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Von A wie Aaron bis Z wie zwölf: In unserem alphabetisch geordneten Bibellexikon finden Sie zahlreiche Begriffe der Bibel mit ihren Erklärungen und den passenden Bibelstellen.

Laubhüttenfest

Das wichtigste, abschließende Erntefest; eines der drei israelitischen Hauptfeste (Feste). Es wurde mit einer Wallfahrt nach Jerusalem im Herbst (September/Oktober) gefeiert und dauerte etwa eine Woche (2Mo 23,16; 3Mo 23,33-43; 4Mo 29,12-38; 5Mo 16,13-15; Esr 3,4; Neh 8,14-18). Die Besonderheit dieses Festes, das Wohnen in Laubhütten, rührt wahrscheinlich daher, dass man zur Zeit der Weinernte den ganzen Tag und auch die Nächte in den Weinbergen zubrachte; für Israel wurde der Brauch zu einer Erinnerung an sein Wohnen in Zelten während der Wüstenwanderung. Eine weitere Besonderheit des Festes bestand darin, dass täglich von Priestern Wasser aus dem Teich Siloah (Wasserleitung) geschöpft, feierlich zum Tempel getragen und nach Art eines Trankopfers zum täglichen Morgenbrandopfer auf dem Brandopferaltar dargebracht wurde. Der Brauch wird mit der nach dem Laubhüttenfest eintretenden Regenzeit in Verbindung gebracht; er soll bei Gott erwirken, dass diese Zeit Segen und Fruchtbarkeit bringt (vgl. Joh 7,37). Eine weitere Besonderheit des Festes liegt in der allnächtlichen Festbeleuchtung des Frauenvorhofs. Dabei ragten vier große goldene Leuchter über die Umfassungsmauern des Tempels empor und breiteten ihr Licht über ganz Jerusalem aus (vgl. Joh 8,12).

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