.

20Doch die Frevler gehen zugrunde, /

die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Auen: / Sie schwinden dahin, wie Rauch schwinden sie hin.

21Der Frevler muss borgen und kann nicht bezahlen, /

doch freigebig schenkt der Gerechte.

22Denn wen der Herr segnet, der wird das Land besitzen, /

aber wen er verflucht, der wird ausgetilgt.

23Der Herr festigt die Schritte des Mannes, /

er hat Gefallen an seinem Weg.

24Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin; /

denn der Herr hält ihn fest an der Hand.

25Einst war ich jung, nun bin ich alt, /

nie sah ich einen Gerechten verlassen / noch seine Kinder betteln um Brot.

26Allzeit ist er mildtätig, gern leiht er aus, /

seine Kinder werden zum Segen.

27Meide das Böse und tu das Gute, /

so bleibst du wohnen für immer.

28Denn der Herr liebt das Recht /

und verlässt seine Frommen nicht. Doch das Geschlecht der Frevler wird ausgetilgt, / sie werden für immer vernichtet.A

sinngemäß umgestellt; Text korr.; H: sie werden für immer bewahrt.

29Die Gerechten werden das Land besitzen /

und darin wohnen für alle Zeiten.

30Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit /

und seine Zunge redet, was recht ist.

31Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen, /

seine Schritte wanken nicht.

32Der Frevler belauert den Gerechten /

und sucht ihn zu töten.

33Der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, /

lässt nicht zu, dass man ihn vor Gericht verurteilt.

34Hoffe auf den Herrn /

und bleib auf seinem Weg! Er wird dich erhöhen zum Erben des Landes; / du wirst sehen, wie der Frevler vernichtet wird.

35Ich sah einen Frevler, bereit zu Gewalttat; /

er reckte sich hoch wie eine grünende Zeder.A

Text korr.; H: und er entwickelte sich wie eine lebenskräftige Pflanze.

36Wieder ging ich vorüber und er war nicht mehr da; /

ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.A

Text korr. nach G, S und Hieronymus; H: ging er vorüber.

37Achte auf den Frommen und schau auf den Redlichen! /

Denn Zukunft hat der Mann des Friedens.

38Die Sünder aber werden alle zusammen vernichtet; /

die Zukunft der Frevler ist Untergang.

39Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn, /

er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.

40Der Herr hilft ihnen und rettet sie, /

er rettet sie vor den Frevlern; er schenkt ihnen Heil, / denn sie suchen Zuflucht bei ihm.