Die Pastoralbriefe
Die beiden Briefe an Timotheus und an Titus werden unter der Bezeichnung Pastoralbriefe zusammengefasst. Sie wenden sich an Pastoren und Bischöfe, die geistlichen Leiter der jungen christlichen Gemeinden.
Während Paulus noch die Gleichwertigkeit der verschiedenen Dienste in der Gemeinde betonte, zeichnet sich in diesen Briefen schon die Entwicklung besonderer Ämter der Gemeindeleitung ab: Bischöfe, Diakone und Presbyter (»Älteste«) bilden eine neue Amtshierarchie in der Gemeinde. Ihnen werden strenge Verhaltensregeln auferlegt (1. Tim 3,1-13; 5,17-23; Tit 1,5-9).
Aber auch alle anderen Christen werden dazu angehalten, sich durch eine fest gegründete Frömmigkeit gegen die neu aufkommenden Irrlehren zu schützen. Eine Vielzahl von Mahnungen fordert dazu auf, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen (1. Tim 6,12), sich als Soldat Christi im Leiden zu bewähren (2.Tim 2,3) und ein unanstößiges Leben zu führen (2. Tim 4; Tit 3).






