Der zweite und dritte Johannesbrief
Während im 1. Johannesbrief die üblichen Briefangaben fehlen, gibt sich für den 2. und 3. Johannesbrief der Verfasser als Ältester (= Presbyter) zu erkennen. Der dritte Brief wendet sich ausdrücklich an einen Gaius. Vieles spricht dafür, in dem Verfasser den später häufig genannten Presbyter Johannes aus Ephesus am Ende des 1. Jh. n.Chr. zu sehen.
Die beiden kurzen Briefe unterstreichen, dass die Bruderliebe, die Jesus fordert, nicht verfälscht werden darf, denn die Wahrheit darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Gerade verfolgte, auf der Flucht befindliche, fremde Brüder sollen liebevoll aufgenommen werden, denn die Kraft des Christentums in der Verfolgungssituation der ersten Jahrhunderte lag darin, um der Überzeugung willen keine Kompromisse einzugehen.






