Bußfeier, Bußtag
Bußtage, d.h. Volksfasttage und Volkstrauertage, wurden angesetzt, um eine drohende Not abzuwenden oder eine Beleidigung Gottes zu sühnen. Fand man einen Schuldigen heraus, sei es mit Hilfe eines Gottesurteils oder durch Zeugenaussagen, dann musste er hingerichtet werden; sein Besitz verfiel dem König. In 1Kön 21,9 missbraucht die Königin Isebel einen solchen Bußtag zu einem offenbaren Justizmord.
Nach der Zerstörung Jerusalems 587 v.Chr. wurden regelmäßige Fasttage eingeführt, an denen das Volk in gottesdienstlichen Feiern sein Schicksal beklagte, seine Schuld bekannte und die Hilfe Gottes anrief (Sach 7,1-6; 8,18-19).