Trauerbräuche, (-brot)

Die Trauer um einen Verstorbenen wird im alten Israel außer durch die Totenklage durch eine Anzahl auffallender Trauerbräuche zum Ausdruck gebracht. Die Menschen zerrissen die Kleidung, banden den Sack um, nahmen den Turban ab und ließen Haar und Bart ungepflegt. Auf den Kopf streuten sie sich Staub und Asche, schlugen sich auf Brust oder Hüften (Frauen auf die entblößten Brüste), rauften sich das Haar oder schnitten es ab und fügten sich Schnittwunden zu. Ähnlich ist das Verhalten bei einem persönlichen oder öffentlichen Unglücksfall. Das »Trauerbrot« wurde als Gabe der Nachbarn und Freunde in das Trauerhaus gebracht, um nach einer Zeit des Fastens die Trauernden in die Welt der Lebenden zurückzuholen (Jer 16,7; Ez 24,17).