Das Buch Tobias
Das Buch Tobias/Tobit entstand um 200 v.Chr. Es spiegelt die Lebensverhältnisse und Hoffnungen der zu dieser Zeit auf viele Völker verstreuten Juden wider. Das Buch erzählt von einer nach Assyrien deportierten jüdischen Familie in der Zeit nach dem Ende des Nordreiches Israel (722 v.Chr.). Deren Vater Tobias (Tobit) verliert, da er an den jüdischen Geboten auch im Ausland festhält, seinen ganzen Besitz und erblindet später.
Eine zweite Geschichte handelt von Sara. Die junge Frau ist von einem Dämon besessen, der jeden Bräutigam noch in der Hochzeitsnacht tötet. Die Schicksale von Tobias und Sara werden im Laufe der Erzählung verwoben; schließlich werden ihre Geschicke mit Hilfe des Engels Rafael zum Guten gewendet. Zuletzt heiratet Sara Tobias, den Sohn des gleichnamigen Familienvaters.
Wie im Buch Hiob werden hier Erzählmotive aus der persischen Mythologie mit jüdischer Gesetzesfrömmigkeit verknüpft. Gesetzestreu werden vor allem die Hauptpersonen des Buches charakerisiert: Verständnisvoll, gerecht, aufrichtig und couragiert ist der Idealtypus des Juden, der es vermag, auch in der gottlosen Fremde dem Schicksal zu trotzen.
Der Verfasser der Erzählung ist unbekannt.






