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Der Brief von Paulus an die Galater

Der Brief von Paulus an die Galater

Mit dem Galaterbrief wendet sich Paulus an die christlichen Gemeinden in der kleinasiatischen Landschaft Galatien. Paulus sieht diese Gemeinden in ihrem Glauben durch Lehrer gefährdet, die den nichtjüdischen Christen jüdische Riten auferlegen wollen: Jüdische Speisevorschriften und die Beschneidung halten wieder Einzug. Ihnen gegenüber verteidigt er die christliche Freiheit, die keinen Rückfall in die alte Gesetzlichkeit erlaubt:

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Gal 5,1)

Mit den Jerusalemer Christen war auf dem Apostelkonzil keine zusätzliche Beachtung jüdischer Gesetze für die Heidenmission vereinbart worden (2,6). Die Beschneidung gilt durch die Taufe als abgelöst. Darum sind durch den Glauben an Christus die menschlichen Unterschiede aufgehoben, auch wenn sie äußerlich noch weiter bestehen:

Es hat darum auch nichts mehr zu sagen, ob ein Mensch Jude ist oder Nichtjude, ob im Sklavenstand oder frei, ob Mann oder Frau. Durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle ein neuer Mensch geworden. (Gal 3,28)

Die Erben Christi können durch die Früchte des Geistes Zeichen einer neuen Zeit setzen: Einander die Lasten tragen und Gutes tun, so kann das neue Gesetz Christi erfüllt werden (Kap 6). Paulus schöpft die Kraft, sich mit den Gegnern auseinander zu setzen und das Evangelium zu verteidigen, aus der Erfahrung, dass Christus in ihm lebt. 

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