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Ein Danklied des Königs für Rettung und Sieg

181[Für den Chormeister. Von David, dem Knecht des Herrn, der dem Herrn die Worte dieses Liedes sang an dem Tag, als ihn der Herr aus der Gewalt all seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte.

2Er sprach:] Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, /A

Text korr.; H: Ich will dich lieben.

3Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, /

mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.

4Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, /

und ich werde vor meinen Feinden gerettet.

5Mich umfingen die Fesseln des Todes, /

mich erschreckten die Fluten des Verderbens.

6Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, /

über mich fielen die Schlingen des Todes.

7In meiner Not rief ich zum Herrn /

und schrie zu meinem Gott. Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, / mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

8Da wankte und schwankte die Erde, /

die Grundfesten der Berge erbebten. / Sie wankten, denn sein Zorn war entbrannt.

9Rauch stieg aus seiner Nase auf, /

aus seinem Mund kam verzehrendes Feuer, / glühende Kohlen sprühten aus von ihm.

10Er neigte den Himmel und fuhr herab, /

zu seinen Füßen dunkle Wolken.

11Er fuhr auf dem Kerub und flog daher; /

er schwebte auf den Flügeln des Windes.

12Er hüllte sich in Finsternis, /

in dunkles Wasser und dichtes Gewölk wie in ein Zelt.

13Von seinem Glanz erstrahlten die Wolken, /

Hagel fiel nieder und glühende Kohlen.A

die Wolken: Text korr. nach G und 2 Sam 22,14.

14Da ließ der Herr den Donner im Himmel erdröhnen, /

der Höchste ließ seine Stimme erschallen.A

Text korr. nach G und 2 Sam 22,14; H fügt am Schluss hinzu: Hagel und glühende Kohlen.

15Er schoss seine Pfeile und streute sie, /

er schleuderte Blitze und jagte sie dahin.A

Text korr. nach 2 Sam 22,15.

16Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres, /

die Grundfesten der Erde wurden entblößt vor deinem Drohen, Herr, / vor dem Schnauben deines zornigen Atems.A

Text korr.; H: des Wassers des Meeres.

17Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, /

zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.

18Er entriss mich meinen mächtigen Feinden, /

die stärker waren als ich und mich hassten.

19Sie überfielen mich am Tag meines Unheils, /

doch der Herr wurde mein Halt.

20Er führte mich hinaus ins Weite, /

er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen.

21Der Herr hat gut an mir gehandelt und mir vergolten, /

weil ich gerecht bin und meine Hände rein sind.

22Denn ich hielt mich an die Wege des Herrn /

und fiel nicht ruchlos ab von meinem Gott.

23Ja, ich habe alle seine Gebote vor Augen, /

weise seine Gesetze niemals ab.

24Ich war vor ihm ohne Makel, /

ich nahm mich in Acht vor der Sünde.

25Darum hat der Herr mir vergolten, weil ich gerecht bin /

und meine Hände rein sind vor seinen Augen.

26Gegen den Treuen zeigst du dich treu, /

an dem Aufrichtigen handelst du recht.

27Gegen den Reinen zeigst du dich rein, /

doch falsch gegen den Falschen.

28Dem bedrückten Volk bringst du Heil, /

doch die Blicke der Stolzen zwingst du nieder.

29Du, Herr, lässt meine Leuchte erstrahlen, /

mein Gott macht meine Finsternis hell.

30Mit dir erstürme ich Wälle, /

mit meinem Gott überspringe ich Mauern.A

Text korr.; H ist unklar.

31Vollkommen ist Gottes Weg, /

das Wort des Herrn ist im Feuer geläutert. / Ein Schild ist er für alle, die sich bei ihm bergen.

32Denn wer ist Gott als allein der Herr, /

wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?

33Gott hat mich mit Kraft umgürtet, /

er führte mich auf einen Weg ohne Hindernis.

34Er ließ mich springen schnell wie Hirsche, /

auf hohem Weg ließ er mich gehen.A

Wörtlich: auf meinen Höhen.

35Er lehrte meine Hände zu kämpfen, /

meine Arme, den ehernen Bogen zu spannen.

36Du gabst mir deine Hilfe zum Schild, /

deine Rechte stützt mich; / du neigst dich mir zu und machst mich groß.A

Text korr.; in H andere Vokalisierung.

37Du schaffst meinen Schritten weiten Raum, /

meine Knöchel wanken nicht.

38Ich verfolge meine Feinde und hole sie ein, /

ich kehre nicht um, bis sie vernichtet sind.

39Ich schlage sie nieder; /

sie können sich nicht mehr erheben, sie fallen und liegen unter meinen Füßen.

40Du hast mich zum Kampf mit Kraft umgürtet, /

hast alle in die Knie gezwungen, die sich gegen mich erhoben.A

alle: ergänzt nach G.

41Meine Feinde hast du zur Flucht gezwungen; /

ich konnte die vernichten, die mich hassen.

42Sie schreien, doch hilft ihnen niemand, /

sie schreien zum Herrn, doch er gibt keine Antwort.

43Ich zermalme sie zu Staub vor dem Wind, /

schütte sie auf die Straße wie Unrat.

44Du rettest mich vor zahllosem Kriegsvolk, /

du machst mich zum Haupt über ganze Völker. Stämme, die ich früher nicht kannte, sind mir nun untertan. /A

Text leicht korr.

45Sobald sie mich nur hören, gehorchen sie. Mir huldigen die Söhne der Fremde, /

46sie kommen zitternd aus ihren Burgen hervor.A

Text korr.; in H geht eine zusätzliche Verszeile (46a) voraus: Die Söhne der Fremde verschmachten und kommen.

47Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen. /

Der Gott meines Heils sei hoch erhoben;

48denn Gott verschaffte mir Vergeltung /

und unterwarf mir die Völker.

49Du hast mich von meinen Feinden befreit, /

mich über meine Gegner erhoben, / dem Mann der Gewalt mich entrissen.

50Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern, /

ich will deinem Namen singen und spielen.

51Seinem König verlieh er große Hilfe, /

Huld erwies er seinem Gesalbten, / David und seinem Stamm auf ewig.