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Sühne

Gott muss nach biblischem Verständnis nicht von Menschen durch Opfer oder Leistungen »versöhnt« werden, vielmehr ist er es, der die schuldig gewordenen Menschen mit sich versöhnt (2Kor 5,18-20). Er tut dies nicht durch eine einfache Absichtserklärung, sondern im Alten Testament ursprünglich dadurch, dass er den Opferdienst stiftet, durch den diese Versöhnung wirksam werden kann (Sündopfer; Opfer). Dies entspricht der alttestamentlichen Vorstellung von einem Unheilszusammenhang, der durch die Sünde hervorgerufen und der nur aufgehoben wird, wenn er sich an einem Ersatzopfer auswirken kann (Tun-Ergehen-Zusammenhang). Entscheidend für die Wirkung des Opfers ist jedoch, dass Gott es annimmt (vgl. 1Mo 4,4-5). Nach dem Vorbild alttestamentlicher Sühnehandlungen versteht das Neue Testament den Tod Jesu als ein Opfer, das ein für alle Mal die Schuld der Menschen gesühnt hat (Röm 3,25; Hebr 9,28).

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