Nahrungsvorschriften
Da es Juden verboten ist, das Fleisch bestimmter Tiere (vgl. Lev 11par) oder Blut von irgendeinem Tier zu genießen, darüber hinaus bei der Zubereitung und beim Verzehr aller Speisen auf Reinheit (rein) der Töpfe und Schalen (vgl. Mk 7,4; Mt 23,25) geachtet werden muss, ist es ihnen kaum möglich, am Tisch eines Nichtjuden – der diese Vorschriften nicht kennt und nicht befolgt – mitzuessen (vgl. Dan 1,8; Tob 1,10-11 Jdt 10,5; 12,1-4; .17-19Apg 10,9-15; 11,3). Auf jeden Fall ist es in solcher Lage erforderlich, auf das Essen von Fleisch zu verzichten.
Wenn in der Bibel stellenweise Fleischkost abgelehnt wird, geschieht es demnach nicht aus einem grundsätzlichen Vegetarismus. Das gilt auch für das Verhalten der Christen in den frühen Gemeinden, die damit rechnen mussten, dass das Fleisch, das ihnen bei Einladungen angeboten und auf dem Markt verkauft wurde, von einem Götzenopfer stammte (Opferfleisch).